vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2002 · Vorarlberg Magazin Nr. 105 / 2002
Trinkwasserkonzept Pilotprojekt Montafon - Übersicht der Wasserversorgungen Bludenz, Bürs, Lorüns und Stallehr.
Oberhalb von Dornbirn befindet sich in der Parzelle Blick Vorarlbergs größter und modernster Trink.
Der Wasserbehälter Bick ist der Trinkwasserspeicher für Dornbirn.
Wasserwirtschaftliche Planung. Die einwandfreie und gesicherte Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser verlangt eine gezielte und nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen. Die landesweite Sicherung der Trinkwasserversorgung aus Quellen und Grundwasser ist deshalb ein vorrangiges Ziel der Wasserwirtschaft.
Von Wolfram Hanefeld
Auch für ein Land wie Vorarlberg, in dem relativ große Niederschlagsmengen die Wasserversorgung auf den ersten Blick ohnehin als garantiert erscheinen lassen, erlangen Fragen des Umganges mit den Wasserressourcen immer größere Bedeutung. Für die künftige Entwicklung des Landes ist es wichtig, auch über die zukünftige Wasserversorgung im Sinne einer Vorsorge nachzudenken und die langfristige Sicherung der Trinkwasserdargebote zu gewährleisten.
Landesweite Erfassung der Wasservorkommen
Deshalb wurde von der Landesregierung 1996 mit der Ausarbeitung eines Trinkwasservorsorgekonzeptes begonnen. Dabei sollen Fragen der Menge und des Schutzes der Wasservorräte sowie die Möglichkeiten eines kleinräumigen bzw. regionalen Verbundes zur gesicherten Bedarfsdeckung und zur Notversorgung beantwortet werden. Die landesweite Erhebung und Darstellung von rund 200 bedeutenden Quellen und der nutzbaren Grundwasserfelder bildete den ersten Schritt und wurde 1999 abgeschlossen.
Analyse der öffentlichen Wasserversorgungen
In einem weiteren Schritt werden die technischen Teile (Behälter, Pumpwerke, Leitungen, etc.) jeder Gemeindewasserversorgung oder Wassergenossenschaft erhoben und planlich dargestellt.
Eine einwandfreie Wasserversorgung muss auch bei Unfällen, Naturereignissen oder in Krisensituationen gesichert sein, weshalb zumindest ein zweites Versorgungsstandbein und Kenntnisse über das Gefährdungspotenzial des Wasserdargebotes unerlässlich sind. Unter diesem Aspekt werden bestehende Schwachstellen aufgezeigt und Verbesserungsvorschläge in einem Maßnahmenkatalog (mit Kostenschätzung) zusammengefasst.
Pilotprojekt im Montafon abgeschlossen
Für das Montafon und die Gemeinden Bludenz, Bürs und Stallehr wurde ein Pilotprojekt zur vollständigen Umsetzung des Trinkwasservorsorgekonzeptes erarbeitet und 2001 abgeschlossen. Die Bildung von drei regionalen Verbundlösungen wurde vorgeschlagen. Derzeit werden das Klostertal, das Arlberggebiet, Teile des Walgau, das Große Walsertal und das Brandnertal bearbeitet. Den Gemeinden und Wassergenossenschaften können damit ohne eigenen Kostenaufwand eine umfassende Analyse ihrer Wasserversorgungsstrukturen und ein Ausblick auf künftig notwendige Maßnahmen geboten werden. Zur Umsetzung der Maßnahmen stellt das Land Vorarlberg Fördermittel zur Verfügung.
Pilotprojekt Montafon
Kontakt:
Wasserwirtschaft – Siedlungswasserbau und Gewässeraufsicht (LageplanFahrplan)
Download:
Trinkwasser-Vorsorgekonzept (368 kB)
Die erforderlichen Programme zum Anzeigen und Abspielen finden Sie hier: Download Programme