vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2002 · Vorarlberg Magazin Nr. 105 / 2002
Qualitätssicherung. Hohe Niederschlagsmengen garantieren Vorarlberg ständig frisches Grund- und Quellwasser. Das daraus stammende Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Daher gelten hier besonders strenge Anforderungen.
Von Wolfram Hanefeld und Walter Wohlgenannt
Sauberes Trinkwasser ist ein wesentliches Element der Daseinsvorsorge. Es kann nicht ersetzt werden. Als Trinkwasser verwendetes Wasser darf auch bei lebenslangem Genuss zu keinerlei gesundheitlicher Schädigung führen. Trinkwasser ist deshalb das am besten überwachte Lebensmittel schlechthin: Gemäß der Trinkwasserverordnung haben die Betreiber von Wasserversorgungsanlagen mindestens einmal jährlich umfangreiche Untersuchungen durchführen zu lassen. Dabei werden neben chemisch-physikalischen Parametern auch mikrobiologische Parameter untersucht. Nur Wasser, das diesen strengen Anforderungen entspricht, darf als Trinkwasser an die Konsumenten abgegeben werden. Daher kann Trinkwasser aus Leitungen öffentlicher Versorgungsanlagen ohne weitere Aufbereitung bedenkenlos getrunken werden.
In ganz Vorarlberg: gute Wasserqualität
Die nutzbaren Grund- und Quellwasservorkommen sind in der Regel frei von Schmutz- und Schadstoffen und weisen eine sehr gute Wasserqualität auf. Insbesondere bei Quellen können jedoch durch ungenügenden Schutz vor Oberflächenwassereintrag oder intensive landwirtschaftliche Nutzungen erhöhte Keimzahlen auftreten. Derzeit sind in über 60 Vorarlberger Gemeinden Aufbereitungsanlagen zur Desinfektion vorhanden. Schutzgebiete können einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität und zur langfristigen Sicherung der Wasservorkommen leisten.
Sparsamer und bewusster Umgang mit Trinkwasser
Der jährliche Wasserverbrauch für Haushalte, Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft beträgt in Vorarlberg rund 57 Millionen Kubikmeter. Das dazu benötigte Trinkwasser entstammt zu 70 Prozent aus dem Grundwasser und zu 30 Prozent aus Quellen. Der durchschnittliche Wasserverbrauch der Haushalte liegt bei rund 140 Liter pro Tag und Einwohner. Der sparsame und bewusste Umgang mit Trinkwasser hat in den letzten Jahren zu einem Rückgang des Wasserverbrauches geführt.
„Das Vorarlberger Trinkwasser unterliegt besonders strengen Anforderungen.“
Hans-Peter Bischof
Landesrat
Wasserversorgung und Wassermanagement
Die Versorgung erfolgt durch 81 Gemeindewasserversorgungen, drei Wasserverbände und rund hundert Genossenschaften. Der Größte ist der Trinkwasserverband Rheintal, der über 100.000 Einwohner versorgt. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche private Einzelwasserversorgungen und Interessentschaften.
Die Illwerke Wassermanagement GesmbH hat ein Wasser- Pilotprojekt mit neun Gemeinden gestartet. Durch gemeinsame Betriebsführungen werden Synergien genutzt und Kosten eingespart.
Land unterstützt Wasserversorgung
Das Land Vorarlberg unterstützt die Baumaßnahmen der Wasserversorgungsunternehmen mit Förderungen in Höhe von 20 bis 25 Prozent der Investitionskosten.
Härtegrad des Trinkwassers
Kontakt:
Wasserwirtschaft – Siedlungswasserbau und Gewässeraufsicht (LageplanFahrplan)
Institut für Umwelt und Lebensmittelsicherheit – Trinkwasser (LageplanFahrplan)
Wasserwirtschaft – Wasserwirtschaftliche Planung (LageplanFahrplan)
Download:
Trinkwasser in Vorarlberg (310 kB)
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