Π Υ Ρ Γ Ι
P I R G I
Vorarlberger KünstlerInnen auf Chios
1992 – 2003
Vorwort
Mehr als zehn Jahre lang hat das Land Vorarlberg auf der griechischen Insel
Chios ein Atelier für Künstlerinnen und Künstler geführt und in dieser Zeit 67
entsprechende Stipendien vergeben. Das Angebot wurde sowohl von VertreterInnen
der Bildenden Kunst als auch der Literatur und Musik angenommen. Und die dorthin
entsandte Künstlerschaft nutzte den Aufenthalt in Pirgi in ganz
unterschiedlicher Form. Es war ein willkommener Ort der (Neu-) Besinnung, ein
kurzes Innehalten im fortlaufenden Schaffensprozess, ein Kräftesammeln ebenso
wie Impuls und Ansporn zum Aufbruch zu neuen künstlerischen Ufern. Im Ganzen
gesehen dürfen wir heute auf ein gelungenes Projekt grenzüberschreitender
Aktivitäten zurückblicken, das an beiden Orten sichtbare Spuren der
interkulturellen Begegnung hinterlassen hat. Im Laufe der Jahre ist eine breite
Palette von Werken entstanden, die wir bisher in zwei Ausstellungen mit
entsprechenden Katalogen einer interessierten Öffentlichkeit vorstellen durften.
Die jetzige Ausstellung ist nun den StipendiatInnen der letzten Jahre und deren
in Pirgi erstellten Werken gewidmet. Im Rahmen dieser Präsentation stellen wir
alle KünstlerInnen samt Werkauswahl noch einmal in einer eigens kreierten
Internet-Version vor, die gleichzeitig auch den Abschluss des erfolgreichen
Projekts „PIRGI – Vorarlberger KünstlerInnen auf Chios“ signalisieren soll.
Allen Kulturschaffenden, die unser Angebot auf Chios wahrgenommen haben, wünsche
ich für die weitere künstlerische Laufbahn viel Erfolg …
Landesstatthalter Dr. Hans-Peter Bischof
Einleitende Worte
Vorarlberger Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Bildende Kunst,
Literatur und Musik, die durch das Landesstipendium in der Zeit vom Juli 1992
bis November 2003 auf der griechischen Insel Chios sich vorgenommen hatten zu
arbeiten, sahen sich versetzt in die archaisch anmutende Landschaft und
Gesellschaft. Im Süden der Insel liegt das Dorf Pirgi mit ca. 1000 Einwohnern,
mitten in der Mastichóchoria also auch das Atelier. Die Mastixgewinnung um den
Ort, Xista-Fassaden im Ort. Wandern und Ausblicke außerhalb, Sehnsüchte,
In-Sich-Hineinhorchen, Alleinsein, Beobachtetwerden innerhalb. Das sind die
ersten sehr prägenden Eindrücke. Dem Gefühl ausgesetzt zu sein und der für die
meisten Künstler fremden griechischen Sprache begegnet man am besten über
tägliche Kontakte auf der Platia und über einen angepassten Lebensrhythmus.
Brücken über das Englische und Deutsche sind schwierig zu schlagen. Malerei,
Zeichnung, digitale Bearbeitungen, Video, literarische Texte, Musik,
kommentieren, beobachten, zitieren, entwickeln Bilder dieser Welt. Mit Witz,
Kritik, Befremden, Neugier, Scheu und viel verstehendem Humor reagierte die
Künstlerschaft wie jeder Reisende, der länger an einem fremden Ort die
Möglichkeit zu verweilen hat.
Marion Kotula-Studer, Kunsthistorikerin
Impressum
Herausgeber:
Amt der Vorarlberger Landesregierung
Abteilung Kultur (IIc)
Römerstraße 24
A-6901 Bregenz
Telefon: +43(0)5574/511-22305
Fax: +43(0)5574/511-922395
E-Mail: kultur@vorarlberg.at
Homepage: http://www.vorarlberg.at/kultur
Redaktion:
Mag. Marion Kotula-Studer, Kunsthistorikerin
Texte: Katalog 1992-1997
Für den Inhalt der Beiträge sind die teilnehmenden
Künstlerinnen und Künstler verantwortlich.
Konzeption und
Gestaltung:
Atelier Gassner: Stefan Gassner, Reinhard Gassner
Bildbearbeitung:
Offsetdruckerei Höfle
Werk-Fotografie:
Erich Roth
Bildnachweis:
Markus Aberer
Ingo Folie
Alexander Golser
Gerd Haas
J.R.
Franz Kabelka
Marion Kotula-Studer
Erika Kronabitter
Werner Marxx Bosch
Elisabeth Novy
David Oelz
Franz Ströhle
Georg Vith
Ilga Weißhäupl-Högler
© alle Rechte vorbehalten