Das Vorarlberger Drogenkonzept aus dem Jahre 1991 hatte sich zehn Jahre ausgezeichnet bewährt. Mit seinen Grundsätzen Prävention, medizinischer und sozialer Betreuung sowie "Helfen statt Strafen" hat es Vieles dazu beigetragen, ein Ausufern des Drogenproblems in unserem Land zu verhindern. Im Sinne einer Kernaufgabe wurde ein flächendeckendes "Netz der Vorarlberger Drogenhilfe" aufgebaut, das qualifizierte Hilfe und Beratung für Jeden sicher stellt, der vom Drogenproblem betroffen ist. Dieses Netzwerk funktioniert hervorragend und leistet vielen Menschen wertvolle Hilfe.
Aber neue Entwicklungen und Konsummuster haben es notwendig gemacht, das Vorarlberger Drogenkonzept auf diese Herausforderungen hin zu adaptieren und den geänderten Rahmenbedingungen anzupassen. Eine immer schnelllebigere Gesellschaft erfordert, dass auch das Netz der Vorarlberger Drogenhilfe in Zukunft in der Lage sein muss, rasch und flexibel auf geänderte Trends einzugehen bzw im Vorfeld aktiv zu agieren.
Unter der Leitung von Primar Dr Reinhard Haller, Leiter des Instituts für Suchtforschung der Universität Innsbruck am Krankenhaus Maria Ebene, wurde deshalb die konsequente Weiterentwicklung zum "Vorarlberger Drogenkonzept 2002" erarbeitet. Dabei wurde den neuesten Entwicklungen in der Drogenszene, wie dem Trend zu Aufputschmitteln und sich ändernden Konsummotiven ebenso Rechnung getragen wie neuen Erfordernissen in Prävention, Therapie und Rehabilitation. Es bereichert die bewährten Grundzüge durch flexible Elemente, die es erlauben, auf neue Entwicklungen rasch und unbürokratisch reagieren zu können.
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