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Frauen und Gleichstellung

Weil ich ein Mädchen bin

Girls’ Day – Weil ich ein Mädchen bin!

Die meisten Mädchen verfügen über ein stark ausgeprägtes Selbstbewusstsein – allerdings nur bis sie ungefähr elf Jahre alt sind! Ein internationaler Aktionstag soll helfen, diesen Schwung beizubehalten. Der "Girls’ Day" will Mädchen Mut machen, sich im Hinblick auf ihre Berufsauswahl weite Ziele zu stecken, neue Berufe zu erlernen und ihre Chancen am Arbeitsmarkt besser zu nützen.
 
Die Idee des "Girls’ Day" stammt aus den Vereinigten Staaten. Seit 1993 nehmen dort Erwachsene unter dem Motto "Take Our Daughters To Work" ihre halbwüchsigen Töchter, Nichten, Nachbarinnen, Patenkinder einmal jährlich einen ganzen Tag lang mit an den Arbeitsplatz. Im Vorjahr beteiligten sich daran 56 Millionen ArbeitnehmerInnen und –geberInnen und rund 19 Millionen Mädchen.
Auch in Europa entscheiden sich die meisten Mädchen noch immer für traditionelle Frauenberufe. Verkäuferin, Sekretärin oder Friseurin stehen auf der Wunschliste nach wie vor ganz oben. Um dem entgegenzuwirken wurde  2001 der Aktionstag erstmals in Deutschland bundesweit durchgeführt. "Denn Mädchen sind die Top-Personalressourcen, die es zu erschließen gilt", so die Initiatorinnen. "Zu sehen, welche Möglichkeiten ein Elternteil bzw eine Mentorin oder ein Mentor in der Arbeitswelt haben, schafft für eine ganze Generation neue Perspektiven. Dieser Aktionstag ist ein wichtiger Teil, um den Mädchen zu zeigen, welche Chancen sie selbst haben und wie sie sich in der Arbeitswelt im 21. Jahrhundert zurecht finden können."
 
Töchter nützen Chance
Ebenfalls bereits im vergangenen Jahr nahm sich auch das Frauenressort des Landes Oberösterreich der Aktion an und organisierte den "Töchter nützen Chancen"-Tag als Pilotprojekt mit ausgewählten Schulen in vier Bezirken. 93% der Mädchen, die daran teilgenommen haben, waren so begeistert, dass sie es ihrer besten Freundin empfehlen würden. Manche Mädchen begleiteten Ärzte des Landeskrankenhauses Steyr in den Abteilungen für Urologie, Chirurgie, Neurologie, Dermatologie, Augen, andere interessierten sich für die Arbeit der Kriminalpolizei oder am Flughafen in der Radarkontrolle. Mädchen erlebten Chipprogrammierungen und beteiligten sich am Nachmittag selbst an der Arbeit. Sie erlebten unterschiedlichste Berufe in der Energiebranche, waren dabei beim Bau technischer und medizinischer Geräte sowie in der Metallbranche. Während einige Mädchen schon relativ genau wussten, was sie einmal werden wollten, ihren Traumberuf scheinbar schon gefunden hatten, nützten andere "Töchter" einfach einmal einen Tag lang ihre Chancen und übten sich als Webdesignerin, Tischlerin, Fotografin, Redakteurin, Marketingleiterin oder Architektin.
Für die Mädchen in Oberösterreich war es ein ganz besonderes Erlebnis, am Aktionstag selbst tätig zu werden und "Dinge zu machen, die gebraucht werden". Als weiteres positives Feed-back gaben sie an, wie gut ihnen die Wertschätzung ihrer Mentorin, ihres Mentors getan habe, der jedem Mädchen ja den ganzen Tag über zur Seite stand.
 
Das Beispiel macht Schule
Vorarlberg und Tirol werden heuer rund um den internationalen "Girls’ Day" – jeweils dem letzten Donnerstag im April – darüber informieren und erst später im Bundesland eigene Aktionen dazu initiieren. Oberösterreich hingegen setzt am 25. April konkrete Schritte, "um die Signalwirkung zu verstärken", wie Frauenlandesrätin Ursula Haubner erklärt. Aufbauend auf den guten Erfahrungen des Pilotprojekts haben bereits vor dem offiziellen Anmeldeschluss über tausend Schülerinnen der 4. Klassen Hauptschule und der 7. Klassen AHS ihr Interesse an der Teilnahme angemeldet. Weit über hundert Unternehmen in ganz Oberösterreich werden Mädchen für den "Girls’ Day" aufnehmen.
 
In Salzburg geben die Frauenbüros von Stadt und Land gemeinsam den Impuls zu einem hautnahen Blick auf die Berufswelt. Die Aktion wird unterstützt von der Salzburger Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung, dem Landesschulrat sowie dem Landesjugendreferat und Akzente, make it – Büro für Mädchenförderung. Hier wurden für den 25. April ausgewählte Industrie- und Gewerbebetriebe – je drei aus der Stadt sowie den Umlandgemeinden – eingeladen, darunter die Salzburger Flughafen AG, das Transportunternehmen Lagermax, die Halleiner Maschinenfirma emco oder das Dentalwerk Bürmoos. Auch Abteilungen der Salzburger Landesregierung und des Magistrats gehen mit gutem Beispiel voran und motivieren ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an diesem Tag Mädchen aus dem Familien- oder Bekanntenkreis mit in die Arbeit zu bringen. Die beiden für Frauenfragen zuständigen Politiker aus Stadt und Land – Bürgermeister Heinz Schaden und LH-Stvin Gabi Burgstaller übernehmen ebenfalls Patenschaften: auf Pressekonferenz und Firmenbesuchen lernen Mädchen das "frauenuntypische" Metier der Politik aus nächster Nähe kennen, gibt es doch im ganzen Bundesland Salzburg bis dato noch immer keine einzige Bürgermeisterin ...
 
Doris Schulz, Caroline Kleibel
 
Berufswahlverhalten der Mädchen in Österreich 
36% der befragten Frauen gaben an, sich im Alter von 14 Jahren in der Schule über weitere Ausbildungswege informiert zu haben.
37% der Frauen zwischen 19 und 26 haben sich an Berufs- beratungszentren gewandt.
Bei rund 9% waren die Freundinnen Informantinnen für die Berufswahl.
 
Links 
www.girls-day.de – Aktionstag in der Bundesrepublik Deutschland
www.mit-mut.de – Aktionstag der Stadt Hamburg
www.chancengleichheit.at/tnc– Infos zu Oberösterreich
und den gesamten deutschsprachigen Raum über Mädchenarbeit.
 
"Die Jugend soll ihre eigenen Wege gehen, aber ein paar Wegweiser können nicht schaden." 
Pearl S. Buck (1892–1973), amerikanische Erfolgsautorin, 1938 Nobelpreis für Literatur 

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