vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2002 · Vorarlberg Magazin Nr. 106 / 2002
Eine Mitarbeiterin des Krankenpflegevereines und MOHI Rankweil bei der Arbeit.

LR Greti Schmid mit Bürgermeister Jakob Franz Greber beim gemeinsamen Musizieren mit Bewohnern des Versorgungsheims Schwarzenberg.
Pflegenetz. Die Versorgung älterer, pflegebedürftiger Menschen ist seit Jahren ein zentraler Schwerpunkt der Vorarlberger Sozialpolitik. Land, Gemeinden, Vereine und viele engagierte Bürgerinnen und Bürger haben gemeinsam ein dichtes Pflegenetz geschaffen.
Von Maryrose Sutterlüty
Die gesellschaftlichen Veränderungen und die demographische Entwicklung stellen uns vor besondere sozialpolitische Herausforderungen. So wird sich die Alterszusammensetzung der Bevölkerung in Zukunft verändern: Bei allen Schwankungen in den statistischen Prognosen gilt die Grundaussage als sicher, dass der Anteil der über 60-jährigen Menschen heute rund 17 Prozent und im Jahr 2030 rund 35 Prozent betragen wird.
Vorarlberger Pflegenetz mit drei Säulen
Vorarlberg stellt sich diesen Herausforderungen. Die Betreuung pflegebedürftiger Menschen ist seit langem ein Schwerpunkt in der Vorarlberger Sozialpolitik. Landesrätin Greti Schmid: „Dabei können wir auf guten Pflegestrukturen und einem ausgezeichneten Pflegenetz aufbauen“. Dieses vorbildliche Pflegenetz in unserem Land steht auf drei Säulen:
1. pflegende Angehörige,
2. ambulante Dienste,
3. stationäre Einrichtungen.
Aufbauend auf diesen drei Säulen können wir auch in Zukunft verlässliche und nachhaltige Angebote für die pflegebedürftigen Menschen in unserem Lande anbieten.
Vorarlbergs Stärke: Pflegende Angehörige
Die Vorarlberger Stärken sind ein dichtes Netz an ambulanten Diensten und viele pflegende Angehörige. Dadurch werden rund 80 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung betreut. Die Devise von Landesrätin Schmid lautet „ambulant vor stationär“.
Das Land bemüht sich um einen weiteren Ausbau der ambulanten Dienste und um die Unterstützung der pflegenden Angehörigen. Ein Schwerpunkt bildet die Entwicklung neuer Modelle zur ambulanten und teilstationären Betreuung.
Pflegeheime mit hohen Qualitätsstandards
Es gibt allerdings Situationen, in denen die Pflege zu Hause nicht mehr möglich ist. Landesrätin Schmid: „Dafür haben wir im Land Pflegeheime mit hohem Qualitätsstandard und hochqualifiziertem Personal.“ Das neue Heimgesetz trägt wesentlich zur Sicherung der Qualität in der Pflege bei. Es bietet eine rechtlich einwandfreie Basis für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Heimträger. Das Heimgesetz gewährleistet in umfassender Weise die Rechte, Interessen und Bedürfnisse der zu pflegenden Bewohnerinnen und Bewohner in den Heimen.
Dazu gehören unter anderem die Durchführung einer angemessenen Pflege, der Schutz der Privatsphäre, das jederzeitige Besuchsrecht und der Zugang zum Patientenanwalt. Weiters legt das Heimgesetz auch die Pflichten der Heimträger fest.
„Unser soziales Netz zeichnet sich durch das ausgezeichnete Zusammenwirken von Hauptamtlichen und engagierten Ehrenamtlichen aus.“
Greti Schmid
Landesrätin
Download:
Vorarlberger Pflegenetz - Ein Vorzeigemodell (1.4 MB)
Die erforderlichen Programme zum Anzeigen und Abspielen finden Sie hier: Download Programme