vorarlberg.at · Landesgeschichte · Ausstellungen des Vorarlberger Landesarchivs · 96 Gemeindewappen
Mit Jahresende 1965 führten 54 der inzwischen 96 Gemeinden ein Wappen. Das neue Gemeindegesetz verpflichtete die Landesregierung, den 42 bisher „wappenresistenten“ Gemeinden binnen fünf Jahren ebenfalls ein Wappen zu verleihen – ob sie wollen oder nicht. Eine beispiellose Gesetzgebung.
Bis Ende 1970 gelang es der Landesregierung tatsächlich, alle Gemeinden zu „beglücken“. 1985 wurde die erleihungsverpflichtung im Gemeindegesetz auf ein Recht zur Wappenführung geändert. Die Wappenfindung war nicht immer einfach. So kämpften die Alberschwender Jahrzehnte um die Wäldertanne; es wurde eine Linde. Letztlich erzielte die Landesregierung mit allen Gemeinden eine mehr oder weniger glückliche Lösung.
Jede Gemeinde hat auch das Recht, eine offizielle Fahne (Flagge) zu führen. Deren Aussehen legt die Gemeindevertretung
mit Verordnung fest.
Exponate: Wappendiplome für die Marktgemeinde Rankweil (Gleichstücke) 9.1.1928, 25.7.1978; Siegel 1785
Spätestens um 1785 führte der „K. K. V. Ö. MARK-FLECKEN RANKWEIL" den Liebfrauenberg im Siegel, überhöht von der Gnadenmutter. Bei der offiziellen Wappenverleihung 1928 wurde der Liebfrauenberg als Mittelschild übernommen, der auf einem Hauptschild mit dem wundertätigen Kreuz ruhte. 1978 reduzierte die Landesregierung das Gemeindewappen wieder auf den Liebfrauenberg. Das war bisher die einzige offizielle Änderung eines Vorarlberger Gemeindewappens.
Vorarlberger Landesarchiv: Gemeindewappenregistratur, Rankweil; Vorarlberger Landesarchiv: Gemeindearchiv Rankweil Nr. 2e.