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Frauen und Gleichstellung

Interview

Mit 17 hat Frau noch Träume... Oona Horx-Strathern, Print- und TV-Journalistin aus London, ist Mitarbeiterin des Zukunftsinstituts. Sie ist verheiratet mit Trendforscher Matthias Horx, hat zwei Kinder und lebt in Wien.

Völlige Konzentration auf den Beruf oder völlige Konzentration auf Zuhause – sind das die beiden Extreme, zwischen denen Mädchen wählen müssen? "Nein", meint Oona Horx-Strathern im IF-Gespräch und skizziert die Bandbreite der Rollenmuster, wobei uns Altes in neuem Gewand begegnet
 
Horx-Strathern: Nach unseren Untersuchungen können wir gegenwärtig grob unterscheiden in drei Arten weiblicher Lebensgestaltung: die klassischen Hausfrauen, die sich ganz auf das Heim konzentrieren, für die Kinder und Familie Vorrang haben und die lieber nicht arbeiten gehen – 20%. Die Power-Frauen, die der Arbeit absoluten Vorrang einräumen – ebenfalls 20%. Und schließlich die anpassungsfähigen Frauen, die Berufs- und Familienleben irgendwie verbinden – 60%. Natürlich sind alle diese Gruppen nicht statisch und lassen sich weiter ausdifferenzieren.
 
IF: Standen bislang fast ausschließlich die verschiedenen Facetten der Erwerbsarbeit im Mittelpunkt des Forschungsinteresses, so fällt auf, dass Sie plötzlich auch innerhalb der Gruppe der "Hausfrauen" differenzieren und von sich verändernden Mustern sprechen ...
Horx-Strathern: Der Begriff "Domestic Godness" stammt aus einem Buch der britischen Journalistin und Mutter zweier Kinder Nigella Lawson und beruht auf einem weit verbreiteten Jungmädchentraum: ein flexibler, erfüllender, kreativer und gut bezahlter Teilzeitjob, ein oder zwei Kinder, ein Mann, der sich für die Familie wirklich Zeit nimmt, eine schöne Wohnung und eine gut ausgestattete Küche ... Dass es sie heute tatsächlich gibt, diese "häuslichen Göttinnen", spiegelt tief greifende gesellschaftliche Veränderungen wider. Ein solches Rollenmuster kann nur in einer individualistischen Gesellschaft entstehen, in der es sowohl das Bildungsangebot als auch die volkswirtschaftlichen Voraussetzungen dafür gibt. Auch die "neue Hausfrau" oder die "Haushaltsmanagerin" implizieren eine Neudefinition tradierter Vorstellungen. Die dem Rollenmuster der "Haushaltsmanagerin" entsprechende Frau geht zwar auch arbeiten, sieht aber ebenso die Führung des Haushalts als einen Job an. Dadurch gelingt es ihr, ein hohes Ausmaß an Ausgeglichenheit zwischen Berufs- und Familienleben zu erzielen. Hätten diese Frauen keine Angehörigen, man würde sie ebenso als "Power-Frauen" bezeichnen.
 
IF: Ist damit – noch bevor sie begonnen hat – die Ära der Hausmänner bzw auch nur von Halbe/Halbe schon wieder beendet? Oder ist die Betonung der neuen Häuslichkeit im Grunde nur eine besonders listige Strategie zu einer neuen Aufgabenverteilung?
Horx-Strathern: Während junge Frauen ihre Rolle am Arbeitsplatz und zu Hause neu definieren, tun sich Männer noch schwer, eine neue Rolle für sich zu finden. Männer sollten durch Rollenmuster wie "häusliche Göttin", "neue Hausfrau" oder "Haushaltsmanagerin" aber auf keinen Fall auf den Gedanken verfallen, dass alles wieder so werden könnte wie zu Urgroßvaters Zeiten. Untersuchungen in Großbritannien haben ergeben, dass inzwischen bereits bei 36% aller Familien, in denen beide Partner berufstätig sind, sich vor allem die Väter um Kinder und Haushalt kümmern ...
 
Oona Horx-Strathern ist die Autorin der Studie "War for Talents – Die neue Arbeitswelt und der Krieg um die Talente. Die wichtigsten Trends für die Personalpolitik der Zukunft", die das Zukunftsinstitut im Mai 2001 veröffentlicht hat. Das Zukunftsinstitut von Matthias Horx ist ein Think-Tank für strategische Zukunftsberatung (www.zukunftsinstitut.de) mit Sitz in Kelkheim bei Frankfurt und Wien. Es beschäftigt sich mit prognostischen Systemen und der Auswertung der weltweiten Ergebnisse der seriösen Trend- und Zukunftsforschung und gibt monatlich einen Zukunftsletter heraus.
 
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