vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2004 · Vorarlberg Magazin Nr. 111 / 2004
Studie belegt:
Föderalismus ist nicht teurer
Immer wieder wird im Österreich-Konvent die Wirtschaftlichkeit eines föderal organisierten Staatswesens angezweifelt. Das Institut für Föderalismus hat daher WIFO-Chef Professor Helmut Kramer mit der Untersuchung ökonomischer Aspekte des Föderalismus beauftragt. Die Ergebnisse zeigen, dass föderalistische Strukturen keineswegs zwangsläufig teurer als zentralistische sind, und stützen damit die Vorarlberger Position, betonte Landeshauptmann Herbert Sausgruber bei der Präsentation der Studie. Ziel müsse es daher sein, regionale Spielräume auch weiter zu erhalten.
Landesrat Schwärzler: Engagement für Tierschutz
Die Vorarlberger Landesregierung unterstützt auch heuer den Betrieb des 1. Vorarlberger Tierschutzheimes in Dornbirn und will dadurch mithelfen, die Vermittlung des Tierschutzgedankens auf breiter Ebene zu fördern. Dem Verband Vorarlberger Tierschutzvereine wurde für das laufende Jahr ein Beitrag des Landes von 75.000 Euro zugesagt. Die Standards in Sachen Tierhaltung und Tiergesundheit in Vorarlberg sind ausgesprochen hoch, betont in diesem Zusammenhang Landesrat Erich Schwärzler.
Wasserbau und Ökologie sind im Einklang möglich
Gut 23 Millionen Euro werden in den nächsten Jahren in die Verbesserung des Hochwasser- und Flachuferschutzes entlang des Vorarlberger Bodenseeufers gesteckt. „Diese Maßnahmen bieten Schutz gegen ein 100-jährliches Hochwasser und sind ein Musterbeispiel dafür, dass sich die Ziele von Wasserbau und Ökologie vereinbaren lassen“, so Landesstatthalter Dieter Egger. Die einzelnen Vorhaben betreffen die Flachufersanierung in Lochau, den Hochwasserschutz für Bregenz, Hard und das Rheindelta (Polderdamm), das Life Projekt im Bereich des Mehrerauer Seeufers und der Bregenzerachmündung sowie die Revitalisierungsmaßnahmen am Alten Rhein.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Mit dem Schweizer Kanton Graubünden verbinden Vorarlberg gut nachbarschaftliche Beziehungen und ein regelmäßiger Kontakt auf politischer Ebene. So begrüßte Landtagspräsident Manfred Dörler kürzlich eine Delegation des Großen Rates von Graubünden unter Führung von Standespräsident Hans Telli im Landhaus. Mit besonderem Interesse verfolgten die Gäste die Debatten im Vorarlberger Landtag und hier vor allem die Zwischenrufe – eine Praxis, die das 120 Mitglieder umfassende Parlament Graubündens nicht kennt.
1. Internationale Bodensee-Triennale
Zwölf Fotoklubs aus Deutschland, der Schweiz und Österreich haben im Rahmen der 1. Internationalen Bodensee-Triennale einen Fotowettbewerb durchgeführt und ihre Arbeiten im Landhaus gemeinsam präsentiert. Für Kulturlandesrat Hans-Peter Bischof ist die Idee, auf diese Weise ein „fotografisches Netzwerk“ zu schaffen, eine wertvolle Initiative, die einmal mehr die Bedeutung grenzüberschreitender Zusammenarbeit gerade im kulturellen und künstlerischen Bereich aufzeigt.
Konsequente Verkehrsüberwachung
Die konsequente Überwachung des Geschehens auf den Straßen durch die Exekutive ist für Verkehrslandesrat Manfred Rein eine entscheidende Grundlage für die Verkehrssicherheit. Die Verkehrsabteilung im Landesgendarmeriekommando hat zu diesem Zweck eine Reihe von periodischen Themen-Schwerpunkten für die Verkehrskontrollen im laufenden Jahr geplant. Dazu zählen die genaue Beobachtung der Transit-Entwicklungen, die ordnungs ordnungsgemäße Verwendung von Gurten, Kindersitzen und Handy-Freisprechanlagen in Pkw, Geschwindigkeits und Lärmmessungen bei Motorrädern und die Überwachung der Schulwege sowie Alkohol-Schwerpunktaktionen.
