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Die Herstellung schöner Bücher hat in St.Gallen seit
Mitte des letzten Jahrhunderts einen besonderen Stellenwert. Eine von
Jost Hochuli konzipierte Ausstellung zeigt, wie alles gekommen ist.
Der Verlag Zollikofer begann in den 1940er Jahren, sich bewusst für das
schöne Buch einzusetzen. Hermann Strehler und Rudolf Hostettler setzten
neue Massstäbe in der Gestaltung, Strehler als Unternehmer und
Hostettler als Grafiker und als Redaktor der "Typographischen
Monatsblätter", in denen eine lebhafte fachliche Diskussion geführt
wurde. Auch Henry Tschudy hat den Boden vorbereitet und mit den
Quadratbüchern seit 1959 die moderne Form gesucht. Später hat der
Erker-Verlag das Anliegen weiter gefestigt und Grafikern wie Max Koller
und Hans-Peter Kaeser ein Tätigkeitsfeld gegeben.
Ende der 1950er Jahre begann Jost Hochulis Arbeit mit dem Buch. Seine
Lehrbücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt und seine in der
Verlagsgemeinschaft St.Gallen erschienenen Werke, etwa die als
Jahresgabe der Druckerei Stehle erschienenen Typotron-Hefte, wurden
vielfach ausgezeichnet. Hochuli hat eine neue Generation von
Buchgrafikern ausgebildet und beeinflusst, die heute neue Wege geht. Zu
ihnen gehören etwa Roland Stieger vom Atelier TGG und der in Berlin
wirkende Gaston Isoz.
Begleitpublikation: Roland Früh, Buchgestaltung in St.Gallen
(Preis CHF 28.00). |