vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2003 · Vorarlberg Magazin Nr. 108 / 2003
Ausstellung Fronfeste.
Ausstellung am Viehmarktplatz.
Vorarlberger Naturschau, Marktstraße.
Fussenegger mit Mitarbeitern.
Schulunterricht im Museum.
Fossilienvitrine.
Diorama.
Letzter Tag Naturschau.
Herbert Sausgruber
Rückblick. Die Vorarlberger Naturschau macht mit dem Umzug ins Rüsch-Areal eine große Veränderung durch: vom klassischen Museum zur modernen Naturerlebniswelt. Und so mancher Stammbesucher schaut mit ein wenig Wehmut zurück in die „alte Naturschau". Doch wenn man ganz genau hinschaut war die Geschichte der Naturschau auch immer eine Geschichte der Veränderungen.
Von Eva Pammer-Salzmann
Begonnen hat alles vor mehr als 80 Jahren, als Siegfried Fussenegger (1894 – 1966) die ersten Sammlungsstücke für sein geplantes Naturkundemuseum zusammentrug. Seine Erlebnisse im Ersten Weltkrieg hatten ihn dazu bewogen, die Natur Vorarlbergs für seine Mitmenschen zu dokumentieren.
Ab 1927 stellte er in der Fronfeste, dem alten Rathaus in Dornbirn, seine geologische und einen Teil seiner botanischen Sammlung aus. Da die Sammlung ständig wuchs, hielt er Ausschau nach größeren Räumlichkeiten. Am 4. Juni 1939 zog die „Schau der Naturgeschichte Vorarlbergs" in die Stierhalle am Viehmarktplatz in Dornbirn. Obwohl die Stierhalle als Übergangslösung gedacht war, blieb die Ausstellung über zwei Jahrzehnte dort.
Das Ziel Siegfried Fusseneggers war es, ein modernes und lebendiges Museum für die Bevölkerung seines Heimatlandes zu gestalten. 1954 einigten sich das Land Vorarlberg und die Stadt Dornbirn über den Kauf des Hauses in der Dornbirner Marktstraße 33 zur Unterbringung des Museums und 1957 wurde die Sammlung SiegfriedFusseneggers gekauft.
„Natur ist Veränderung. Nur die Weiterentwicklung der Naturschau zur inatura kann ihr Überleben langfristig sicherstellen."
Margit Schmid
inatura-Leiterin
Gleichzeitig wurde Fussenegger zum Museumsleiter ernannt. Als die „Vorarlberger Naturschau" am 11. Juni 1960 eröffnet wurde, ging für ihn ein Lebenstraum in Erfüllung.
Naturschutz – neue Aufgaben für das Museum
Als Siegfried Fussenegger 1966 starb, trat Walter Krieg seine Nachfolge an. Er war schon beim Aufbau der Vorarlberger Naturschau in der Marktstraße mit dabei. Unter seiner Leitung konnte in den 70er-Jahren ein Anbau, der zusätzliche Büro- und Ausstellungsflächen brachte, errichtet werden.
Als Pionier in Sachen Naturschutz stärkte Walter Krieg die Bedeutung der Naturschau in diesem Bereich. Unermüdlich war er als Sachverständiger für Natur- und Landschaftsschutz im ganzen Land unterwegs.
Vom Naturmuseum zur Naturerlebniswelt
1993 übernahm Margit Schmid die Museumsleitung. Nach mehr als 30 Jahren Museumsbetrieb war eine Sanierung des Gebäudes und der Schauräume dringend erforderlich. Bald nach ihrem Amtsantritt wurde mit der Planung der „neuen Naturschau" begonnen.
Ursprünglich wurde daran gedacht, das bisherige Gebäude zu adaptieren. Als die Stadt Dornbirn und das Land Vorarlberg 1999 den Beschluss fassten, die „neue Naturschau" gemeinsam mit dem Projektpartner F.M. Hämmerle Holding AG auf dem Areal der ehemaligen Rüsch-Werke zu errichten, eröffnete sich für die Naturschau eine riesige Chance.
inatura – Erlebnis Naturschau Dornbirn
Und wieder einmal bekommt sie mit dem Wechsel des Standortes einen neuen Namen: „inatura – Erlebnis Naturschau Dornbirn".
„Das Ziel ist ein optimaler Einklang zwischen Mensch und Natur."
Herbert Sausgruber
Landeshauptmann
Historie der inatura im Überblick
Kontakt:
Amt der Landesregierung – Landespressestelle (LageplanFahrplan)
Download:
Die Naturschau im Wandel (150 kB)
Die erforderlichen Programme zum Anzeigen und Abspielen finden Sie hier: Download Programme