Neue E-Government-Anwendungen des Landes
Das Online-Dienstleistungsangebot des Landes Vorarlberg wird laufend verbessert. Bürger, der Wirtschaftsstandort Vorarlberg und die Verwaltung selbst profitieren davon. Laut Landesamtsdirektor Johannes Müller werden derzeit 15 interaktive Web-Formulare angeboten, ab sofort kann die Gewerbeanmeldung online in ganz Vorarlberg durchgeführt werden. Die Web-Formulare sind unter www.vorarlberg.at/webformulare zu finden und können direkt via Internet an die Landesverwaltung geschickt werden, wo sie direkt in das elektronische Aktenverwaltungssystem (VOKIS) gelangen. Bis Mitte 2005 werden mindestens 100 Formulare als Web-Formulare umgesetzt sein.
Erfolgreiche Behinderten- Ski-Weltmeisterschaften
Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Sport-Landesrat Siegi Stemer würdigten die sportlichen Erfolge und großartigen menschlichen Leistungen, die die acht Vorarlberger Teilnehmer bei den Ski- Weltmeisterschaften der Versehrten in Wildschönau erbracht haben. Die erfreuliche Bilanz aus Ländle-Sicht: insgesamt 19 Platzierungen und sieben Medaillen (1 Gold, 3 Silber, 3 Bronze). Damit konnten die Vorarlberger Sportler nahtlos an die Erfolgev der Vergangenheit anschließen. Seit der ersten Behinderten-WM 1972 hat Vorarlberg schon 63 Medaillen errungen.
Hohe Qualität des Sozialnetzes in Vorarlberg
Durch strukturelle und organisatorische Maßnahmen wird es gelingen, die hohe Qualität des sozialen Netzes in Vorarlberg zu halten. Eine wichtige Rolle kommt bei dieser Weiterentwicklung dem Sozialfonds zu, so Soziallandesrätin Greti Schmid. Ein wesentliches strategisches Ziel sei es, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen so zu fördern, dass der Druck auf die Sozialsysteme gemildert wird. Dies geschehe durch die Förderung von präventiven Maßnahmen. Dazu zählt die Landesrätin unter anderem die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, den weiteren Ausbau der mobilen Dienste sowie weitere Beratungs-, Betreuungs- und Entlastungsmaßnahmen für pflegende Angehörige.
FH Vorarlberg: Drei Forschungszentren
Seit kurzem sind drei Forschungszentren der Fachhochschule Vorarlberg in Dornbirn offiziell in Betrieb: für Mikrotechnik, für Nutzerzentrierte Technologien sowie für Produkt- und Prozess-Engineering. Laut Landeshauptmann Herbert Sausgruber sind Forschung und Entwicklung (F&E) sowie Aus- und Weiterbildung jene Kernbereiche, in denen das Land Entscheidungen treffen und Aktivitäten setzen kann: „Für Forschung und Entwicklung stellt das Land Vorarlberg im Jahr 2004 etwa 20,6 Millionen Euro zur Verfügung. Das sind im Vergleich zu 1998 plus 70 Prozent“.
Respektvoller Umgang mit der Natur
Vorarlberg hat seit 1997 ein modernes Landesgesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung. Wesentliche Ziele sind laut Landesrat Erich Schwärzler die Bewusstseinsbildung und der respektvolle Umgang mit der Natur. Das Gesetz habe in den letzten Jahren die nachhaltige Entwicklung in Vorarlberg forciert, etwa in Form des Biosphärenparks Großes Walsertal. Eine Partnerschaft mit Augenmaß zwischen Land, Gemeinden, Naturschutzorganisationen und Bevölkerung werde weiterhin das Erfolgsrezept für eine zukunftsfähige Entwicklung unter Beachtung der Grenzen in der Natur sein.
Partnerschaftliche Haltung von Mann und Frau
„In einer Welt der sozialen Veränderung und des Wandels mit tief greifenden Auswirkungen auf das traditionelle Familienleben brauchen wir mehr denn je eine echte partnerschaftliche Haltung zwischen Mann und Frau, die gleiche Lebenschancen ermöglicht.“ Das betonte Landtagspräsident Manfred Dörler bei der Enquete „Familie und Beruf“ des Vorarlberger Landtages. Die größte Herausforderung für die Politik liege darin, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Familie und Beruf, die in Wahrheit aufeinander angewiesen sind, in Gleichklang gebracht werden können.
