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Wohnen - Wohnbauförderung

Wohnbauförderungsrichtlinien 2018/2019 und Wohnbeihilferichtlinie 2018

Wohnbauförderungsrichtlinien 2018/2019 und Wohnbeihilferichtlinie 2018 wurden beschlossen. Die Landesregierung hat in ihrer 14. Sitzung am 24.04.2018 beschlossen, dass der bisherige 3. Satz in § 5 Abs. 13 der Wohnhaussanierungsrichtlinie 2018/2019 „wonach für Uf-Werte für Fenster das numerische Verfahren gemäß ÖNORM 10077-2 Wärmetechnisches Verhalten von Fenstern, Türen und Abschlüssen – Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten – Teil 2 anzuwenden ist“, ersatzlos entfällt. Der Wärmedurchgangskoeffizient des Fensterrahmens (Uf-Wert) kann künftig nach mehreren Verfahren für die Erlangung einer Förderung nachgewiesen werden.

Das Land fördert Wohnungseigentum und versucht neben der Energieeffizienz den Aspekt des leistbaren Wohnens in den Mittelpunkt zu rücken. Dies ist die Hauptaufgabe der Wohnbauförderung und wird mit einer guten Basisförderung mit gleitendem Anreizsystem umgesetzt. Das Förderungssystem bietet für die Bauwilligen und die Bauwirtschaft mehr Handlungsspielraum für System- und Materialentscheidungen sowie die Kostenoptimierung durch das gleitende Anreizsystem.

 

Die Eckpunkte der Wohnbauförderung ab 2018:

In der Neubauförderung:

Die Neubauförderungsrichtlinie für den privaten Wohnbau gilt ab 01.01.2018 für zwei Jahre.
Das Förderungssystem (Basisförderung mit Bonussystem) wird beibehalten. Die Basisförderung kann erhöht werden, in dem man beispielsweise einen Kinder- und/oder Einkommensbonus geltend macht. Eine bessere energetische, ökologische oder barrierefreie Ausführung etwa führt ebenso zu einer höheren Förderung wie eine Gebäudefassade aus Holz oder die Verwendung nachwachsender Dämmstoffe. Ergänzt werden die bisherigen Boni durch solche für die Vorbereitung von Elektromobilität, für die optimierte Bereitstellung von Fahrradabstellplätzen bei Wohnanlagen, für die zur Verfügung Stellung von Carsharing-Stellplätzen sowie für den Einbau von einbruchshemmenden Fenstern und Türen im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss. Verdichtete Bauweise wird stärker gefördert. Außerdem gibt es einen Bonus für kompakte Wohnungen und leistbare Eigentumswohnungen sowie zur Hausstandsgründung. Der Bonus zur Hausstandsgründung wird dann gewährt, wenn zum Zeitpunkt der Antragsstellung kein Haushaltsmitglied über 35 Jahre alt ist oder das Haushaltseinkommen innerhalb der Grenzen für den Einkommensbonus liegt und erstmals Wohnungseigentum erworben wird

Die Kreditkonditionen sind transparent dargestellt und die Laufzeit beträgt 35 Jahre. Neben der Zinsstaffel mit sehr günstigen Anfangsraten kann der Förderwerber künftig alternativ dazu auch eine Fixverzinsung über die gesamte Laufzeit von 35 Jahren in Höhe von 1,75 % wählen. Insgesamt soll das System für alle transparent, nachvollziehbar und unbürokratisch sein.

Die wichtigsten Fakten:
Neubauförderung für den privaten Wohnbau.

Die Einkommensgrenze für einen Einpersonenhaushalt beträgt € 3.100,--.

Die Einkommensgrenze für Zwei- und Mehrpersonenhaushalte beträgt € 5.500,--.
(Einkommensberechnung: Nettojahresgehalt dividiert durch zwölf.).

Das Erwerbseinkommen bzw. Folgeeinkommen, AMS-Taggeld und Kinderbetreuungsgeld von Kindern bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs wird bis zu einer Höhe von monatlich € 800,-- nicht berücksichtigt.

