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Landwirtschaft - Jagd

Konsequente Vorgehensweise und Zusammenarbeit sichern Erfolg

Mitte November hat in Dalaas der 13. Jagdliche Dialog stattgefunden. Der Dialog ist im § 67a des Vorarlberger Jagdgesetzes verankert und hat zur Beratung über grundsätzliche Fragen der Ausübung der Jagd stattzufinden. Zu diesem Zwecke ist der für die Jagd zuständige Regierungsreferent der Landesregierung beauftragt, mindestens einmal Mal im Jahr die Vertreter der Vorarlberger Jägerschaft, der Landwirtschaftskammer, des Waldvereins, des Naturschutzrates, der WLV sowie die Vertreter der Forstbehörden zu einer Besprechung einzuladen. Um den Dialogteilnehmern einen tiefen Einblick in die Praxis von Jagd und Forst zu gewähren, ist man bemüht, die Veranstaltung mit der Besichtigung eines praktischen Beispiels in der freien Natur zu verknüpfen. In diesem Jahr wurde die Gemeinde Dalaas im Klostertal als Dialogort ausgewählt und das Schutzwaldsanierungsprojekt Dalaas Schattseite bzw. Winkelwald erwies sich als besonders eindrucksvolles Exkursionsgebiet. Die Exkursionsleiter Gemeindeförster Martin Bertsch und Bezirksjägermeister Manfred Vonbank als revierzuständiges Jagdschutzorgan sowie der von der Wildbach- und Lawinenverbauung verantwortliche Förster Hermann Lederle erläuterten die Ausgangslage vor 20 Jahren, die vorherrschenden Probleme sowie die seither umgesetzten forstlichen und jagdlichen Maßnahmen. Die Dialogmitglieder waren von einer positiven Entwicklung der Waldverjüngung einschließlich der Weisstanne sehr beeindruckt. Andererseits konnte anhand dieses Beispiels deutlich gemacht werden, dass im Schutzwald trotz aller forstlichen und jagdlichen Anstrengungen ein Zeitraum von weit mehr als 20 Jahren notwendig ist, um eine gesicherte Waldverjüngung zu erreichen. Die zufriedenstellende Situation im Schutzwaldprojekt Dalaas Schattseite ist jedoch ausschließlich auf die bewusst betriebene und enge Zusammenarbeit sowie gegenseitige Unterstützung der revierzuständigen Förster und Jäger sowie die konsequente Umsetzung ihrer Aufgaben zurückzuführen. So wurden in den vergangenen 20 Jahren in diesem 200 ha großen Freihaltegebiet ca. 45 Stück Schalenwild, davon überwiegend Reh- und Gamswild pro Jahr erlegt. Auch wenn die Eingriffe gerade beim Gamswild oft sehr schmerzen, führt an dieser Maßnahme leider kein Weg vorbei, so die engagierten Schutzwaldbetreuer Vonbank und Bertsch. Der jagdliche Zeitaufwand dafür ist enorm. Insgesamt sind fünf Jäger in diesem Gebiet mit einer jährlichen Bejagungsaufwand von ca. 1.000 Stunden im Einsatz. Die Kosten dafür trägt ausschließlich der Jagdpächter. Für Aufhorchen bei den Dialogteilnehmern sorgten die Ausführungen der Exkursionsleiter über die Vergabemodalität der Gemeinde Dalaas bei der Verpachtung ihrer sechs Jagdreviere. Nach dem Motto: „Wer den Genuss hat soll auch in die Pflicht genommen werden“ wurden alle Jagdreviere, d.h. sowohl die „Genussjagden“ in den Hochlagen als auch die „Anforderungsjagden“ in der Waldregion mit einem einheitlichen Durchschnittspachtpreis an ein und denselben Pächter vergeben. Dieser bedienstet dafür zwei hauptberufliche Jäger und eine Reihe von nebenberuflichen Jagdschutzorganen sowie weitere im Tal ansässige Jagdgehilfen, wodurch die jagdliche Betreuung der Schutzwaldgebiete sichergestellt ist. Durch den Verzicht auf eine  Pachtpreismaximierung konnte eine nachhaltig gesicherte Jagdnutzung und Jagdausübung in den Revieren der Gemeinde Dalaas erreicht werden.

Das Fallbeispiel Dalaas zeigt, welch durchschlagende Erfolge in der Wald-Wildbewirtschaftung erreicht werden können, wenn der Jagdverfügungsberechtigte eine entsprechend hohe Verantwortung bei der Ausübung des Jagdrechtes walten lässt und der Jagdnutzungsberechtigte sowie die Jagdschutzorgane und Jagdgehilfen Handschlagqualität bei ihrer Aufgabenerfüllung beweisen. Andererseits wurde hier aber auch sehr deutlich, dass die gesetzen Maßnahmen v.a. dann von Erfolg gekrönt sind, wenn Grundeigentümer, Förster und Jäger gemeinsam am selben Strang und in dieselbe Richtung ziehen.

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