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Frauen und Gleichstellung

Wettbewerb

"Frauen- und familienfreundlichste Betriebe Vorarlbergs 2001" im Rahmen der österreichweiten Initiative "Taten statt Worte".

Diese Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, die Situation von Frauen in der Arbeitswelt zu verbessern. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Familien haben zwangsläufig eine Vereinbarungsproblematik zwischen Beruf und Familie. Gerade eine aktive betriebliche Personalpolitik kann die Vereinbarungsproblematik wesentlich entschärfen und die Gleichstellung der Geschlechter erheblich vorantreiben.
 
Die Vorarlberger Landesregierung setzt mit dem Wettbewerb "Frauen- und familienfreundlichste Betriebe Vorarlbergs" bereits zum dritten Mal Anreize, Unternehmen die eigeninitiativ frauen- und familienfreundliche Maßnahmen ergreifen, durch eine landesweite Auszeichnung zu unterstützen.
 
Dadurch wird ihr Engagement zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zur Förderung der Chancengleichheit auch öffentlichkeitswirksam anerkannt.
Am 22. Februar 2002 wurden im Landhaus Bregenz die Leistungen aller 25 teilnehmenden Betriebe anerkannt, davon konnten drei Siegerbetriebe feierlich prämiert werden.
 
In der Kategorie "Wirtschaftsunternehmen bis 100 MitarbeiterInnen" überzeugt das Unternehmen Heron Robotunits GmbH aus Lustenau die Jury am meisten. In diesem Unternehmen, das im Metallgewerbe und der Automatisierungstechnik tätig ist, sind trotz eines geringen Frauenanteiles von 18% mehrere Frauen in Führungs- und Leitungspositionen. Flexible Teilzeitmodelle ermöglichen eine individuelle Arbeitszeitgestaltung. Das Unternehmen hat schon seit einigen Jahren eine betriebseigene Kinderbetreuungsstätte, in der die Kinder von MitarbeiterInnen 30 Stunden/Woche betreut werden. Freie Betreuungsplätze werden an Kinder aus der Gemeinde vergeben. Erwähnenswert sind auch die familienfreundlichen Maßnahmen. Die Familien der MitarbeiterInnen werden wenn immer möglich eingeladen, sei es zu Betriebsfeiern, zu innerbetrieblichen Aus- und Weiterbildungsseminaren, bei Bedarf selbst bei Bewerbungsgesprächen. Weihnachtsgutscheine werden so ausgewählt, dass sie für die Familie gemeinsam einlösbar sind (zB Pizzeria-, Kinogutscheine). Heuer ist ein Tag der offenen Tür nur für Familienangehörige geplant.
 
Die Firma Suchard – Schokolade Ges.m.b.H in Bludenz ist die Gewinnerin in der Kategorie "Wirtschaftunternehmen über 100 MitarbeiterInnen". In diesem Betrieb gibt es seit längerem das Projekt "Fit & Aktiv". Sukzessive werden von den Projektverantwortlichen Maßnahmen zur Steigerung der Arbeits- und Lebensqualität umgesetzt. Beispielsweise gibt es einen Service-Katalog "Familie & Beruf", in dem zB über Familien-, Gemeindeförderungen, Schülerhorte, Spielgruppen, Babysitterdienste, Hilfen für Haushalt und Garten, informiert wird. Das Kantineessen kann mit nach Hause genommen werden, ein Familien-Erlebnistag für MitarbeiterInnen wurde organisiert und ist für heuer schon wieder in Planung. Im Projektbereich "Flexible Arbeitszeitmodelle" werden neue Arbeitszeitmodelle wie flexible Teilzeit mit einem Jahresarbeitszeitkonto, Schichtmodelle, Homeworking als Pilotversuche erprobt. Das vom Mutterkonzern erarbeitete Konzept "Diversity bei Kraft Foods" dient als Impulsgeber und Richtlinie zur Umsetzung von Maßnahmen der besseren Vereinbarkeit und Chancengleichheit. Erwähnenswert ist die aktive Gestaltung des Wiedereinstieges vor Ablauf der Karenzzeit mit den betroffenen Mitarbeiterinnen. Im Zuge der neuen Kinderbetreuungsgeld-Regelungen (2 Jahre Bezug) verlängert die Firma Suchard den Karenzurlaub unter Aufrechterhaltung des Kündigungsschutzes um 6 Monate (Anschlusskarenz).
 
Den 1. Platz in der Kategorie "Non-Profit-Unternehmen" gewinnt das Vorarlberger Kinderdorf, das derzeit 126 MitarbeiterInnen beschäftigt. In diesem Betrieb wird großen Wert auf Chancengleichheit und Gleichbehandlung gelegt. Bei der Verteilung von Führungsaufgaben wird auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Frauen und Männern geachtet. Dieses Prinzip ist schriftlich in den Führungsgrundsätzen verankert. Dementsprechend sind viele Frauen auch in Führungs- und Leitungsfunktionen zu finden, auch als Teilzeitkräfte. Beispielsweise führt die Leiterin des Bereiches "Ambulanter Familiendienst" als Teilzeitkraft (25 Stunden pro Woche) 30 MitarbeiterInnen. Besonders die hohe Flexibilität und innovativen Lösungsansätze des Vorarlberger Kinderdorfes überzeugten in der Wertung. Alle MitarbeiterInnen haben eine vereinbarte Jahresarbeitszeit, bis auf wenige – betrieblich notwendige – Ausnahmen ist die Zeiteinteilung flexibel. 60% aller Frauen und 45% der Männer arbeiten in Teilzeitmodellen. Seit diesem Jahr gibt es ein Zeitansparungsmodell für längere Abwesenheiten (Sabbatregelung), was der Geschäftsführer demnächst in Anspruch nehmen wird. Das Vorarlberger Kinderdorf hat eine sehr hohe Wiedereinstiegsrate. Es gibt immer wieder Männer, die Karenzurlaub beantragen.
Zielgruppen des Kinderdorfes sind sowohl Kinder als auch Menschen, die mit Kindern Probleme haben. Deshalb werden Erfahrungen mit eigenen Kindern als Gewinn für das Unternehmen gesehen. Das Kinderdorf kann besonders in der Bewertungskategorie "Frauen- und Familienfreundlichkeit" sehr viele Maßnahmen aufweisen. So gibt es beispielsweise Ferienwohnungen, Aus- und Fortbildung in pädagogischen und psychologischen Fragen auch für Familienangehörige, Dienstwohnungen, freiwillige Sozialleistungen, eine eigene Betriebspension, unbezahlter Urlaub in Notfällen und vieles mehr.
 
Dokumentation
Unsere Dokumentation "Frauenreferat der Vorarlberger Landesregierung" ist soeben erschienen.
In dieser Dokumentation finden Sie die durchgeführten Veranstaltungen und Projekte des Frauenreferates im Jahr 2001.
Wir wünschen viel Vergnügen beim Durchblättern.

Bestellungen unter T 05574/511-24112 oder E frauen@vorarlberg.at

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