Pro m² förderbare Nutzfläche beträgt die Förderung, wobei der Förderungskredit auf ganze € 100,-- gerundet wird,
a) für Eigenheime: 300,--
b) für Doppelhäuser: 400,--
c) für Reihenhäuser ab drei Einheiten: 500,--
d) für Eigentums-, Miet- und Dienstnehmerwohnungen in Mehrwohnungshäusern: 700,--
e) für Zu-, Ein- oder Umbauten, Wohnungserweiterungen und Ersatzneubauten: € 800,--

Pro m² förderbare Nutzfläche werden Zuschläge gewährt, wobei der Förderungskredit auf ganze € 100,-- gerundet wird,

a) Kinderbonus für Eigenbedarfsförderung: je Kind € 50,--
Bei Mehrlingsgeburten bzw. ab 3 Kindern, je Kind € 75,--
Dieser Zuschlag wird für jedes Kind gewährt, für das Familienbeihilfe bezogen wird. Ungeborene Kinder werden bei Nachweis einer Schwangerschaft z.B. durch Kopie des Mutter-Kind-Passes berücksichtigt.

b) Einkommensbonus für Eigenbedarfsförderung bis zu: 150,--
Beträgt das Einkommen monatlich netto bei Einpersonenhaushalten weniger als € 2.100,-- und bei Mehrpersonenhaushalten weniger als € 3.500,-- wird die Basisförderung für jeweils begonnene € 50,--, um welche das tatsächliche Einkommen diese Grenzen unterschreitet, um € 15,--, maximal aber um € 150,-- erhöht.

c) Energiespar- und Umweltbonus
1. Verbesserung des Referenz-Heizwärmebedarfs: bis zu 180,--
2. Verbesserung des Primärenergiebedarfs: bis zu 100,--
3. Verbesserung der CO2-Emissionen: bis zu 180,--
Diese Zuschläge errechnen sich aus der Verbesserung der Werte für den Referenz-Heizwärmebedarf, den Primärenergiebedarf und die Kohlendioxidemissionen jeweils aus dem Energieausweis.
4. Verbesserung des OI3-Index: bis zu  150,--
Dieser Zuschlag errechnet sich aus der Verbesserung der Werte für den Ökoindex 3.
5. Fenster, Türen und Rollläden PVC-frei: € 50,--
Dieser Zuschlag wird gewährt, wenn alle Fenster und Türen (auch Innentüren) der oberirdischen Geschosse samt zugehöriger Roll- und Klappläden und Lamellenstore sowie die Tür- und Fensterdichtungen PVC-frei (chlorfrei) ausgeführt werden.
6. Holzfassade: € 20,--
Dieser Zuschlag wird gewährt, wenn die Gebäudefassade ohne Fenster flächenbezogen zumindest zu 60% aus möglichst unbehandeltem Holz besteht. Dabei sind die ökologischen Mindestanforderungen unter § 10 Abs. 7 lit. c) "Holz muss aus nachhaltiger Gewinnung stammen", zu erfüllen. Schichtstoff- und Holzverbundplatten entsprechen, wenn diese einen Holzanteil von größer als 80 Volumenprozent aufweisen. Anstriche oder sonstige wirkstoffhaltige Behandlungen sind zulässig, wenn diese die Kriterien gemäß öterreichischem Holzschutzmittelverzeichnis bzw. deutschem RAL-Gütezeichen 830 erfüllen.
7. Verwendung nachwachsender Dämmstoffe: € 30,--
Dieser Zuschlag wird gewährt, wenn die Dämmung der Gebäudefassade ohne Fenster flächenbezogen zumindest zu 90% aus nachwachsenden Dämmstoffen erfolgt. Als Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen gelten: Flachs-,
Grasfaser-, Hanf-, Holzfaser-, Holzspan-, Jute-, Kokosfaser-, Kork-, Schafwolle-, Schilf-, Stroh- und Zellulosedämmstoffe.
8. Bonus für optimierte Abstellplätze für Fahrräder bei Wohnanlagen: € 30,--
Dieser Zuschlag wird gewährt, wenn bei Wohnanlagen optimierte Abstellplätze für Fahrräder geschaffen werden (z.B. Fahrradräume ebenerdig und von außen fahrend erreichbar, mit entsprechender Größe, mit Boxen für E-Bike-Ladegeräte, mit Türbreiten für Fahrradanhänger, absperrbare Räume mit qualitativen Fahrradständern usw.).
9. Bonus zur Vorbereitung von Elektromobilität: € 10,--
Dieser Zuschlag wird gewährt, wenn bei Wohnanlagen für alle PKW-Einstell- und Unterstellplätze die baulichen Voraussetzungen (Leerverrohrungen, Kabeltrassen, Mauerdurchbrüche, etc.) ausgehend von einer geeigneten Anschlussstelle zur nachträglichen Installation eines Ladepunktes für ein Elektrofahrzeug an jedem Stellplatz geschaffen werden.
10. Bonus für Carsharing-Stellplätze: € 10,--
Dieser Zuschlag wird gewährt, wenn bei Wohnanlagen bis zu 25 Wohnungen zumindest ein reservierter Ein- oder Unterstellplatz und bei Wohnanlagen ab 25 Wohnungen zumindest zwei reservierte Ein- oder Unterstellplätze für ein Carsharing-Auto geschaffen werden.

