Interessantes aus der Landespolitik; Fakten kurz gefasst.
Föderalismus als Konzept mit Zukunft
Anlässlich des Jubiläums „140 Jahre Vorarlberger Landtag“ setzte sich Landtagspräsident Manfred Dörler mit der demokratischen Geschichte Vorarlbergs auseinander. Vor den versammelten Abgeordneten im Plenarsaal betonte er die Bedeutung eines Leistungsfähigen Föderalismus als Konzept mit Zukunft. Zum Jubiläum eröffnete Dörler auch die von Landesarchiv und Landtag gemeinsam gestaltete Ausstellung „Wegmarken der Vorarlberger Parlamentsgeschichte“.
Kompass für Energiefragen im Lande
Nach zweieinhalbjähriger Arbeit wurde das neue Vorarlberger Energiekonzept von der Landesregierung beschlossen. Es dient in den nächsten zehn Jahren als Leitlinie für die Energiepolitik im Ländle. Landesrat Manfred Rein unterstrich die Verankerung des Energiespargedankens im neuen Konzept. „Je weniger Energie wir verbrauchen, desto unabhängiger sind wir von der Internationalen Preispolitik“, so Rein. Für Landesrat Erich Schwärzler stehen Nachhaltigkeit und umweltorientierte Ziele im Vordergrund. Neben der Effizienzsteigerung und der Verbrauchsreduktion gehört dazu die Forcierung erneuerbarer Energieträger.
Olympia-Perspektiven für sportliche Talente
Um heimischen Nachwuchssportlern neue Perspektiven für eine Olympiateilnahme zu schaffen, wurde ein Vorarlberger Olympia-Fördermodell erarbeitet. Sportlandesrat Siegi Stemer: „Damit sollte es langfristig gelingen, mehr Vorarlberger Athleten zum weltgrößten Sportereignis zu entsenden.“ Zu dem Modell gehören professionelle sportmedizinische Begleitung und Trainingsmethodische Betreuung sowie auch die ständige Beobachtung der Leistungsentwicklung im Vergleich zu den festgelegten Leistungszielen und Trainingsplänen.
6000.[three sixty]-member
Jugendlandesrätin Greti Schmid überreichte kürzlich im „aha“ in Dornbirn die 6000. [three sixty] Karte an die 14-jährige Schülerin Viktoria Hämmerle aus Dornbirn. „Die Karte bietet eine individuelle Jugendförderung. Mit vielen tollen Angebote von über 300 Partnern in Vorarlberg findet jeder Jugendliche etwas Passendes“, ermunterte Schmid bei der Übergabe, die Karte vielfältig zu nutzen. Bereits an die 20 Prozent der Vorarlberger Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 20 Jahren sind stolze Inhaberinnen und Inhaber der [three sixty].
Trinkwasserversorgung gewährleistet
„Wir haben sowohl quantitativ als auch qualitativ genug Wasser im Montafon.“ So resümierte Landesstatthalter Hubert Gorbach die Ergebnisse einer Untersuchung, die als Pilotprojekt im Rahmen des Vorarlberger Trinkwasservorsorgekonzeptes durchgeführt wurde. Laut Landeshauptmann Herbert Sausgruber hat Vorarlberg als wasserreiches Land „eine besondere Verantwortung zum Schutz und zur Bewirtschaftung der Wasserressourcen“. Deshalb werden die Trinkwasservorkommen im Lande umfassend dokumentiert, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage für künftige Planungen zu erhalten.
Beste Betriebsversicherung
Seit 25 Jahren gibt es den Landwirtschaftlichen Betriebshelferdienst, der den Bauern als tatkräftiger Helfer in Notfällen zur Seite steht und sich damit, so Agrarlandesrat Erich Schwärzler, als „wichtige Stütze der bäuerlichen Landwirtschaft in Vorarlberg“ etabliert hat. Der Betriebshelferdienst hilft nach Unglücks- bzw. Notfällen oder bei Arbeitsüberlastungen. Er vermittelt Betriebshelfer und landwirtschaftliche Zivildiener, damit die betroffenen Bauernhöfe weitergeführt werden können.
Qualifizierte Psychotherapeuten
Kürzlich konnten 32 Absolventinnen und Absolventen des 3. Lehrganges „Psychotherapeutisches Propädeutikum“ in Schloss Hofen ihre Abschlusszeugnisse entgegennehmen. Wie Landesrat Hans-Peter Bischof bei der Übergabe der Urkunden betonte, stellen die qualifizierten Psychotherapeuten ein wichtiges Glied in der Versorgungskette dar, denn Heilung - vor allem seelische Heilung - geschehe vielfach in der stillen, aber verlässlichen Betreuung. Im Land Vorarlberg werden seit über 25 Jahren psychotherapeutische Dienstleistungen in beträchtlichem Maße mitfinanziert.