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Bildung - Landesarchiv

Jänner: "Vorarlberger Eidgenossenschaft" 1391

Am 18. August 1391 schloss Graf Albrecht III. von Werdenberg-Heiligenberg-Bludenz zusammen mit seinen Bürgern und Untertanen der Stadt und Herrschaft Bludenz (einschließlich des Kellhofs Wolfurt) ein Bündnis mit den Bürgern und Untertanen der österreichischen Stadt und Herrschaft Feldkirch. Das auf 40 Jahre befristete Abkommen verpflichtete zu gegenseitiger Waffenhilfe und regelte gerichtliche Zuständigkeiten.

Die Urkunde galt der älteren Landesgeschichtsschreibung als Zeugnis eines über die Herrschaftsgrenzen reichenden Willens zur politischen Zusammenarbeit und somit als „Gründungsakt“ der Vorarlberger Landstände. Heute ist die Bewertung des "Bundesbriefs" von 1391 differenzierter.

Im zeitgenössischen Kontext erscheint er in erster Linie als ein Produkt habsburgisch-österreichischer Landfriedens- und Territorialpolitik, die 1390 mit dem endgültigen Erwerb von Stadt und Herrschaft Feldkirch im Alpenrheintal einen ersten Höhepunkt erlebt hatte. Dornbirn und der Bregenzerwald wurden durch den Vertrag eng an Feldkirch gebunden und dem Zugriff der Grafen von Montfort-Bregenz entzogen, der Anspruch auf Jagdberg erhielt zusätzliches Gewicht. Nur drei Jahre später verkaufte der söhnelose Werdenberger seine Herrschaft Bludenz mit dem Montafon an Habsburg. Die „Vorarlberger Eidgenossenschaft“ weist also in dieselbe Richtung wie der "Ewige Bund", den die Grafen von Montfort-Feldkirch und die Bürger der Stadt Feldkirch 1337 mit den Herzögen von Österreich geschlossen hatten. Am Bündnis von 1391 brauchten die Habsburger nicht persönlich teilzunehmen, sie verfügten mit den Untertanen von Stadt und Herrschaft Feldkirch bereits über verlässliche Träger ihrer Politik.

Das Landesarchiv verwahrt zwei Ausfertigungen der Urkunde, nämlich das hier präsentierte Feldkircher Exemplar (Bestand „Landstände“) sowie das aus dem Bludenzer Stadtarchiv stammende Werdenberger Gegenstück.


Alois Niederstätter

VLA: Landstände, Urkunde Nr. 5560

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