Karenz als Chance für den Wiedereinstieg nützen
Mit dem Projekt „Karenz – DIE Chance!“ wird im kommenden Jahr ein weiterer Schritt für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie gesetzt. Im Vordergrund stehen Information und Sensibilisierung. Frauen- und Familien-Landesrätin Greti Schmid: „Die Karenzzeit soll als Chance verstanden werden, sich Gedanken zu machen, welche Wege danach offen stehen, sich über Fortbildungsangebote und über einen beruflichen Wiedereinstieg zu informieren und dann die Möglichkeit zur Gestaltung der eigenen Zukunft zu nützen.“ Zu den Projektpartnern zählen Land, Gemeinden, Sozialpartner, Weiterbildungsein- richtungen, Frauennetzwerk usw.
Enquete im Landhaus: Barrieren abbauen
Bei der gesellschaftlichen Integration von Menschen mit Behinderung gehe es vor allem um die Anerkennung, dass es verschiedene Menschen gibt, sagte Landtagspräsident Manfred Dörler anlässlich einer Behindertenenquete im Landhaus.Ziel müsse es sein, auf physische und psychische Barrieren hinzuweisen und tagtäglich an deren Abbau zu arbeiten. Die Grundlagen moderner Medizin und Humanbiologie machen es zwar möglich, Menschen nach jeder Fasson zu schaffen, genetische Fehler auszumerzen, aber, so Dörler: „Hier müssen wir wachsam sein und die Grundlagen menschlichen Zusammenlebens gegen diskriminierende und selektierende Tendenzen verteidigen.“
Gute Nachbarschaft mit Graubünden
Beim Arbeitsgespräch der Vorarlberger Landesregierung mit der Regierung des Schweizer Kantons Graubünden in Viktorsberg wurde die Tradition freundschaftlicher Kontakte mit Nachbarländern und Kantonen fortgesetzt. Wichtige Themen waren die Maßnahmen zur Verringerung des LKW-Verkehrs sowie der Ausbau der Bahninfrastruktur zwischen Feldkirch und Chur, berichteten Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Regierungspräsident Stefan Engler. Besonders interessiert ist das Land Vorarlberg bei den von Schweizer Seite gesetzten Maßnahmen gegen den ausufernden Güterschwerverkehr.
Landjugend-Siegerteam beim Bundeswettbewerb
Erstmals seit Bestehen der Vorarlberger Jungbauernschaft-Landjugend, also seit 1974, stellt das Ländle heuer das Siegerteam im 4er Cup-Bundeswettbewerb der Landjugend. Agrarlandesrat Erich Schwärzler gratulierte den vier jungen Bundesmeistern im Rahmen der Bauernwelten auf der Dornbirner Messe. Schwärzler zeigte sich „stolz, dass unsere bäuerliche Jugend bei diesem Bewerb so hervorragend abschneiden konnte“. Gefragt waren Teamfähigkeit, Wissen, Kreativität und Geschick. Unter anderem mussten die Teilnehmer einen Werbespot für heimische Lebensmittel kreieren und präsentieren.
Unterstützung für Sportgymnasium
Beim Vorarlberg-Besuch von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer hat Schul- und Sportlandesrat Siegi Stemer die Erweiterungspläne des Sportgymnasiums Dornbirn-Schoren präsentiert. In Anwesenheit der Direktoren Norbert Häfele und Gerhard Stocker sowie Messe-Geschäftsführer Roland Falger hat Gehrer ihre Unterstützung für die Erweiterung am bestehenden Standort signalisiert. „Auch dem Bau einer Dreifachturnhalle im Messegelände steht sie grundsätzlich positiv gegenüber“, so Landesrat Stemer. Bekanntlich werden nach der Errichtung einer neuen Messe-Wirtschaftshalle die derzeitigen Verwaltungsräume frei. Der Aufsichtsrat der Messegesellschaft hat kürzlich grünes Licht dafür gegeben.
Über 8.200 geförderte Solaranlagen
In Vorarlberg sind schon 8.222 Solaranlagen mit einer Gesamt-Kollektorfläche von fast 95.000 Quadratmeter aus Landes-Mitteln gefördert worden. Laut Wohnbau-Landesrat Manfred Rein kommt insbesondere die verbesserte Förderung für die teilsolare Raumheizung bei den Vorarlberger Bauherren gut an. Rein: „Wer die solare Kraft nicht nur für Warmwasser, sondern auch für die Heizung verwendet, bekommt wesentlich mehr Förderungen aus dem Landgeld.“ Mittlerweile wird schon ein Drittel der Solaranlagen von Eigenheimen auch für die Raumheizung eingesetzt.
Trinkwasser: Sichere Versorgung
Die Arbeiten am Vorarlberger Trinkwasservorsorgekonzept in der südlichen Landeshälfte sind im Wesentlichen fertig. Dies berichtete kürzlich Landesstatthalter Dieter Egger im Rahmen einer Pressekonferenz. Egger: „Vorarlberg verfügt insgesamt über reichlich Trinkwasservorkommen von hoher Qualität.“ Es sind aber noch verschiedene lokale bzw. regionale Maßnahmen erforderlich, um die Versorgung auch bei Unfällen, Trockenheit, Naturkatastrophen oder anderen Krisensituationen sicherzustellen. Konkret wird der Aufbau mehrerer regionaler Verbundlösungen empfohlen.
Frühzeitige Vorsorge – bessere Gesundheit
Im Sinne einer erfolgreichen Gesundheitsvorsorge gilt es, die Vorsorgeprogramme neuesten Erkenntnissen anzupassen. Für Landesrat Hans-Peter Bischof zählen dabei weniger Hightech-Methoden als vielmehr das Gespräch mit dem Patienten: „Moderne Vorsorge bedeutet 'talk & touch'. Dieses Programm konzentriert sich auf den Menschen, seine persönlichen Lebensumstände und zielt auf individuelle Beratung, Coaching und Lebensstilmedizin ab.“ Es liege nun an Bund und Sozialversicherungen, die innovativen Impulse aus dem Vorarlberger Konzept der „Vorsorge neu“ zu übernehmen und umzusetzen, so Bischof.