vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2004 · Vorarlberg Magazin Nr. 110 / 2004
Land setzt auch 2004 entscheidende Impulse
Laut Landeshauptmann Herbert Sausgruber wird das Land seine Arbeit im Jahr 2004 ganz unter das Motto „menschlich, leistungsfähig und eigenständig“ stellen. Damit will Vorarlberg den Arbeits-, Bildungs- und Wirtschaftsstandort Vorarlberg weiterentwickeln und gleichzeitig wichtige Impulse für die Umwelt- und Sozialpolitik setzen. Als Vorsitzender der Österreichischen Landeshauptmännerkonferenz will Sausgruber die Vorarlberger Stärken auch bundesweit einbringen und sich vor allem für die Beibehaltung der regionalen Spielräume einsetzen.
Vorarlbergs Schulen können gut arbeiten
Schullandesrat Siegi Stemer zieht eine positive Bilanz der ersten Monate des laufenden Schuljahres. „Es war ein arbeitsreicher Herbst, in dem sich die Schulen ganz auf ihre Kernaufgabe – das Unterrichten und Erziehen – konzentrieren konnten.“ Lehrerwechsel oder Turbulenzen wie in anderen Bundesländern gab es in Vorarlberg so gut wie nicht. Eine wesentliche Grundlage, die dieses erfreuliche Resümee mitgeprägt hat, sieht der Vorarlberger Schullandesrat in der vorausschauenden Personalplanung: „Die Lehrerpensionierungen sind bei uns dank frühzeitiger Vorkehrungen nahezu reibungslos über die Bühne gegangen“.
Familienfreundliche Arbeitswelt
23 österreichische Betriebe, davon zwei aus Vorarlberg, erhielten ihre Zertifikate im Rahmen des Audits Familie & Beruf. Landesrätin Schmid gratuliert den beiden Vorarlberger Unternehmen, Sozialzentrum Hohenems und ibis acam Vorarlberg, zu der Auszeichnung. Das Audit zertifiziert Betriebe, die sich gezielt im Sinne einer familienfreundlichen Personalpolitik weiterentwickeln wollen. „Familienfreundliche Maßnahmen bringen viele Vorteile: mehr Motivation für die Beschäftigten und dadurch erhöhte Leistung, ein besseres Arbeitsklima sowie eine geringere Fluktuation. Davon profitieren alle – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und das Unternehmen“, so Schmid.
Gesundheit: Höchste Qualität im LKH Bregenz
Gesundheitslandesrat Hans-Peter Bischof überzeugte sich kürzlich von der Qualität der neuen Ausstattung des Landeskrankenhauses Bregenz. Im „Musterzimmer“ des Neubaues wird gezeigt, wie die Patientenzimmer künftig aussehen werden und eingerichtet sind. „Wir haben in der Gestaltung der Patientenzimmer bewusst auf eine wohnliche Atmosphäre und hohen Komfort Wert gelegt. Das wird wesentlich zum Wohlbefinden und damit zum guten Heilungsverlauf beitragen“, meinte Bischof. Auffallend sind die modernen Medienmonitore mit ihren gleichzeitigen Funktionen als Fernseher, Telefon und Radio, die für die Patienten natürlich wesentliche Erleichterungen bedeuten.
Architektur aus Vorarlberg und Thüringen
Im Landhaus eröffnete Landtagspräsident Manfred Dörler die Ausstellung „Junge Architektur in Vorarlberg – Neue Architektur in Thüringen“. Ähnlich wie in Vorarlberg hat sich in den letzten Jahren auch im deutschen Freistaat Thüringen eine junge, innovative Architekturszene entwickelt, die abseits tradierter Werte und Vorstellungen unkonventionelle Ideen verwirklicht und auch der ökologischen Bauweise breiten Raum gibt. Da aber Vorarlberg von gänzlich anderen räumlichen Voraussetzungen geprägt ist als Thüringen, biete die Ausstellung einen besonders interessanten Vergleich, so Dörler.
