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Programm:
Heinrich Albert (1870-1950)
Quartett No.1
F-Dur (1911)
für 2 Terz-, 1
Prim- und Quintbassgitarre
- Allegro con brio
- Andante religioso
- Menuett
- Rondo - Con fuoco
Matthaeus Roemer
(1871-1954)
Divertimento (Eine
Unterhaltungsmusik) in 5 Sätzen (1924)
für 1 Terz-, 2
Prim- und 1 Quintbassgitarre
- Einleitung mit Fughetta
- Lied
- Deutscher Walzer
- Um Mitternacht
- Marsch
Ferdinand Rebay
(1880-1953)
Quartett G-Moll
(1925)
für 1 Terz-, 2
Prim- und 1 Quintbassgitarre
- Tempo mosso
- Scherzo
- Adagio
- Finale
Das Neue Münchner Gitarrenensemble beruft sich in Besetzung und
Repertoire auf das Münchner Gitarrequartett. Dieses in Anlehnung
an das Streichquartett mit Gitarren in verschiedenen Tonlagen (Terz-,
Prim- und Quintbassgitarren) besetzte Ensemble inspirierte durch seine
Konzertreisen im deutschsprachigen Raum andere Gitarristen in gleicher
Besetzung zu spielen, aber auch Komponisten originale Werke für diese
Besetzung zu schreiben.
Fast hundert Jahre nach Entstehen des Münchner Gitarrequartetts
greift das Neue Münchner Gitarrenensemble diesen Ansatz wieder auf und
holt ihn in die klingende Gegenwart zurück. Dabei kommen zunächst die
originalen Werke zur Wiederaufführung, die zwischen 1911 und 1955
entstanden sind. Wie beim Münchner Gitarrequartett sollen aber
auch Anregungen für in der Jetztzeit schaffende Komponisten gegeben
werden, neue Werke zu schreiben, die die klanglichen Möglichkeiten
dieses einzigartigen Klangkörpers schöpferisch nutzen.
Die Mitglieder sind vier musikalische Persönlichkeiten, die reichhaltige
Erfahrungen aus ihren jeweiligen bisherigen Aktivitäten in dieses
Ensemble einbringen.
Bei Andreas Stevens, dem Initiator des Quartetts, ist – neben
seinen kammermusikalischen Projekten, wie dem Trio La Galanteri@
(Geige, Cello Gitarre) – in den letzten Jahren eine
Schwerpunktverlagerung hin zum Gitarrenrepertoire des deutschsprachigen
Raumes erfolgt. Konzerte, Artikel und Vorträge über Leben und Schaffen
von Heinrich Albert, Georg Meier, Willy Meier-Pauselius und Luigi
Mozzani lassen ihn zum wichtigen Ansprechpartner für diese Epoche
werden. Bei seiner Recherche zu dem Repertoire jener Zeit stieß er auf
die Werke, die nun die Grundlage des neuen Quartetts bilden.
Sein Studium absolvierte er an der Robert-Schumann-Musikhochschule
Düsseldorf in der Klasse von Prof. Maritta Kersting. Neben und nach
seinem Studium besuchte er Meisterkurse bei Leo Brouwer, Abel Carlevaro,
Konrad Ragossnig, David Russel und Raphaela Smits und betrieb private
Studien bei Baltazar Benitez und Ernesto Cordero. Er unterrichtet an der
Clara-Schumann-Musikschule in Düsseldorf.
Ute Koch
ist seit vielen Jahren im Duo mit ihrem Mann Michael Koch aktiv, darüber
hinaus ist sie Mitglied im Mainzer Gitarrenquartett SONIDO. Ihr
Studium erfolgte an den Musikhochschulen Dortmund, Köln und schließlich
Wien, bei Prof. Karl Scheit. Nach dem Ablegen des Solistendiploms mit
Auszeichnung erhielt sie den Würdigungspreis des Österreichischen
Ministeriums für Wissenschaft und Forschung. Sie nahm an Meisterkursen
von W. Kanengiser, A. Pierri, D. Russel, K. Ragossnig u.a. teil. Sie
unterrichtete an der Musikhochschule Saarbrücken und ist aktuell am
Peter-Cornelius-Konservatorium in Mainz tätig.
Michael Koch
musiziert mit seiner Frau
Ute Koch im Duo und im Mainzer Gitarrenquartett SONIDO.
Seine Ausbildung umfasste sowohl ein Studium von Schulmusik (mit
Hauptfach Klavier) an der Musikhochschule Saarbrücken und
Musikwissenschaft an der dortigen Universität als auch ein Studium
Künstlerische Ausbildung an der Frankfurter Musikhochschule bei Prof.
Heinz Teuchert. Er war Finalist beim renommierten „Concours
International de la Guitare“ in Paris und Preisträger der „Bundesauswahl
Konzerte junger Künstler“ des Deutschen Musikrats. Im Bereich der Neuen
Musik war er mit zahlreichen Uraufführungen bei wichtigen Konzertreihen
betraut. Michael Koch war Lehrbeauftragter für Gitarre an der
Musikhochschule Saarbrücken. Er ist mittlerweile Dozent für Gitarre,
Kammermusik, Fachdidaktik und Unterrichtspraxis am
Peter-Cornelius-Konservatorium und an der Musikhochschule in Mainz.
Michael Andreas
Haas ist
Gitarrist, Kontrabassist und Dirigent. Sein musikalisches Spektrum
reicht von der Volksmusikpflege bis zur Orchestertätigkeit.
Gitarrenunterricht erhielt er bei Fritz Engel, der selbst als
Vorsitzender der Innsbrucker Gitarristischen Vereinigung das zeitliche
Umfeld der Kompositionen für das Münchner Gitarrenquartett und
ihre Aufführung unmittelbar miterlebt und mitgestaltet hat. Michael
Andreas Haas erhielt sein Konzertdiplom mit Auszeichnung am
Konservatorium Innsbruck in der Klasse von Prof. Dr. Stefan Hackl.
Darüber hinaus nahm er an Meisterkursen von Luise Walker, Walter
Würdinger, Konrad Ragossnig, Costas Cotsiolis, Leo Brouwer und Joszef
Eötvös teil. Er wirkte an zahlreichen CD-Produktionen mit und
veröffentlichte zwei Tonträger mit seinem Ensemble Saitenwind,
auf denen auch eigene Kompositionen zu hören sind. Er unterrichtet an
der Tiroler Landesmusikschule Reutte-Außerfern Gitarre, Kontrabass und
Ensemblespiel. |