vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2002 · Vorarlberg Magazin Nr. 104 / 2002
Bertram Meusburger, Petra Zudrell, Manfred Hellrigl, Martin Strele, Karla Tschofen, Pamela Köss.
Die FAHR RAD-Kampagne bewegte viele Menschen im Land zum "Umsatteln".
Büro für Zukunftsfragen. Nach zehn Jahren Arbeit im Nachhaltigkeitsbereich rekapituliert ein kurzer Rückblick die bisherige Arbeit des Büros für Zukunftsfragen und gibt Auskunft darüber, in welche Richtung weitere Projekte des Zukunftsbüros gehen werden.
Von Petra Zudrell
Ende 1992 beschloss die Vorarlberger Landesregierung die Einrichtung eines Umweltinformationsdienstes im Umweltinstitut. Damit wurde eine eigene Stelle für die Informations- und Kommunikationsarbeit in Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit geschaffen, um die Vorarlberg von vielen anderen Ländern bis heute beneidet wird.
Stetige Weiterentwicklung zur Nachhaltigkeit
Ging es anfangs vor allem um das Thema "Bodennahes Ozon", rückte nach und nach die vorsorgende Informationsarbeit in den Vordergrund. Internationale Beachtung fand beispielsweise die 1993 ins Leben gerufene FAHR RAD-Kampagne, an der sich 27 Gemeinden und zahlreiche Betriebe beteiligt haben.
Umweltinformationsdienst kooperiert mit Gemeinden
In den Jahren 1996 bis 2000 koordinierte der Umweltinformationsdienst die Klimakampagne, bei der dutzende Institutionen und Gemeinden kooperierten, um gemeinsam Bewusstseinsbildung zum Thema Klimaschutz zu machen. Mit Ausstellungen, der Aktion "Klima-Check", einem autofreien Tag rund um den Bodensee, der Erarbeitung eines Reparatur- und Verleihführers, der Veranstaltungsserie "Zukunft Vorarlberg - Wege zur Lebensqualität" und zahlreichen anderen Aktivitäten stellte der Umweltinformationsdienst gemeinsam mit verschiedensten Partnern ein abwechslungsreiches Programm zusammen. Auch heute noch laufen Kampagnen wie zum Beispiel "Traumhaus Althaus" oder die Aktion "Sonnenschein/Photovoltaik" des Energieinstituts, die aus dieser Kooperation heraus entstanden sind.
Zentraler Ansatzpunkt: Lebensqualität verbessern
Ein weiteres Projekt, mit dem es gelungen ist, für die nachhaltigen Zusammenhänge von Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft zu sensibilisieren, ist das 1997 gestartete Programm "Lebenswert leben". In 22 Vorarlberger Gemeinden setzten sich Bürgerinnen und Bürger in den letzten Jahren intensiv mit dem Thema Nahversorgung auseinander. Dass es dabei nicht nur um den Erhalt von kleinen Geschäften und Betrieben vor Ort, sondern um die Lebensqualität von uns allen geht, ist ein zentraler Ansatzpunkt des Projekts. Seit 1998 wird das Große Walsertal vom Zukunftsbüro und der Umweltabteilung beim Projekt "Biosphärenpark" unterstützt. Jüngste Partnerregion ist das Klostertal.
Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft einbinden
Mit der schrittweisen Erweiterung der behandelten Themen wurde Ende 1999 eine Reorganisation notwendig: Der Umweltinformationsdienst wurde in "Büro für Zukunftsfragen" umbenannt, kam vom Umweltinstitut zur Präsidialabteilung und ist seither direkt dem Landeshauptmann zugeordnet.
Nachhaltigkeit und Zukunftsfragen sind somit "offiziell" zur Chefsache geworden.
Vorarlbergs Zukunft gemeinsam gestalten
Egal ob es um die Sicherung des Wirtschaftsstandortes, der Lebensqualität oder um die Vielfalt und Natürlichkeit des Lebensraumes geht: der Erfolg all dieser Bemühungen hängt eng damit zusammen, wie engagiert und kooperativ die Menschen eines Landes sind.
Deshalb sind die Vorarlberger Bürgerinnen und Bürger nicht nur als "Kunden" der Landesverwaltung zu sehen, sondern werden von den Verantwortlichen zunehmend auch als wichtige Akteure erkannt. Zum Arbeitsgebiet des Büros für Zukunftsfragen gehört es deshalb auch, die Bürger als aktive Partner zu gewinnen und zu fördern sowie freiwilliges und ehrenamtliches Engagement zu unterstützen.
"Nachhaltige Entwicklung ist kein reines Umweltprojekt, sondern umfasst auch Wirtschafts- und Sozialthemen."
Herbert Sausgruber
Landeshauptmann
Kontakt:
Amt der Landesregierung – Büro für Zukunftsfragen (LageplanFahrplan)
Download:
Vom Umweltinformationsdienst zum Büro für Zukunftsfragen (769 kB)
Die erforderlichen Programme zum Anzeigen und Abspielen finden Sie hier: Download Programme