Ilse Konrad Porträt

Ilse Konrad

Juni/Juli 1998
Bildende und angewandte Kunst


Biographie
Geb. 6. Mai 1940 in Wien, aufgewachsen in Bregenz, Studium an der Académie de la Grande Chaumière in Paris, freischaffende Künstlerin und Kunsterzieherin, Studienreisen in alle Welt, seit 1973 Ausstellungen im In- und Ausland


Statement
Die FARBEN sind sonst MEINS. Aber auf Chios, besonders in Pirgi, befällt, überfällt einen förmlich die Graphik, die Architektur. Von der Xista, den Symbolen, Häuserschluchten, Torbögen, Tür-Fenster-Stürzen etc. wird einem der Graphitstift (Zimmermannsbleistift!) zwanghaft in die Hand gedrückt. Die Farbe überfällt einen erst wieder bei den verwitterten Hauswänden (Renate L.s Hauswand!), dem Vegetativen (Bougainvillea, etc.) oder/und natürlich dem Meer. PIRGI, ein Dorf mit allem Positiven und Negativem. „Kiriaki“, meine Ateliersvermieterin, originell, neugierig, (oft störend?!), sparsam (story mit Durchsicht-Leintüchern!!) und dann wieder sehr kommunikativ (Essenseinladungen nach gemeinsamen Kirchenbesuchen, Wallfahrten auf kleinem LKW, lange, mühsame Diskussionen (!) bei Mondlicht in seltsamen Englisch-Kauderwelsch.
Dies hat natürlich einen „intensiven Nachhall“ im Atelier in Bregenz. Es entstehen MUSIKBILDER, großflächige BLAUBILDER („...Freiheit, Licht, Geist, Sehnen, Sakrales Blau ...“ Zitat Dr. Sauermann).
Alles in allem – Erfahrung, Bereicherung - ein weiterer Schritt nach vorne in der kreativen Arbeit.



Gassen in Pirgi, 1998 Zimmermannsbleistift auf Papier 40,5 x 29,5cm