Franziska Schultz Porträt

Franziska Schultz

Oktober/November 1994
Bildende und angewandte Kunst


Biographie
Geb. 1949 in Berlin. 1971-76 Hochschule für Künstlerische und Industrielle Gestaltung, Linz. Keramik. Diplom. 1976-86 Keramikwerkstatt in Vorarlberg. 1987-91 Gemeinschaftsarbeiten mit G. Marth als „Gruppe Schmart“. 1994 Stipendium der Vorarlberger Landesregierung auf Chios, GR. Ausstellungen in Österreich und der Schweiz. Lebt und arbeitet in Bregenz, Wien, dem Waldviertel, A.


Statement
Franziska Schultz setzt Ikonogramme auf Tontafeln als Informationsträger. Mit Ton, dem uraltem Erdmaterial, auf das sie ihre grafischen Kürzel malt, sucht die Künstlerin eine geschichtliche Brücke zu bauen zur modernen Informationsübermittlung durch das Faxgerät.
Das Nachdenken über die hinter sich gelassene Welt regt Schultz an, Kontakt auf eigene Weise aufzunehmen, Nachdenklichkeit auszulösen. Sie sendet ein Fax mit Kürzeln von Gestik, das ihrer Meinung nach durch den Sendevorgang gleichzeitig Kopie, Dokumentation und Original ist.
Die Künstlerin wird bewegt vom Gedanken, welcher Art Informationen eingefordert werden, um zB künstlerische Arbeiten zu dokumentieren. Der Aufwand resultiert, laut Schultz, in einer merkwürdigen Gleichwertigkeit von künstlerischer und dokumentarischer Arbeit bzw. sogar Abhängigkeit in der Frage der eigentlichen Existenz eines Kunstwerkes.



Faxfries, 1994
Fax auf Thermopapier
29,7 x 21cm