vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2002 · Vorarlberg Magazin Nr. 105 / 2002
Wasserkreislauf. Vorarlberg liegt – salopp gesagt – mitten im „Wasserschloss“ Europas. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge ist bei uns rund drei Mal so hoch als beispielsweise im Burgenland. Fazit: Vorarlberg ist ein wasserreiches Land.
Von Clemens Mathis
Statistisch gesehen zeigt sich der Wasserkreislauf in Vorarlberg folgendermaßen: Von den durchschnittlich rund 1900 Millimetern Niederschlag pro Jahr verdunsten 350 Millimeter. Der überwiegende Anteil fließt dann entweder direkt (980 Millimeter) oder indirekt über das Grundwasser (570 Millimeter) in die Oberflächengewässer ab.
Messstellen zur Beobachtung des Wasserkreislaufes
Der Wasserkreislauf ist verschiedenen Einflüssen unterworfen. Neben den Eingriffen durch die Menschen durch Wasserentnahmen und Wasserüberleitungen für die Nutzung in Wasserkraftwerken können sich auch Änderungen durch einen Klimawandel ergeben.
Um Einflüsse festzustellen und Daten für Planungen in der Wasserwirtschaft zu bekommen, werden die einzelnen Teile des Wasserkreislaufes durch den Hydrographischen Dienst laufend beobachtet. Auch die Zentralanstalt für Metrologie und Geodynamik sowie die Vorarlberger Illwerke und die Vorarlberger Kraftwerke betreiben Messstellen. Es gibt in Vorarlberg 100 Niederschlagsmessstellen, 70 Pegel an Oberflächengewässern und 370 Grundwasserbeobachtungsstellen. Zudem werden sieben ungenutzte Großquellen sowohl hinsichtlich ihrer Schüttung als auch ihrer Qualität beobachtet.
Unterschiedliche Niederschlagsmengen
Die Niederschläge sind nicht gleichmäßig über das Land und über das Jahr verteilt, im Sommer gibt es mehr als im Winter. Während in Bregenz die durchschnittliche Jahresniederschlagshöhe 1644 Millimeter beträgt, sind es am Bödele 2364 Millimeter. Das Montafon hat im Landesvergleich wenig Niederschläge. In Tschagguns beträgt die durchschnittliche Jahresniederschlagshöhe 1238 Millimeter. Der jahreszeitliche Einfluss auf den Wasserkreislauf kann sehr gut am Verlauf des Wasserstandes am Bodensee beobachtet werden. Am Hafen in Bregenz wird seit 1855 der Wasserstand gemessen. Auch die Grundwasserstände zeigen einen Jahresverlauf.
Vergleich mit unseren Nachbarn
Obwohl der Vorarlberger Anteil am Einzugsgebiet des Bodensees nur etwas mehr als 20 Prozent beträgt, liegt der Anteil der aus Vorarlberg stammenden Zuflussmenge in den Bodensee deutlich über 30 Prozent.
Kontakt:
Wasserwirtschaft – Informationswirtschaft und Hydrographie (LageplanFahrplan)
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Vorarlberg ist ein wasserreiches Land (406 kB)
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