| Themenbörse: Fachbereichsarbeiten, Diplomarbeiten und Dissertationen |
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| Das Felder-Archiv möchte folgende Forschungsarbeiten
anregen: |
| Hans Sterneder – Leben und Wirkung |
| Hans
Sterneder hat sich mit seinem literarischen Werk zu Lebzeiten eine große
Leserschaft erschrieben. Die Arbeit soll im Rahmen von Einzelanalysen dieses
Werk (oder einzelne Werkphasen) literaturhistorisch verorten. Darüber hinaus
soll herausgefunden werden, in welchen Autorenzirkeln Sterneder sich bewegt
hat, in welchen Zeitungen er rezensiert wurde, wie, allgemeiner gesprochen,
die literarische Öffentlichkeit auf das Werk Sterneders reagiert hat. |
| Abgeschrieben. Die zwei Versionen von Felders Autobiographie „Aus meinem Leben" |
| Von Felders „Aus meinem Leben" existieren zwei Versionen, wobei sich
aber nur von einer Fassung das Manuskript erhalten hat. Während die erste
Fassung von Felders Hand stammt, hat er die zweite Fassung einem Schreiber
diktiert. Im Rahmen der Arbeit sollen die entscheidenden Differenzen der Fassungen bestimmt werden. Der Einsatz elektronischer Hilfsmittel (Scanner etc.) ist anzuraten. |
| Der Franz-Michael-Felder-Verein als Beispiel einer literarischen Gesellschaft im 20. Jahrhundert (abgeschlossen) |
| Die Arbeit sollte sowohl historisch als auch soziologisch orientiert sein,
gilt es doch, die Geschichte des Felder-Vereins von seiner ersten Gründung 1910
an zu rekonstruieren und mit zeithistorischen Strömungen zu
kontextualisieren. Darüber hinaus wäre es möglich, anhand der Interaktionen von Verein, Mitgliedern, Presse und öffentlicher Verwaltung (Stadt, Land, Bund) Einblicke in die soziologische Gruppe „Verein" zu erlangen. > Sonja Hammerer: Der Franz-Michael-Felder-Verein als Beispiel einer literarischen Gesellschaft im 20. Jahrhundert. Innsbruck, Diplomarbeit, 2011, 234 S. |
| Provinzpropheten. Kaspar Moosbrugger, Hermann Sander u. a. Leben, Werk, Kontext (Teilthema vergeben, abgeschlossen) |
| Das
schmale, aber exzentrische Werk von Kaspar Moosbrugger (1830-1917) soll der
Ausgangspunkt sein, um Fragen nach dem intellektuellen Leben im Vorarlberg
des 19. Jahrhunderts zu stellen. Anhand des Nachlasses von Moosbrugger, der im Franz-Michael-Felder-Archiv aufbewahrt wird, könnte ein intellektuelles Feld rekonstruiert werden, in das neben Moosbrugger und Hermann Sander noch andere einzuordnen wären. Ziel sollte es sein, die Stellung, aber auch die Selbst- und Fremdwahrnehmung des Intellektuellen im kulturellen Leben Vorarlbergs im 19. Jahrhundert zu bestimmen. > Martin Hartmann: Hermann Sander-Kaspar Moosbrugger. Briefwechsel 1869-1912. Vorarbeiten zu einer kommentierten Edition. Mit einer Einführung. Wien, Diplomarbeit, 2006, 868 S. |
| Grete Gulbransson/Natalie Beer: Frauenfreundschaft (vergeben, abgeschlossen) |
| Grete Gulbransson (1882-1934) und
Natalie Beer (1903-1987) verband über viele Jahre eine enge
Frauenfreundschaft, die durch einen reichhaltigen Briefwechsel
dokumentiert ist. Die Forschungsarbeit soll diese Freundschaft
rekonstruieren und ihre sprachliche Ausformung untersuchen. Im
speziellen richtet sich dieser Themenvorschlag an
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an feministischer
Theoriebildung interessiert sind.
> Jennifer Dünser: Natalie Beer und Grete Gulbransson. Studium zum Selbstverständnis einer Schriftstellerin. Wien, Diplomarbeit, 2008, 104 S. |
| Der Literarische Wiederaufbau in Vorarlberg 1945 bis 1955 |
| Untersucht soll die Epoche zwischen
1945 und dem für die österreichische Geschichte entscheidenden
Schwellenjahr 1955 werden. Anhand der literarischen Produktion soll
versucht werden, die Atmosphäre der Zeit zu skizzieren. Was waren die
gängigen Verständigungsbegriffe, welche Funktion hatte die Literatur
nach dem Krieg? Eventuell könnte man die so gewonnenen Ergebnisse mit
anderen Dokumenten (Tagebücher, Briefe) vergleichen, um zu einem
vielstimmigen Bild dieses Zeitabschnitts zu gelangen. |
| Generationenwechsel |
| In Vorarlberg drängte in den Jahren
vor 1980 eine neue Generation von Schriftstellern mit viel Elan und
Selbstbewußtsein in die Öffentlichkeit. Dieser "Generationenwechsel"
soll genau untersucht werden. Dabei sollen sowohl literarische wie
außerliterarische Aspekte beachtet werden. Welche Themen waren neu, in
welchen Medien und in welchen Anthologien versuchte die junge
Autorengeneration mit ihren Texten Aufmerksamkeit zu erreichen. Was
waren die literarischen Strategien der jungen Generation, welche Formen
des Protests nützte man. Entstehen könnte so eine kleines Stück gut
gearbeiteter Literaturgeschichtsschreibung, das mit anderen, ähnlichen
literaturgeschichtlichen Prozessen verglichen werden könnte.
(Literaturstreit in Zürich u.ä.) |
| „Ehreguta“ – die literarische Rezeption einer Sage |
| Die Arbeit soll die verschiedenen
literarischen Bearbeitungen dieser Sage untersuchen. Wie kaum eine
anderer Stoff enthält diese Sage Anknüpfungspunkte für aktuelle
politische und moralische Herausforderungen: Appenzeller Kriege als
frühes Zeugnis allemanischer, regionaler Identitätsbildung, die
Problematik von Verrat und Pflicht, die Frau als Heldin. Alle diese
Motive wurden in den Jahren zwischen 1850 und 1955 immer wieder dazu
verwendet, die Sage auf aktuelle ideologische und politische
Problemstellungen hin zu deuten und in verschiedenen literarischen
Gattungen neu darzustellen. |
| Vorarlberg - vom "Alemannenstamm" zu den "Besten im Westen" |
| Die Arbeit soll in sprach- und kulturwissenschaftlicher Manier eine "ideologische Bewegung" nachzeichnen. Dabei soll von der These ausgegangen werden, dass die "Pro Vorarlberg"-Mentalität von einer "Wir sind die Besten (im Westen)" Selbstbehauptung abgelöst wurde. Diese These gilt es (auch mit Blick auf die Kulturpolitik Vorarlbergs) zu überprüfen. |