
|
05.02.2009 |
![]() |
|
Lesung mit Hans Platzgumer aus seinem Roman "Weiß" |
|
|
"Dieser Roman hinterlässt im
Bewusstsein Brandspuren aus Frost. Er ist eine Expedition der Gedanken
über ihre Grenzen hinaus zu einem Horizont, der am Ende der Welt nach
Innen kippt, in ein Herz, das sich aus der Kältestarre frei schlägt, in
ein neues Leben, das plötzlich da liegt wie ein weißes Blatt Papier vor
dem ersten Strich einer zitternden Hand. Je mehr man im Laufe des Lesens
vergisst, was man weiß, desto mehr weiß und lernt man, was man vergessen
kann im Leben." Mit seinem zweiten Roman nach ‚Expedition’ (2005) ist
Hans Platzgumer die faszinierende Darstellung eines Europäers gelungen,
der sich gegen ein Weiterleben in der westlichen Überflussgesellschaft
entscheidet. Der Protagonist Sebastian Fehr begibt sich auf eine Reise
in die hohe Arktis Nordost, wo er einen Neubeginn zu finden hofft. Doch
im endlosen Weiß der Schneewüste, in der immer gleichen
Mitternachtssonne, der unendlichen Stille und Kälte des Nordens gerät er
viel weiter an seine Grenzen, als er gewünscht hätte. Weiß ist ein von
Kritikern umjubeltes Werk über die faszinierende, raue Schönheit der
Arktis, über die unwiderstehliche Anziehungskraft ihrer abweisenden
Natur und über die ungeahnten Möglichkeiten der Veränderung. |
|