Für Carsharing-Stellplätze, welche zusätzlich mit einer Schnellladestation für ein E-Auto ausgerüstet werden, erhöht sich dieser Bonus auf € 40,--.

d) Verdichtungsbonus
ab Baunutzungszahl (BNZ) 54: € 50,--
ab Baunutzungszahl (BNZ) 59 oder ab E+3 Geschosse: € 70,--

e) Bonus für barrierefreie Ausführung:
1. für Wohngebäude mit Lift € 80,--
2. für Wohngebäude ohne Lift bzw. bei Teilausbau für Eigenheime € 30,--
                                                            
f) Gemeinschaftsprojekte mit gemeinnützigen Bauträgern: € 200,--
Dieser Zuschlag wird gewährt, wenn ein Wohnhaus von einem privaten Bauträger und einer gemeinnützigen Bauvereinigung gemeinsam errichtet wird und die Durchmischung in diesem Gebäude zwischen Eigentumswohnungen und integrativen Miet- und Mietkaufwohnungen verteilt über die Geschosse erfolgt. Die Verteilung der Wohnungen muss dabei ausgewogen erfolgen und mit der Gemeinde als Wohnungsvergabestelle vorher abgesprochen sein. Es sind die objektbezogenen Bestimmungen der Neubauförderungsrichtlinie 2018/2019 für den öffentlichen Wohnbau einzuhalten.

g) Bonus für kompakte, leistbare Eigentumswohnungen und zur Hausstandsgründung: € 75,--
Dieser Zuschlag wird bei Eigenbedarfsförderung für den Kauf einer Eigentumswohnung gewährt, wenn die tatsächliche Nutzfläche die folgenden Grenzwerte nicht überschreitet:
Für einen 1-Personenhaushalt 50 m²,
für einen 2-Personenhaushalt 65 m²,
für jede weitere Person zusätzlich 10 m².

Werden gleichzeitig die Kosten- bzw. Preisgrenzen gemäß § 10 Abs. 12 und 13 der Neubauförderungsrichtlinie 2018/2019 für den privaten Wohnbau um mehr als 15 % unterschritten, erhöht sich dieser Bonus auf € 100,--.

Für Haushalte, bei denen zum Zeitpunkt der Antragsstellung kein Haushaltsmitglied über 35 Jahre alt ist oder das Haushaltseinkommen innerhalb der Grenzen für den Einkommensbonus liegt, und die erstmals Wohnungseigentum erwerben, erhöht sich dieser Bonus um zusätzlich € 100,--.

h) Fenster und Türen einbruchshemmend: € 20,--
Dieser Zuschlag wird gewährt, wenn alle Fenster und Außentüren im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss, welche leicht von außen erreichbar sind (z.B. über Carports oder Balkone), sowie alle Wohnungseingangstüren in Mehrwohnungshäusern als einbruchshemmende Fenster und Türen mindestens der Widerstandsklasse RC2 ausgeführt werden.

Kinderzuschuss:
Diese Jungfamilienförderung soll Haushalte bei der Reduktion des Haushaltseinkommens sowie der steigenden Kostenbelastung in Folge der Geburt bzw. Adoption eines Kindes innerhalb von 10 Jahren ab der Neubauförderungszusage durch Reduktion der Rückzahlungsverpflichtung für den Neubauförderungskredit unterstützen. Längstens auf die Dauer von 2 Jahren wird ein monatlicher Zuschuss in Höhe von € 50,-- bei einem Kind und € 75,-- je Kind bei Mehrlingsgeburten ausbezahlt. Der Antrag ist innerhalb von 3 Monaten ab Geburt bzw. Adoption zu stellen. Für verspätete Anträge wird die Bewilligungsdauer von zwei Jahren entsprechend verkürzt.

Förderbare Nutzflächen:
für einen 1-Personen-Haushalt bis zu 70m²,
für einen 2-Personen-Haushalt bis zu 95m²,
für einen 3-Personen-Haushalt bis zu 110m²,
für jede weitere Person zusätzlich 10m², maximal bis zu 130m².

