Gerhard Mittermayr

Gerhard Mittermayr

Januar/Februar 1993
Musik


Biographie
geb. 1965 in Bludenz, wohnhaft in Schruns. Auf dem Gebiet der Malerei Ausstellungen seit 1987. Auf dem Gebiet der Musik Arbeit mit wechselnden Besetzungen. 1993 Staatspreis für Komposition.


Statement
Gerhard Mittermayr reist in den Winter, mit dem Vorsatz, seine Kompositionen zu überarbeiten. Da sich das öffentliche Leben in die Häuser zurückgezogen hat, lebt auch er meist allein im Atelier und hält sich vorwiegend in Pirgi und Umgebung auf. Modemagazine, die er vorfindet, geben ihm Einblicke in eine nun noch fernere Konsumwelt. Sie regt ihn zu Papiercollagen an. Die fertigen Bilder werden kopiert, um die Reißspuren zu verunklären. Mittermayr will damit die Grenze zwischen Realistischem und Unrealistischem vollends verwischen, will das Banale und den trügerischen Schein ausdrücken. Mit Hilfe Immanuel Kants gesprochen: „Weil die Einbildungskraft reicher und fruchtbarer an Vorstellungen ist als der Sinn, so wird sie, wenn eine Leidenschaft hinzutritt, durch die Abwesenheit des Gegenstandes mehr belebt als durch die Gegenwart.“



Gerüchteküche und Mahlzeit, 1993
20 x 20cm
Paradies Fatamorgana und Stolperblume, 1993
Papiercollagen
29 x 20cm