vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2004 · Vorarlberg Magazin Nr. 110 / 2004
Engagement. Jugendliche brauchen Treffpunkte. Sie müssen sich austoben können. Feste feiern. Große Sprünge machen. Zeigen, was in ihnen steckt. Dafür sind sie bereit, einiges an Zeit und Anstrengung zu investieren.
Mitreden und Mitgestalten
Es brauchte viel Überzeugungsarbeit und Durchhaltevermögen, aber im Jahr 2000 schafften es die Mitglieder des Skateclubs Dornbirn Engagement. Jugendliche brauchen Treffpunkte. Sie müssen sich austoben können. Feste feiern. Große Sprünge machen. Zeigen, was in ihnen steckt. Dafür sind sie bereit, einiges an Zeit und Anstrengung zu investieren. dann doch: Die Stadt stellte ihnen einen Skaterplatz zur Verfügung, den die Jugendlichen seither selbst betreuen. Einen großen Teil der Platzmiete bringen sie durch Flohmärkte, Konzerte oder Grillparties selbst zusammen.
Neben anderen Bevölkerungsgruppen fragte man in Dornbirn auch die Jugendlichen, wie sie sich das umgebaute Hallenbad wünschen würden. Das jugendliche Team legte sich mächtig ins Zeug und machte einige Vorschläge. Alle werden zwar nicht umgesetzt werden können, aber die Idee mit der langen Rutsche wird auf jeden Fall in die Planung aufgenommen.
Gemeinsam mit dem Bürgermeister und dem Jugendausschuss spazierten einige Schwarzacher Jugendliche durch den Dorfkern und zeigten, wo es ihnen besonders gefällt. An diesen Plätzen gibt es jetzt Parkbänke - bei deren Her- und Aufstellung die Jugendlichen intensiv mitgeholfen haben.
Soviel ist fix: Der Skaterplatz in Höchst soll ausgebaut werden. Die Umsetzung wird zum Teil von den Jugendlichen über eine Sponsor- Aktion selbst finanziert. Außerdem haben sich die jungen Leute viel Zeit für Gespräche mit Politikern und Nachbarn genommen. Damit ganz bestimmt alle zufrieden sind.
Die katholische Jungschar Klaus trifft sich regelmäßig im Pfarrhaus. Damit auch der stark verwilderte Garten genutzt werden kann, wurde beschlossen, ihn ganz neu zu gestalten. Die Jungschar machte kräftig mit: Sie half bei der Rodung, beim Pflanzen und beim Aufstellen von Sitzbänken.
Feste feiern
14 junge Mitglieder der Nenzinger Lehrlingsoffensive HiPos wollten zeigen, dass auch sie etwas zur Dorfgemeinschaft beitragen können. Auf der Kilbi im September 2003 stellten sie ihre eigene Bar auf und machten auch sonst alles selber: Einkauf, Musik, Werbung und Preiskalkulation. Unterm Strich gab es sogar einen kleinen Gewinn.
Das Ranger-/Rovertreffen der österreichischen Pfadfinder fand 2003 in Vorarlberg statt. Für die Programmgestaltung waren die Jugendlichen selbst zuständig. Vom Gras-Schifahren bis zum Flagfootball war alles dabei.
Eine Zirkusveranstaltung der besonderen Art organisierte die Pfadfindergruppe St. Georg: Jeder durfte mitmachen und zeigen, was er kann - insgesamt waren es über hundert Teilnehmer. Eingeladen waren ganz besonders auch Menschen mit Behinderung.
Sich kümmern
An Cihan ist 24 und österreichischer Staatsmeister im Tischfußball. Seit mehreren Monaten engagiert er sich bei der Offenen Jugendarbeit Dornbirn und gibt ehrenamtliche Trainerstunden. Die Mitglieder der Katholischen Jugend Hörbranz verbringen einen Teil ihrer Freizeit mit Schulkindern. Sie organisieren Discos, Faschingsfeiern, Workshops und Bibelwochenenden.
S’Plätzle in Fraxern
Mit dem Wunsch nach einem Treffpunkt hatten die Fraxner Jugendlichen beim Bürgermeister Erfolg: Auf ihrem Plätzle treffen sie sich zum Sport, zum Musikhören oder zum Jassen. Für so viel Eigeninitiative gab es ein persönliches Lob von Landeshauptmann Sausgruber.
Snowboard-Spaß am Bödele
Die Idee stammt von Philipp Wirth (16) aus Dornbirn. Unterstützt von vier Freunden und mit Hilfe von Pistenraupen hat er auf dem Bödele mehrere Schanzen gebaut. Die Snowboard-Generation ist begeistert
Mädchen-Power
Sie fanden, dass es in Bludenz nicht genug Freizeitangebote für Mädchen gibt und wurden selbst aktiv: Jazztanzen, Tauchen, Gartenparties und eine Finnlandwoche sind einige Beispiele aus dem Programm der Mädchengruppe „praying mantis“.
Raum für dich und mich
Seit kurzem gehört das Pfarrhöfli in Zug den Jugendlichen. Die Sache hat allerdings einen Haken. Das Gebäude ist 290 Jahre alt und muss renoviert werden. Einen guten Teil davon erledigen die Jugendlichen selbst. Außerdem haben sie eine Spendenaktion gestartet, damit das Dach neu gedeckt werden kann.
Beachvolleyballplatz
Mit Erfolg setzten sich Feldkircher Jugendliche für die Planung und Umsetzung eines Beachvolleyball-Platzes im Stadtteil Gisingen ein. Sie betreuen den Platz seit drei Jahren selbständig.
Kontakt:
Amt der Landesregierung – Landespressestelle (LageplanFahrplan)
Download:
Aktiv und fit beim Sport und in der Freizeit (301 kB)
Die erforderlichen Programme zum Anzeigen und Abspielen finden Sie hier: Download Programme