vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2002 · Vorarlberg Magazin Nr. 105 / 2002
Der Hecht - einer von 31 Fischarten in Vorarlberg.
Landesfischereizentrum in Hard: Landesrat Erich Schwärzler zu Besuch.
Fischerei und Gewässerökologie. Die Fischerei hat in Vorarlberg einen hohen Stellenwert. Neben Berufsfischern gehen immer mehr Petri-Jünger dieser erholsamen Freizeitbetätigung nach. Voraussetzung für einen guten und gesunden Fischbestand sind jedoch intakte Gewässer und eine nachhaltige fischereiliche Bewirtschaftung.
Von Benno Wagner
"Gesunde Gewässer – gesunde Fische“ – das ist zwar ein altes Schlagwort, das aber immer noch Gültigkeit hat. Nicht zuletzt aus diesem Grund werden Fische als wichtige Indikatoren für die Beschreibung des Gewässerzustandes verwendet, so etwa in der EU-Wasserrahmenrichtlinie.
Mehrere Gewässer in Vorarlberg haben durch flussbauliche Maßnahmen (Hochwasserschutz) und technische Eingriffe (etwa zur Energiegewinnung) Defizite in fischökologischer Hinsicht erfahren. Allerdings hat in letzter Zeit auch ein Trend zur Revitalisierung der Fließgewässer eingesetzt, der auch den Fischbeständen zu Gute kommt.
Chance für Fließgewässer und Fischbestände
Es gibt bereits eine Reihe von guten Beispielen, wie mit Revitalisierungen durch Verbesserung der Strukturen und der Dynamik die Gewässer wieder naturnaher gestaltet wurden. Dies wirkt sich auf die gesamte Nahrungskette und schließlich auch auf die Fische positiv aus. Derartige Verbesserungen sind in Gewässern sehr rasch sichtbar. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist die Wiederherstellung der Durchwanderbarkeit der Flüsse für Fische auf dem Weg zu den Laichgebieten (zum Beispiel für die bedrohte Seeforelle).
Fischer’s Fritz fischt frische Fische
Den Stellenwert der Fischerei als Freizeitaktivität aus Leidenschaft oder als Hobby spiegeln folgende Zahlen wider: in 136 Fischereirevieren im Binnenland üben rund 16.000 Fischer mit Jahresoder Tageskarten ihre Passion aus. Am Bodensee sind dies auf österreichischer Seite etwa 8.000 Angler und 16 Berufsfischer. Dies ist ein nicht zu unterschätzender wirtschaftlicher Faktor, dem neben dem Wert der Fische auch eine große Umwegrentabilität zukommt. Wichtig sind aber auch die Beiträge der Fischer bei der Beobachtung der Gewässer und bei den Maßnahmen zur Gewässerpflege (See- und Bachputzete).
„Unser neues Fischereizentrum setzt Impulse nicht nur für die Fischerei im Land, sondern in der ganzen Bodenseeregion.“
Erich Schwärzler
Landesrat
Modernes Vorarlberger Fischereirecht
Das neue Fischereirecht setzt auf große Eigenverantwortlichkeit der Fischer und Bewirtschafter der Fischereireviere unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte. Die fischereiliche Bewirtschaftung ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Bei der Ausübung der Fischerei gibt es einschlägige Vorschriften und Schonbestimmungen zum Schutz der Fischarten und -bestände.
Insgesamt wird großer Wert auf eine gute Ausbildung und möglichst breite fachliche Eignung der Fischer gelegt.
Meilenstein Landesfischereizentrum
Das neue Vorarlberger Landesfischereizentrum in Hard ist ein Meilenstein für die Entwicklung der Fischerei im Land und in der ganzen Bodenseeregion. Es erfüllt eine Reihe von Aufgaben:
Kein anderes Bundesland verfügt über eine derartig vielfältige und multifunktionelle Fischereiinfrastruktur.
Fischarten und Krebse in Vorarlberg
Im Bodensee und in den Fließgewässern zählen 31 Fischarten und drei Krebsarten zum heimischen Arteninventar. Am bekanntesten sind die Bachforelle (in Fließgewässern) sowie die Felchen und der Barsch (im Bodensee).
Dazu kommen noch zwölf Fisch- und drei Krebsarten, die durch Besatz aus anderen Gebieten in unsere Gewässer gelangt sind (zB Regenbogenforelle).
Kontakt:
Amt der Landesregierung – Landwirtschaft (LageplanFahrplan)
Download:
Fischerei in Vorarlberg (309 kB)
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