Die Wildfütterung ist nach Art und Menge so zu beschränken, dass das Wild gesund bleibt und Schäden durch das Wild vermieden werden. Sie hat die vorhandene natürliche Äsung so zu ergänzen, dass das Nahrungsangebot insgesamt jenem möglichst nahe kommt, welches ein unversehrter natürlicher Lebensraum dem Wild bietet. Als Grundregel gilt: Sobald Schalenwild vermehrt gefüttert wird, muss auch entsprechend mehr Wild abgeschossen werden, da sonst der Wildbestand meist rasch bis über das ökologisch tragbare Maß anwächst. Winterfütterung des Schalenwildes ist nur dann ökologisch vertretbar, wenn der primäre Zweck der teilweise Ersatz für den vom Menschen beanspruchten bzw. zerstörten Winterlebensraum des Wildes sowie die Vermeidung von Wildschäden sind. Wenn es lediglich um die Anhebung des Wildbestandes oder um die Verbesserung der Trophäenqualität geht, ist Wildfütterung abzulehnen.