 
In der Wohnhaussanierung:
Die Wohnhaussanierungsrichtlinie gilt ab 01.01.2018 für zwei Jahre.

Das neue Förderungsmodell in der Wohnhaussanierung beruht auf einem Katalog für die Sanierung der einzelnen Bauteile eines Gebäudes mit Pauschalfördersätzen je Quadratmeter sanierter Bauteilfläche. Diese Pauschalfördersätze hängen von der energetischen Qualität ab, wobei die bisherigen fünf U-Wert-Stufen auf zwei Stufen (Basis-Stufe und Bonus-Stufe) reduziert worden sind. Ergänzt werden diese zwei Förderstufen durch zusätzliche Förderanreize für die Verwendung von nachwachsenden Dämmstoffen (Nawaro-Bonus), den Einbau von zertifizierten Sicherheitsfenstern und -türen für den Einbruchsschutz (Sicherheitsbonus) bzw. von Lärmschutzfenstern (Lärmschutzbonus). Werden gleichzeitig drei oder mehr Maßnahmen an der Gebäudehülle durchgeführt, wird zusätzlich ein Gesamtsanierungsbonus gewährt. Die Materialeffizienz wird analog der Neubauförderungsrichtlinie mit einem Bonus (OI3-Bonus) unterstützt.

Zur besseren finanziellen Unterstützung von Finanzierungsmaßnahmen wird analog der Neubauförderung ein Einkommensbonus eingeführt und der Förderungskredit die ersten zehn Jahre zinsfrei gestellt.

Zur einfachen Abwicklung dient künftig der ohnehin erforderliche Energieausweis als zentrales Instrument, aus dem die einzelnen Bauteilflächen mit den U-Werten und den verwendeten Materialien entnommen werden können.

Die Einkommensgrenze für einen Einpersonenhaushalt beträgt € 3.100,--, für zwei Personen € 5.400,--, sowie für drei und mehr Personen € 6.000,--.

Für Eigentümergemeinschaften gibt es eine Objektförderung in Höhe von 70 % der möglichen Gesamtförderung als Kredit an die Eigentümergemeinschaft.

Die wichtigsten Fakten:
Was wird gefördert?

Als Sanierungsmaßnahmen gelten alle thermischen Verbesserungsmaßnahmen in der Gebäudehülle:

·         Außenwand.

·         Haus- und Wohnungseingangstüren gegen unbeheizte Stiegenhäuser bzw. Lauben­gänge und Fenster, sofern diese
          schwermetallfrei und chlorfrei hergestellt sind.

·         Fenster- und Rollläden (außenliegender Sonnenschutz) nur im Zusammenhang mit Fenster- oder Fassadensanierung.

·         Dach, oberste Geschossdecke, Terrassen, Decken gegen Außenluft.

·         Unterste Geschossdecke (Boden gegen unbeheizt bzw. Erdreich) und Innenwände gegen unbeheizte Gebäudeteile.

Und sonstige Maßnahmen:

·         Erneuerung der Elektro- und Blitzschutz- bzw. Brandschutzanlagen.

·         Erneuerung der Wasserinstallation.

·         Erneuerung bzw. Einbau eines wassergeführten Heizungsverteilsystems samt   Regelungs- und Steuerungsanlagen.

·         Nachträglicher Lifteinbau im Mehrwohnungshaus bzw. die Sanierung eines bestehenden Liftes.

·         Lärmschutzmaßnahmen an Landesstraßen.

·         Balkonsanierungen: Abdichtung und Wärmebrückenbehebung sowie thermisch entkoppelter Neuaufbau im Zuge
          einer Fassadensanierung.

·         Neuerschließung durch Treppenhäuser im Rahmen von Grundrissänderungen und Wohnungsteilungen.

·         Neue Fußböden und Innentüren sowie Bad- und WC-Verfliesung im Zuge der Erneuerung von Elektro-, Wasser- oder
          Heizungsverteilsystemen.

·         Kaminsanierung.

·         Trockenlegung von Kellermauerwerk.

·         Behebung von sonstigen Wärmebrücken, welche im Energieausweis nicht abgebildet sind (Dämmung von
          Rollladenkästen, Unterzügen, Lichtkuppeln und sonstige Dachaufbauten, Türen gegen Kalträume,
          Dachbodenluken u.ä.).

·         Planungs- und Beratungshonorare für die angeführten Sanierungsmaßnahmen, die nicht in die Bereiche der
          Sanierungs-Vorbereitungsberatung, der Sanierungsberatung und der Sanierungsbegleitung fallen.