Neue Laptops für unsere Gendarmerie
Das Land Vorarlberg unterstützt das Landesgendarmeriekommando für Vorarlberg durch die Bereitstellung von fünf Laptops. Für eine Optimierung der Arbeitsabläufe im Zusammenhang mit der Kriminalitätsbekämpfung ist der Ausbau von Kommunikationsmitteln eine zweckmäßige Verbesserung, so Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler. Auf Wunsch der Gendarmerie werden die Vorarlberger Laptops an die koordinierten Kriminaldienste auf den Bezirksgendarmeriekommanden Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Bludenz und der Kriminalabteilung (Ermittlungsbereich Sexualdelikte) übergeben.
LKH Bregenz: Weitere Bauetappen
Die erste Bauetappe am Erweiterungsbau des Landeskrankenhauses Bregenz soll bis Ende April 2004 abgeschlossen sein. Nun hat die Landesregierung der Vorentwurfsplanung für die weiteren Bauetappen mit veranschlagten Kosten von 11,3 Millionen Euro zugestimmt, berichtet Landesstatthalter Dieter Egger. Der Umbau der bestehenden Pädiatrie zur unfallchirurgischen Abteilung ist bis September geplant. Im Oktober soll die Sanierung von vier Operationssälen und
die Erstellung von Technikzentralen für die OP's fertig sein. Den Abschluss bildet die Sanierung der Radiologie im bestehenden Hauptgebäude. Während der Umbauzeit, die von November 2004 bis März 2005 dauern wird, muss die Radiologie funktionstüchtig bleiben.
Innovationszentrum Bludenz
Die Vorarlberger Landesregierung unterstützt die zweite Baustufe des Innovationszentrums Bludenz durch Übernahme einer Ausfallshaftung, berichtet Wirtschaftslandesrat Manfred Rein. „Durch diesen Ausbau sollen insbesondere die regionalen Strukturen im Dienstleistungssektor weiter gestärkt werden“, betont Rein. Im Rahmen der zweiten Baustufe ist neben der Ansiedlung von innovativen Dienstleistungsunternehmen auch ein Schwerpunkt „Alpines Naturgefahrenmanagement“ vorgesehen. Dieser soll in Zusammenarbeit mit dem Innsbrucker Kompetenzzentrum „alpS“ umgesetzt werden.
Farbiger Bilderbogen über das Sportland Vorarlberg
Auch im Sport hatte das vergangene Jahr aus Vorarlberger Sicht viel zu bieten. Das kürzlich fertiggestellte Vorarlberger Sportjahrbuch 2003 würdigt wieder in gebührender Weise die Leistungen der Vorarlberger Sportlerinnen und Sportler. „Auf mehr als 100 Seiten kann der Leser erneut alle Höhepunkte eines spannenden Sportjahres Revue passieren lassen“, so Sportlandesrat Stemer. Das Sportjahrbuch dokumentiert alle wichtigen sportlichen Ereignisse des Jahres, das Geschehen auf den verschiedensten Sportstätten sowie in den vielfältigen Sportarten aus Vorarlberger Sicht.
Respektiere deine Grenzen
Mit einer in Österreich einmaligen Initiative „Respektiere deine Grenzen“ will die Vorarlberger Landesregierung die „Wohngemeinschaft Natur“ verstärkt ins Blickfeld rücken und für einen respektvollen Umgang mit Wald und Wild sensibilisieren. Landesrat Schwärzler: „Es geht um die Erhaltung des Schutz- und Bannwaldes sowie um die Sicherheit der Freizeitsportler und Erholungssuchenden.“ Die Kampagne ist ein Appell an Skifahrer, Snowboarder, Wanderer und Biker, den Lebensraum von Tieren und Pflanzen zu respektieren. Dabei stehen nicht Verbote im Vordergrund, vielmehr geht es um das Aufzeigen wichtiger Zusammenhänge und verantwortungsbewusste Nutzung der Natur in Form einer gelebten Partnerschaft.
Kinder- und Schülerbetreuung: mehr Angebote
Der bedarfsgerechte Ausbau der Angebote in der Kinder- und Schülerbetreuung durch das Land und die Gemeinden ist ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Vorarlberg. Die aktuellen Zahlen weisen erfreulicherweise eine neuerliche Steigerung bei den zur Verfügung stehenden Betreuungsplätzen aus, berichtet Landesrätin Greti Schmid. Im Jahr 2000 gab es für 2.921 Kinder einen Platz in Kinder- bzw. Schülerbetreuungseinrichtungen, Spielgruppen oder bei Tagesmüttern. Mittlerweile werden dort 3.640 Kinder betreut. Das ist ein Plus von 25 Prozent.
