Wolfgang Herburger

Wolfgang Herburger

April/Mai 1994
Bildende und angewandte Kunst


Biographie
... gehen, messen, darstellen... ‘Spurensuche’ ist seit längerer Zeit Thema im Schaffen von Wolfgang Herburger, geb. 1955 in Feldkich. Akademie der Bildenden Künste, Wien (Prof. Melcher).
1982 Grafikdiplom, Mitbegründer „der blaue kompressor“. Diverse Ausstellungsbeteiligungen und Einzelausstellungen.
1986 Österr. Gafikwettbewerb, Preis des Landes Tirol.
1988 Kunstautomat, Dornbirn.
1989 Preis der Winterthur Versicherung.


Statement
Wolfgang Herburger beginnt seinen Blick von Anfang an zu isolieren. Er reist mit einer laufenden Kamera. Er beobachtet konzentriert, nimmt Details wahr, die sich nach und nach zu einer Geschichte zusammenfügen:
in Pyrgi, gerade im Atelier angekommen, entdeckt er ein „Wetterflugzeug“ auf dem Dach des Nachbarhauses. Der Anfang seiner Reise, seines Films, scheint sich zu wiederholen. In allen Nuancen begegnet er dem Blau. Beim Anblick der stempelfarbenen blauen Hausnummer des Ateliers, beschließt er spontan, den Numerierungen der Häuser im Ort zu folgen. Wie ein Pfadfinder erkundet Herburger mit Kamera, Kompass und dem Maß seiner Schritte den Ort. Aus der alltäglichen Handlung des Gehens, der Körpererfahrung, wird eine Entdeckungsreise, die ihn bald die labyrinthartig angelegten Gassen Pyrgis, den wehrhaften Charakter des Ortes und somit den historischen Hintergrund verstehen lassen. Herburger skizziert immer wieder unter verschiedensten Aspekten. Seine Recherche wird zu einem Gedächtnis in Bildform, lesbar für jeden, der mitwissen möchte.



Weg zu den zugemauerten Fenstern, 1994
Buntstiftskizze
10 x 14cm