vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2004 · Vorarlberg Magazin Nr. 112 / 2004
Familienfreundliche Arbeitswelt. Beruf und Familie erfolgreich miteinander verbinden – das ist wohl eine der größten Herausforderungen in der modernen Arbeitswelt. Vor allem für Frauen. Immer mehr Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeiterinnen dabei tatkräftig und werden vom Land Vorarlberg für ihr Engagement ausgezeichnet.
Von Martina Pointner
Es ist ein gut funktionierendes Wechselspiel aus Geben und Nehmen. So einfach kann man die erfolgreichen Arbeitsmodelle der frauen- und familienfreundlichsten Betriebe beschreiben. Denn sie alle gehen auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
ein, gestalten Arbeitszeiten flexibel und eröffnen auch Teilzeitkräften attraktive Karrierechancen.
Im Gegenzug profitieren sie von höchst motivierten Mitarbeiterinnen, die ihrem Unternehmen lange erhalten bleiben und auch nach der Kinderpause gerne wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren.
„Vom Management wird ausdrücklich gewünscht, dass auf die Familiensituation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eingegangen wird“, betont Georg Masahl, Personalleiter der Spar AG Vorarlberg.
Anruf genügt: Eine Kollegin springt ein
Beim Sieger in der Kategorie Großbetrieb sind Frauen auch in der Führungsebene stark vertreten. Wiedereinsteigerinnen werden gezielt angesprochen und gefördert, so wie Elke Bäck, Angelika Amann und Edith Mathis von der Personalabteilung, alle in Teilzeit. Sie machen sich ihre Arbeitszeiten untereinander selbst aus. „Kommt etwas dazwischen oder ein Kind wird krank, dann genügt ein Anruf, und eine Kollegin übernimmt die Arbeit“, beschreibt Elke Bäck die Abläufe in ihrer Abteilung.
Familienfreundlich statt familienfeindlich
Das Gastgewerbe ist von vornherein eher familienfeindlich. Dennoch hat es Jutta Frick vom Hotel Bad Reuthe, Sieger in der Kategorie Mittelbetriebe, geschafft, dass auch ihre
Mitarbeiterinnen Beruf und Familie gut vereinbaren können. „Bei uns haben Frauen sehr gute Beschäftigungs-und Aufstiegschancen“, sagt Jutta Frick, „ihnen kommen unsere flexiblen Arbeitszeitmodelle sowie der einfache Wechsel von Voll- auf Teilzeit und umgekehrt besonders entgegen. Und wenn jemand dringend daheim gebraucht wird, sorge ich persönlich für eine Aushilfe.“
Varianten und Chancen für Akademikerinnen
Der Siegerbetrieb in der Kategorie Kleinbetriebe ist die Central-Apotheke von Petra Huber-Vallaster. Der Betrieb ist mit hundert Prozent Frauenanteil (bei neun Mitarbeiterinnen) der absolute Spitzenreiter. „Ich bin selbst alleinerziehende Mutter und da weiß ich, wie wichtig Flexibilität ist“, meint die Pharmazeutin.
In einer Apotheke gib es gerade für Akademikerinnen ideale Teilzeitbeschäftigungen: ab acht Stunden pro Woche sind alle Varianten möglich. „So hält man auch in der Karenz Kontakt zum Arbeitsplatz und kann später problemlos wieder einsteigen“, weiß Huber-Vallaster.
Teilnehmer des Wettbewerbs „Frauen- und Familienfreundlicher Betrieb 2003“
Kontakt:
Amt der Landesregierung – Landespressestelle (LageplanFahrplan)
Download:
Frauen- und familienfreundliche Betriebe (339 kB)
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