Förderstufen und Mindestanforderungen

Förderstufe

Dach, oberste Geschossdecke

Außenwand

Boden und Wände gegen unbeheizt bzw. Erdreich

Fenster

(Glas + Rahmen)

Basis-Stufe

≤ 0,16

≤ 0,20

≤ 0,30

≤ 1,00

Bonus-Stufe

≤ 0,13

≤ 0,15

≤ 0,23

≤ 0,85

Folgende ökologische Mindestanforderungen für neu eingebaute Baustoffe, Materialien und Elemente müssen berücksichtigt werden:

·         Baustoffe, Dämmstoffe und Bauelemente müssen HFKW-frei sein.

·         Rohre in Gebäuden, Folien, Abdichtungsbahnen, Fußbodenbeläge und Tapeten müssen PVC-frei sein.

·         Holz muss aus nachhaltiger Gewinnung stammen. Für außereuropäisches Holz ist ein Nachweis über ein 100 %-FSC-
          COC-Zertifikat oder ein 100 %-PEFC-COC-Zertifikat zu erbringen, für Fensterholz genügt auch ein
          SFI-Zertifikat.

·         Verputze dürfen maximal 6 % Kunststoffanteil enthalten und es sind zement­gebundene Kleber zu verwenden.

 

Förderungshöhe

Nr.

Bauteil

Förderstufen und Boni je m² Bauteilfläche

Basis-Stufe
€/m²

Bonus-Stufe
€/m²

Nawaro-Bonus*     €/m²

1

Dach und oberste Geschossdecke

1a

Flach- und Schrägdachsanierung inklusive Eindeckung bzw. Abdichtung und Spenglerarbeiten sowie Dämmung der obersten Geschossdecke in Kombination mit neuer Dacheindeckung

120,00

180,00

60,00

1b

Dämmung der obersten Geschossdecke

20,00

35,00

15,00

 

2

Außenwand

2a

Wärmedämmverbundsystem

80,00

120,00

40,00

2b

Hinterlüftete Fassadenkonstruktion

120,00

180,00

60,00

 

3

Sonstige Gebäudeteile

3a

Kellerdecke bzw. unterste Decke, erdanliegender Boden sowie Innenwände gegen unbeheizte Gebäudeteile

35,00

45,00

10,00

 

4

Fenster und Türen

Basis-Stufe
€/m²

Bonus-Stufe
€/m²

Lärmschutz- oder Sicherheitsbonus** €/m²

4a

Kunststofffenster (chlor- und schwermetallfrei)

300,00

450,00

70,00

4b

Holzfenster

400,00

550,00

4c

Holz-Alu-Fenster, thermisch getrennte Metallfenster

550,00

700,00

4d

Außenliegender Sonnenschutz

€ 80,00/m² beschatteter Fensterfläche

*        Ein Bonus für nachwachsende Rohstoffe (Nawaro-Bonus) wird gewährt, wenn die neu eingebaute Dämmung beim 
         entsprechenden Bauteil zu 90 % aus nachwachsenden Dämmstoffen besteht. Als nachwachsende
         Dämmstoffe gelten: Holz, Flachs, Grasfaser, Hanf, Holzfaser, Holzspan, Jute, Kokosfaser, Kork, Schafwolle, Schilf,
         Stroh und Zellulose.

**      Ein Sicherheitsbonus wird für Fenster und Türen gewährt, welche als einbruchs-hemmende Fenster und Türen 
         mindestens der Widerstandsklasse RC2 (zertifiziert z.B. durch Holzforschung Austria gemäß ÖNorm B5338
         oder vergleichbare europäische Normen) ausgeführt werden.


Höhe des Förderungskredits, berechnet je m² Nutzfläche für sonstige Maßnahmen:  360,00
maximal 60 % der Kosten.

Zusätzlich zum errechneten Kredit gemäß den oben genannten Bauteilen können folgende Boni pro m² Nutzfläche gewährt werden:

Gesamtsanierungs-, Nachverdichtungs- und Materialressourcenbonus: wenn gleichzeitig drei oder mehr Maßnahmen an der Gebäudehülle durchgeführt werden oder es sich um eine Nachverdichtung oder Umnutzung handelt:  80,00

Wenn zusätzlich der Oekoindex OI-S Wert gerechnet auf die Bilanzgrenze 0 bezogen auf die konditionierte Bruttogrundfläche kleiner/gleich 80 beträgt:  120,00

Revitalisierungsbonus: Wenn obige Maßnahmen ein Eigenheim betreffen, das innerhalb von zwei Jahren ab Kauf bzw. Erbschaft, sofern an andere Erbberechtigte eine Ausgleichszahlung erfolgte, überwiegend für den Eigenbedarf saniert wird, erhöht sich der Gesamtsanierungs- und Materialressourcenbonus um:  100,00

Für den Gesamtsanierungs-, Nachverdichtungs- und Materialressourcenbonus und den Revitalisierungsbonus ist der Austausch einer bestehenden Ölheizung gegen ein neues Ölheizungssystem nicht zulässig.

