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Sexueller Missbrauch - Kinder sollen sicher sein

Vorbeugen, erkennen, richtig handeln. Sport soll Spaß machen, Ausgleich zum Alltag sein, Probleme, Sorgen und Stress vergessen lassen.Und dabei soll man sich mit Problemen wie sexueller Missbrauch auseinandersetzen? Die Antwort lautet ja!
Eltern und Bezugspersonen von Kindern, die sich über sexuellen Missbrauch informieren, machen einen wichtigen Schritt zur Vorbeugung.
 
Unwissen macht Angst
 

Meistens wird sexueller Missbrauch durch Personen aus dem sozialen Nahraum des Kindes (Verwandte, Jugendleiter, Bekannte) verursacht. Die Opfer werden unter Druck gesetzt. Die Täter versuchen es mit Zuneigung, Freundschaft, tun viel für ihre Opfer, machen große Geschenke und kümmern sich um sie.

Betroffene Kinder und Jugendliche stecken in einem tiefen Dilemma. Sie glauben mit niemandem darüber sprechen zu dürfen, schämen sich für das, was ihnen angetan wird, und fast immer glauben sie, sie seien selber schuld. Was natürlich nicht stimmt.

Es ist sexueller Missbrauch, wenn jemand die eigene sexuelle Erregung oder Befriedigung bewusst und absichtlich sucht, ohne dass das Gegenüber freiwillig zustimmen kann, das Macht- und Abhängigkeitsverhältnis wird ausgenützt. Kinder und Jugendliche in Missbrauchssituationen sind auf die Hilfe von Erwachsenen angewiesen, sie haben oft Angst, sich zu äußern.
 
Anhaltspunkte

  • unerklärlicher Rückzug aus einem Verein oder plötzliche Abwendung von einer Bezugsperson
  • plötzliche und unerklärliche körperliche Beschwerden
  • verändertes Verhalten gegenüber Vertrauenspersonen
  • veränderte Beziehung zum eigenen Körper (Waschzwang oder mangelnde Hygiene)
  • Ess - oder Schlafstörungen
  • extremer Leistungsabfall oder Leistungssteigerung
  • wenn plötzlich bestimmte Personen, Orte oder Situationen gemieden werden
  • starke "Vernarrtheit" einer Betreuungsperson auf ein Kind

 
Was tun?

Hinschauen
Die Betroffenen suchen Hilfe, senden Signale aus. Verschlüsselte Botschaften von Kindern zu erkennen ist nicht einfach. Kinder und Jugendliche, die sich äußern, sind unbedingt ernst zu nehmen. Nicht mit den Beschuldigten sprechen.

Holen Sie Hilfe für das Kind
Um einem Kind in einer solchen Situation wirkungsvoll zu helfen, ist Rat und Unterstützung von Fachdiensten unumgänglich.

Holen Sie Hilfe für sich
Sie sind unsicher bei der Beurteilung von Signalen oder was ihr eigenes Verhalten gegenüber Kindern und Jugendlichen anbelangt? Nützen Sie die Möglichkeit – auch anonym – eines Gesprächs oder eines E-Mail-Kontakts:
 

Kinder- und Jugendanwalt
vertraulich – kostenlos – auch anonym möglich
• T +43(0)05522/84900
• E kija@vorarlberg.at

  H www.kija.at

 

Institut für Sozialdienste
• T +43(0)5574/42890-0
• H http://www.ifs.at

  E ifs.bregenz@ifs.at

 

POLIZEI - Kriminalprävention
• T +43(0)59133-803333
• H www.gendarmerie.gv.at
 

Broschüre gratis erhältlich:
Amt der Vorarlberger Landesregierung

Sportreferat - Sonja Spieler

Römerstraße 15
A-6901 Bregenz
• T +43(0)5574/511-24305
• E sport@vorarlberg.at

Folder: Kinder sollen sicher sein

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