vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2002 · Vorarlberg Magazin Nr. 105 / 2002
Illwerke-Wasserspeicher Lünersee: Energielieferant und beliebtes Ausflugsziel in einem.
Landesrat Manfred Rein.
Wichtig für unseren Wintertourismus: Wasser in Form von Schnee.
Wasser bewegt. Mit der industriellen Entwicklung im 19. Jahrhundert – vor allem im Textilbereich – beginnt die Erfolgsgeschichte der Vorarlberger Wirtschaft. Neben der Energieerzeugung haben sich in Vorarlberg seitdem weitere Wirtschaftssektoren entwickelt, die ohne den Wasserreichtum Vorarlbergs international nicht Schritt halten könnten.
Von Gerhard Violand
Ab 1850 wurden die traditionellen Wasserräder, die mechanische Energie erzeugten, nach und nach durch Wasserkraftwerke zur Eigenstromerzeugung verdrängt. Die Textilindustrie war Vorreiter bei der Elektrifizierung Vorarlbergs.
Aus den ersten Anlagen entwickelte sich um 1900 die Energiewirtschaft Vorarlbergs (Vorarlberger Kraftwerke AG und die Vorarlberger Illwerke AG), die heute als Spitzenstromlieferant im europäischen Stromverbund eine bedeutende Rolle einnimmt.
Energiewirtschaft und Tourismusentwicklung
Mit dem Bau der Hochgebirgs-Speicherseen geht die Erschließung der hochalpinen Lagen vor allem im Montafon Hand in Hand. Die Errichtung von Alpenpanorama-Straßen, Wegen, Seilbahnen usw. war die Vorbereitung für die touristische Erschließung der Vorarlberger Alpen – jener Landesteile, die bis dahin auf Grund ihrer abgeschlossenen Lage kaum Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Entwicklung hatten. Diese Infrastrukturen (Straßen, Seilbahnen, Schifffahrt) sind beim Sommertourismus nicht wegzudenken.
Auch der Wintertourismus profitiert von den sicheren Verkehrsverbindungen, von Liften, Aufstiegshilfen, usw. Dem steigenden Qualitätsbedürfnis bei der Pisten-Präparierung wurde durch zahlreiche Beschneiungsanlagen Rechnung getragen. So kommt außer dem Wasser auch die Technologie zur Schneeerzeugung aus Vorarlberg.
Grundwasser als Standortvorteil
Im Rheintal und Walgau gibt es bedeutende Grundwasservorkommen, die von Gewerbe und Industrie genutzt werden. Das Grundwasser weist durchwegs die im Wasserrechtsgesetz geforderte Trinkwasserqualität auf. Vor allem die Lebensmittel- und Getränkeindustrie haben die Möglichkeit neben den guten Infrastrukturen, niedrigen Energiekosten, qualifizierten und motivierten Arbeitskräften diesen Standortvorteil zu nutzen und liefern ihre Spitzenprodukte in die ganze Welt. Die Nutzung des thermischen Energiepotentiales des Grundwassers sowohl zu Heiz- als auch zu Kühlzwecken ist ein weiterer wichtiger Standortvorteil, der auch im Zusammenhang mit den niedrigen Preisen für elektrische Energie aus Wasserkraft zu sehen ist. Mittels Wärmepumpentechnologie made in Vorarlberg ist eine sinnvolle Nutzung der Ressource Wasser auch ohne Verbrauch möglich.
Wasser als Konfliktpotenzial
Die Vorarlberger Landesregierung hat bereits 1974 in vorausschauender Weise zur Sicherung der künftigen Trink- und Nutzwasserversorgung der Bevölkerung in Vorarlberg wichtige Gebiete als Grundwasserschongebiete ausgewiesen.
Durch die begrenzt vorhandenen Flächen zur Ansiedlung von Gewerbe- und Industriebetrieben entsteht ein wachsender Nutzungsdruck auf diese Grundwasserschongebiete, den es im Rahmen der Wasserwirtschaft zu bewältigen gilt.
Unser Wasser – Ihr Erlebnis
Wasser bedeutet Erholung, Genuss, Gesundheit, sportliche Betätigung und kulturelle Möglichkeiten. Für das touristische Marketingprojekt „Wasser“ wurden zahlreiche Angebote realisiert:
Die Angebote sind bei Vorarlberg Tourismus in Bregenz erhältlich.
Energiewirtschaft Vorarlberg
Kontakt:
Wasserwirtschaft – Wasserwirtschaftliche Planung (LageplanFahrplan)
Download:
Wasser als Wirtschaftsfaktor (256 kB)
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