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Bildung - Landesarchiv

Juni: Der älteste originale Vorarlberger „Landsbrauch“

 

Montafoner „Hofbrief“ vom 1. März 1382

Seit dem ausgehenden Mittelalter sind in verschiedenen Teilen Vorarlbergs regionale, für bestimmte Personenkreise verbindliche Rechtsordnungen („Landsbräuche“) nachweisbar, die zunächst als Gewohnheitsrecht mündlich überliefert, schließlich aber niedergeschrieben wurden. Das älteste im Vorarlberger Landesarchiv original erhaltene Beispiel ist der für die Bewohner des Montafons ausgestellte „Hofbrief“. Der Name rührt von ihrer Zugehörigkeit zum Hof St. Peter auf der Platte bei Bludenz her.

Im Beisein herrschaftlicher Amtsträger – Ulrich von Brunnenfeld als Meier das Hofs und Hartmann von Braz als Vogt zu Bludenz – wurde das überlieferte Recht der Montafoner geoffnot und der besseren Rechtssicherheit wegen vom Landesherrn, Graf Albrecht III. von Werdenberg-Heiligenberg-Bludenz, verbrieft. Meist gingen solchen Aufzeichnungen Streitigkeiten oder Unklarheiten voraus, so dass die niedergeschriebenen Texte nicht ausschließlich uralte Normen festhalten, sondern durchaus auch Kompromisse und obrigkeitliche Satzungen. Landsbräuche enthalten in erster Linie jene örtlichen Normen, die vom allgemein anerkannten Kanon des „gemeinen“ Rechts abwichen.

Die Bestimmungen des Montafoner Hofbriefs lassen sich in drei Kategorien teilen: Gerichtsordnung, Privilegien der Montafoner in güterrechtlicher Hinsicht und – quantitativ weit überwiegend – erbrechtliche Vorschriften.

Alois Niederstätter

VLA: Pfarrarchiv Bartholomäberg, Urkunde 313

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