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Das Geheimnis der Liebe, die
Sehnsucht nach der Ferne und die Kunst des argentinischen
Tangos – die neue, meisterhafte Novelle von Klaus Merz.
Als Lenas Großvater kurz nach dem Zweiten Weltkrieg das Schiff nach
Buenos Aires besteigt, fährt er dem Abenteuer entgegen, auf der Suche
nach einer neuen Welt, die ihm nicht so müde und
verbraucht erscheint wie das alte, verstörte Europa. Doch ein
hartnäckiger Heuschnupfen zwingt ihn schon bald, seinen Traum vom freien
Leben als Gaucho zu begraben. Stattdessen begegnet er der Kunst des
Tangos und jener der Liebe. – Zwei Jahre später kehrt er dennoch wieder
zurück in sein Heimatland und an die Seite von Amelie, die unbeirrt auf
ihn gewartet hat. Die Erinnerung an seine Zeit in der Fremde, die ihn
zum „Argentinier“ gemacht hat, hütet der Schweizer wie einen Schatz –
und erst nach seinem Tod lüftet sich das Geheimnis.
Unaufgeregt und mit zarter Ironie zeichnet Klaus Merz aus der
Perspektive der Enkelin das Leben
eines Mannes nach, das stets einem wunderbaren Eigen-Sinn verpflichtet
war. Die respekt- und
liebevolle Hommage Der Argentinier zeigt den vielfach
preisgekrönten Autor von Jakob schläft oder LOS einmal
mehr als sensiblen Erzähler und Meister einer Sprache von schlichter
Schönheit.
Klaus Merz, geboren 1945 in Aarau, lebt in Unterkulm/Schweiz.
Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Gottfried- Keller-Preis 2004, Aargauer
Kulturpreis 2005, Werkpreis der schweizerischen Schillerstiftung 2005.
Bei Haymon zuletzt: Adams Kostüm. Drei Erzählungen (2001),
Das Turnier der Bleistiftritter. Achtzehn Begegnungen (2003),
Löwen Löwen. Venezianische
Spiegelungen (2004), LOS. Roman (2005), Priskas Miniaturen.
Erzählungen 1978–1988 (2005), Der gestillte Blick. Sehstücke
(2007).
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