„...wie jeder anders ist als der Andere“
„Wir müssen so weit kommen, 'behindert sein' nicht als etwas Ungewöhnliches zu sehen, sondern als ein Anderssein – als eine der vielfältigen Erscheinungsformen in unserem Leben, so wie eben jeder von uns anders ist als der Andere.“ Das sagte Landesrat Bischof zum Abschluss des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderungen. „Gemeinsam haben wir neue Wege aufgezeigt und viele Schritte in die richtige Richtung gemacht“, zog Bischof Bilanz. Nun gelte es, den beschrittenen Weg weiterzugehen. „Erst wenn das gemeinsame Leben von Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung zur Selbstverständlichkeit geworden ist, haben wir unser Ziel erreicht.“
Duale Ausbildung
Das Land Vorarlberg will der dualen Ausbildung auch in Zukunft großes Augenmerk schenken, betont LH Sausgruber. Bei den künftigen Maßnahmen kann das Land auf die Unterstützung und Erfahrung von Egon Blum bauen, der von der Bundesregierung kürzlich zum Beauftragten für Jugendbeschäftigung und Lehrlingsausbildung bestellt wurde. Für Blum gilt es insbesondere den Stellenwert der Lehre aufzuwerten, die High- Tech-Ausbildung zu intensivieren, neue Angebote für praktisch begabte Jugendliche mit geringerem schulischem Lernleistungsvermögen zu schaffen und zusätzliche Ausbildungsplätze, etwa in überbetrieblichen Lehrwerkstätten, anzubieten.
Bahn in Vorarlberg: Langfristige Planung
Im Auftrag der ÖBB wurde eine Machbarkeitsstudie für eine Eisenbahnumfahrung von Bregenz, mit einem Pfänder-Eisenbahntunnel alszentralem Element, erstellt. Da die bestehenden Bahnverbindungen noch genug freie Kapazitäten aufweisen, versteht sich die Studie als langfristige Vorsorgeplanung, betonte Verkehrslandesrat Manfred Rein. Der Pfänder-Eisenbahntunnel wurde auch im Generalverkehrsplan erst nach 2020 aufgenommen. Dennoch begrüßen Land und Gemeinden die Studie, weil sie einen Diskussionsprozess einleitet und wichtige Grundlagen bietet. So geht es darum, die nötigen Grundstücksflächen und Trassenkorridore frei halten zu können.
Neue Radwegbrücke beim Zollamt Hohenems
Die gefährliche Radwegquerung der L 46 vor dem Zollamt Hohenems wird durch den Bau einer rund 30 Meter langen Holzbrücke entschärft. Die Aufträge für die erforderlichen Arbeiten wurden auf Antrag von Straßenbaureferent Landesstatthalter Dieter Egger an drei Vorarlberger Unternehmen vergeben. „Ende Mai 2004, also rechtzeitigzur nächsten Radlersaison, soll die Brücke fertig sein“, so Egger. Die für die Bauarbeiten veranschlagten Kosten von rund 420.000 Euro seien „eine sinnvolle Investition in die Sicherheit und damit Attraktivität unseres Radwegenetzes“.
Tourismusfaktor Architektur
Die moderne Architektur Vorarlbergs schafft nicht nur zukunftsorientierte Arbeitsplätze und ist für die heimische Wertschöpfung ein enormer Gewinn, sie ist mittlerweile auch zu einem wichtigen touristischen Faktor geworden. Architekturtouristen sorgen in Vorarlberg für einen jährlichen Umsatz von zwei Millionen Euro. Von der heimischen Holzbaukunst machte sich kürzlich auch das Präsidium des Landtages von Baden-Württemberg ein Bild. Landtagspräsident Manfred Dörler empfing die Delegation unter Führung von Präsident Peter Straub in Hittisau. Architekt Hermann Kaufmann informierte über Tradition und Trends der Vorarlberger Holzbauschule, die weit über die Grenzen des Landes hinaus ein Begriff ist.
Kontakt:
Amt der Landesregierung – Landespressestelle (LageplanFahrplan)
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