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Frauen

Arbeitshilfen

Instrumente und Arbeitshilfen für Organisationen, Unternehmen und Verwaltung

Gender-Mainstreaming-Instrumente unterstützen die praktische Umsetzung. Damit können Entscheidungen besser getroffen und abgestimmt werden, um das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern zu erreichen.

Was sind die wichtigsten Schritte bei der Umsetzung von Gender Mainstreaming?

Analyse

Im ersten Schritt geht es darum, geschlechtsspezifische Fragestellungen im jeweiligen Bereich wahrzunehmen und zu analysieren.

Ziele 

Im zweiten Schritt werden von der Analyse abgeleitete, möglichst konkrete und überprüfbare Gleichstellungsziele formuliert und festgelegt.

Umsetzung

Im dritten Schritt werden die Vorhaben auf mögliche geschlechtsspezifische Wirkungen hin überprüft und so gestaltet, dass sie zu den Gleichstellungszielen beitragen.
Evaluierung

Im vierten Schritt werden Ergebnisse und Fortschritte hinsichtlich der gesetzten Gleichstellungsziele überprüft.


Die 4-R-Methode

Mit der 4-R-Methode können die nötigen Informationen zur Umsetzung von Gender Mainstreaming in einem bestimmten Bereich systematisch erhoben werden. Sie eignet sich als Instrument für die Überprüfung des Ist-Zustands sowie der künftigen Maßnahmen in Bezug auf Gleichstellung.

Wichtig ist, dass die vier folgenden Bereiche stets in ihrem Zusammenhang betrachtet werden: Die vier R's stehen für Repräsentation, Ressourcen, Realität und Rechtliche Situation.

„Repräsentation“: Dieses R bezieht sich auf die zahlenmäßige Verteilung von Frauen und Männer als Akteurinnen, Akteure und Zielgruppen im betreffenden Bereich, auf ihre Stellung und Funktion, wie etwa:

- Wie setzen sich die Zielgruppen zusammen (Frauenanteil/Männeranteil, z.B. Verteilung von Frauen und Männern in Ausschüssen, in der jeweiligen Behörde, im jeweiligen Gremium, auf den jeweiligen Hierarchiestufen bei den Nutzer/innen von Angeboten)
- Wie viele Frauen und wie viele Männer wirken im betreffenden Bereich bzw. am geplanten Vorhaben mit, in welcher Position?
- Welchen Anteil haben Frauen und Männer bei den Entscheidungsträger/innen, welchen an den übrigen Beteiligten?

"Ressourcen": Dieses R setzt sich mit der Frage der Verteilung von Ressourcen wie Geld, Zeit und Raum zwischen Frauen und Männern auseinander, wie etwa:

-  Über welche Ressourcen verfügen Frauen und Männer? Wie viel Geld wird für Projekte ausgegeben, die sich speziell an Frauen richten, wie viel für solche, die primär von Männern in Anspruch genommen werden?
-  Wie verteilen sich die öffentlichen Haushaltsmittel auf Ausgaben für Frauen und Männer? In welchem Umfang werden Tätigkeiten von Frauen und Männern subventioniert?
-  Was ist bekannt über die Auswirkungen von Projekten z.B. auf die ungleiche Verteilung von Zeit und Geld unter Frauen und Männern?
-  Auf welches Gleichstellungsfachwissen kann bei den Entscheidungsträger/innen und weiteren Beteiligten zurückgegriffen werden, oder wie wird dieses geschult?
-  Wie viel Zeit reden Frauen und Männer bei Beratungen, Kommissionen, Konferenzen etc.?

"Realitäten“: Dieses R behandelt Themen wie soziale Rahmenbedingungen, unterschiedliche Anliegen, geschlechtsspezifische Werte und Normen als Ursachen ungleicher Verteilung, z.B.:
-  Welche (geschlechtsspezifischen) Werte und Normen sind im betreffenden Politikbereich wirksam?
-  Welche spezifischen Bedürfnisse haben Frauen und Männer aufgrund ihrer sozialen Rollen?
-  Welche spezifischen Hindernisse oder Benachteiligungen treffen Frauen oder Männer aufgrund ihres (sozialen) Geschlechts?

„Recht“: Bei diesem R geht es um die Überprüfung, ob die rechtliche Ausgangssituation ausreichenden Schutz vor direkter und indirekter Diskriminierung bietet. Nicht nur Gesetze, sondern auch Verordnungen oder Anweisungen, Reglemente, Leitbilder etc. spielen eine Rolle. Hier stellen sich Fragen wie:

- Haben Frauen und Männer die gleichen Rechte?
- Beziehen vorhandene Regelungen und rechtliche Grundlagen geschlechtsspezifische Realitäten ein?
- Welche rechtlichen Grundlagen müssten zusätzlich geschaffen werden, um Gleichstellung zu gewährleisten?

Weitere Informationen

GeseBo – Gender Mainstreaming in der Berufswahl – Niederösterreich
www.gendernow.at

Die Initiative „gendernow“ entwickelte im Rahmen des Pilotprojekts geseBo geschlechtssensible Unterrichtsmaterialien für die Berufsorientierung. Hier finden sich auch weiterführende Materialien und Studien zum Thema Mädchen und Berufswahl.


Gender Budgeting
http://www.imag-gendermainstreaming.at/cms/imag/content.htm?channel=CH0133&doc=CMS1060358729900

Gender- Budgets – das heißt: geschlechtergerechte Budgetpolitik - ist ein mittlerweile international weit verbreiteter Ansatz zur Umsetzung der Analyse öffentlicher Budgets in Bezug auf Auswirkungen der Ausgaben- und Einnahmenpolitik auf Frauen und Männer.

Arbeitshilfe für Gender Budgeting in der Verwaltung

http://www.imag-gendermainstreaming.at/cms/imag/attachments/9/0/1/CH0136/CMS1197629195783/arbeitshilfe_fuer_gender_budgeting_in_der_verwaltung.pdf

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