Weitere Investitionen in erstklassige Wasserqualität
Die mit rund 4,4 Millionen Euro veranschlagte Sanierung der Kläranlage Hohenems wird vom Land Vorarlberg mit 20 Prozent gefördert und ist laut Landesstatthalter Dieter Egger ein neuerlicher Beitrag zur Erhaltung der erstklassigen Wasserqualität im Ländle. In der seit 1980 bestehenden Anlage werden die Abwässer von Hohenems, Altach, Götzis, Koblach und Mäder gereinigt. Um den effizienten Einsatz der öffentlichen Gelder zu gewährleisten, wurde im Vorfeld der Sanierung der allfällige Anschluss der ARA Hohenems an die ARA Dornbirn geprüft. „Die weitere Eigenständigkeit beider Kläranlagen hat sich dabei als die wirtschaftlich sinnvollste Lösung erwiesen“, so Landesstatthalter Dieter Egger.
Bewusstsein und Eigenkompetenz stärken
Vorarlberg ist in den nächsten fünf Jahren Schauplatz des größten Vorsorgeprogrammes, das vom Fonds Gesundes Österreich bisher mitfinanziert wurde. Unter dem Motto „Mehr Spaß mit Maß“ geht es darum, Jugendliche zu einem kritischen und verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu führen. Die Initiatoren setzen dabei nicht auf Verbote, sondern auf Eigenverantwortung, so Gesundheitslandesrat Hans-Peter Bischof: „Wir wollen Bewusstsein bilden und die Eigenkompetenz der jungen Menschen stärken.“ In den Gemeinden ist eine Vielzahl von Aktivitäten geplant und es sollen laufend neue Ideen und zusätzliche Anregungen aufgegriffen werden.
Familienfreundlichkeit lohnt sich für die Wirtschaft
Im Montfortsaal des Vorarlberger Landhauses in Bregenz wurden kürzlich die frauen- und familienfreundlichsten Betriebe Vorarlbergs 2003 gekürt. Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Landesrätin Greti Schmid überreichten die Preise. Dank der Rekordbeteiligung von 41 Unternehmen wurden die Sieger heuer erstmals in fünf Kategorien ermittelt. „Alle teilnehmenden Betriebe leisten einen großen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Frauen- und Familienfreundlichkeit ist ein permanenter gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Prozess. Dieser Weg hört nie auf und er lohnt sich für Unternehmen und Beschäftigte", betonte Landesrätin Greti Schmid.
Schule: Moderne Stundenplangestaltung
Mit dem neuen Schulzeitgesetz wird sich ab Herbst 2004 an Vorarlbergs Schulen manches ändern. Neben landesweiten Herbstferien wird es eine modernisierte Stundenplangestaltung mit geschlossenen Unterrichtsblöcken am Vormittag geben. Das Pilotprojekt ist laut Landesrat Siegi Stemer „in Österreich einzigartig und nur auf die gute Zusammenarbeit aller Schulpartner zurückzuführen.“ Die Unterrichtszeit im Herbst wird dadurch in zwei zusammenhängende Blöcke geteilt. Das bringt mehr Ruhe ins Schuljahr und ermöglicht allen eine bessere Planung.
Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit
Konkrete Maßnahmen gegen die Langzeitarbeitslosigkeit standen im Mittelpunkt eines Treffens von AMS, Sozialpartnern und Vertretern von Arbeitsinitiativen im Landhaus. Auf Zustimmung stieß dabei der im Jänner 2004 vollzogene Zusammenschluss der meisten Arbeitsinitiativen zu einem Verband. Ziel ist nicht nur eine Anhebung der Qualität der Arbeit in den Projekten, im Wege der Zusammenarbeit der Arbeitsinitiativen wollen sich diese auch verstärkt als Partner der Wirtschaft etablieren. Landesrat Manfred Rein zeigte sich überzeugt, dass damit Synergien genutzt werden können.
Kontakt:
Amt der Landesregierung – Landespressestelle (LageplanFahrplan)
Download:
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