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Bauen - Raumplanung und Baurecht

Erholung und Freizeit im Alpenrheintal

Das erhöhte Naturerlebnis- und Freizeitbedürfnis der Bevölkerung haben die Kantone Graubünden und St. Gallen, das Fürstentum Liechtenstein und das Land Vorarlberg veranlasst, grenzüberschreitende Ziele und Strategien für die künftige Freizeit- und Erholungsnutzung zu erarbeiten. Es sollen vorhandene Potentiale wie zB am Alpenrhein weiterentwickelt und vorhandene Nutzungskonflikte entschärft werden.

Erkenntnisse und Botschaften des Projektes sind:

  • Im Alpenrheintal bestehen für Erholungs- und Freizeitaktivitäten viele Möglichkeiten, allerdings ist dieser Umstand meist nicht bekannt
  • Die Erholungs- und Landschaftsräume stehen vielfach unter Druck – es wird eng
  • Die Freizeitbedürfnisse nehmen zu – die Nachfrage nach Erholung in der freien Landschaft hat einen hohen Stellenwert
  • Es gibt Potentiale für Erholungsgebiete – aber sie sind begrenzt und liegen in größerer Distanz zu den Ballungsräumen (Nachfrageräume)
  • Eine grenzüberschreitende, gemeinsame Nutzung von Erholungs- und Freizeitanlagen findet kaum statt – aber es gibt Synergie-Möglichkeiten
  • Die Abstimmung von Bauten und Anlagen mit erheblichen und grenzüberschreitenden Auswirkungen ist erforderlich – dies kann in Zukunft verbessert werden
  • Es gibt ein engmaschiges Netz an Wander- und Radwegen – über die Grenzen ist es aber nicht optimal verknüpft
  • Die Freizeitmobilität ist groß und nimmt künftig noch zu – Verminderung und Verlagerung sind aber schwierig

Als künftige Handlungsfelder wurden formuliert:

  1. Netzwerk der Information und Koordination
    >> Zusammenarbeitsstrategie
  2. Lenkung und Entflechtung in belasteten Erholungsgebie
    >> Entlastungsstrategie
  3. Aktivierung von geeigneten Gebieten für die Erholung
    >> Aufwertungstrategie
  4. Aufwertung der Wohnumgebung und der Ortszentren
    >> Aufwertungstrategie
  5. Information zum Angebot an Erholungs- und Freizeitanlagen, gemeinsame Nutzung
    >> Zusammenarbeitsstrategie
  6. Abstimmung von neuen Bauten und Anlagen für Freizeit und Erholung mit erheblichen räumlichen Auswirkungen
    >> Koordinationsstrategie
  7. Lenkung und Verminderung der Freizeitmobilität
    >> Verlagerungsstrategie

Für die Umsetzung der formulierten Handlungsfelder liegt ein räumliches Gesamtkonzept vor, das zwischen Erhaltungs- und Entwicklungsräumen für die Erholung unterscheidet. Für die künftige grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurde im Dreiländereck das Projekt Bewegung-Begegnung initiiert.

Weitere Informationen zum Projekt finden sich unter in der untenstehenden Infobox.

Infobox


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