HWB-Bonus: wenn die Anforderung an den Heizwärmebedarf (HWBRef) gemäß Bautechnikverordnung für eine „größere Renovierung von Wohngebäuden“ bei Eigenheimen um mehr als 35 % und bei Mehrwohnungshäusern um mehr als 25 % unterschritten wird:   120,00

Einkommensbonus: wenn das Haushaltseinkommen bei einer Person € 2.200,00, bei zwei Personen € 3.600,00 und bei drei und mehr Personen € 4.000,00 unterschreitet und die Sanierung überwiegend für den Eigenbedarf erfolgt.
Für jeweils begonnene € 50,00 Unterschreitung:   15,00
maximal:   150,00

Erhaltenswerte Wohnhäuser:
Unabhängig von der thermischen Qualität wird ein Förderungskredit in Höhe von € 1.500,-- je m² Nutzfläche, maximal 90 % der nachgewiesenen Kosten gewährt. Alternativ kann ein Einmalzuschuss in Höhe von 40 % der Kreditsumme, maximal aber € 30.000,-- gewählt werden. 

In der Wohnbeihilfe:
Die Wohnbeihilferichtlinie gilt ab 01.01.2018 für ein Jahr.
Die Wohnbeihilfe als individuelle Subjektförderung bleibt ein wichtiges Instrument, damit Wohnen durch diese Transferleistung „leistbar“ bleibt. Mit der Wohnbeihilfe kann gezielt je Haushalt eine Wohnkostenunterstützung gewährt werden, wenn die Voraussetzungen laut Richtlinie erfüllt sind.

Eine wesentliche Änderung in der Wohnbeihilferichtlinie 2018 gegenüber der Richtlinie des Vorjahres ist eine neue Bestimmung als Anreizsystem für eine Beschäftigungsaufnahme. Wenn bei laufendem Wohnbeihilfebezug bei einem Haushaltsmitglied nach längerer Arbeitslosigkeit ein Wechsel vom AMS-Einkommen in ein Einkommen aus einer Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigung oder ein neues Erwerbseinkommen, wenn vorher kein Einkommen vorlag, zutrifft, wird nicht sofort das ganze zusätzliche Einkommen bei der Berechnung der Wohnbeihilfe berücksichtigt, sondern in den ersten sechs Monaten nur die Hälfte des zusätzlichen Einkommens. Diese Bestimmung kann nur einmalig je Person und Haushalt zur Anwendung kommen und gilt nicht, wenn bei der Einkommensberechnung der Person ein weiterer Freibetrag (z.B. Kinderfreibetrag) berücksichtigt wird.

Zudem wurde die Obergrenze des anrechenbaren Wohnungsaufwandes von € 6,90 auf € 7,10 inklusive  € 1,30 Betriebskostenanteil bezogen auf die anrechenbare Nutzfläche erhöht.

Weiters wird künftig im Rahmen der Wohnbeihilfe auch eine Ausbildung bzw. eine Schulausbildung akzeptiert, wenn eine Teilzeitbeschäftigung von mindestens 50 % nachgewiesen wird.

In der Einkommenstabelle wurde der Aufschlag je zusätzlichem Haushaltsmitglied (die horizontalen Schritte) von € 150,-- auf € 170,-- erhöht. Unverändert ist in der Einkommenstabelle, dass in jedem Fall zumindest 1 % des Einkommens als zumutbarer Wohnungsaufwand berücksichtigt wird.

Die Angemessenheit der Miete wird weiterhin geprüft. Ob die Miete als angemessen bestätigt wird, erfahren Sie beim zuständigen Wohnsitzgemeindeamt.

 

Für Fragen steht Ihnen das Info-Center der Wohnbauförderung gerne zur Verfügung: +43 5574 511 8080.
Öffnungszeiten
: Montag bis Freitag 8.00  12.00 und 13.00  16.00 Uhr (außer Mittwoch-Nachmittag)


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