Alfred Graf
April/Mai 1996
Bildende und angewandte Kunst
Biographie
1958 in Feldkirch geboren. Lebt und arbeitet in Vorarlberg und Wien. 1979
Akademie der Bildenden Künste, Wien. 1985 Theodor Körner Preis. 1989
Romstipendium. 1990 Arbeitsstipendium Glasgow. 1991 Symposium Kfar Ruppin,
Israel. 1993 Stipendium Prag. Umfassende Ausstellungstätigkeit in Österreich,
Deutschland, NY, Israel, Schottland, etc.
Statement
In wärmendes Bienenwachs wird Gesammeltes vom Künstler eingebunden, konserviert,
abgedichtet, gebettet. Die Sammelstücke entstammen der Natur, sind meist Steine
und Erden oder auf ihr Gewachsenes.
Fragmentarisch gewinnen wir durch seine Arbeiten Einblick in die verschiedenen
Aufenthaltsorte des Künstlers. Er bringt uns seine Funde als
Landschaftsausschnitt auf größte Nähe und zeigt uns die für ihn wesentliche
Bedeutung, sie als einzigartig und bewahrenswert wahrzunehmen.
Die flachen „Landkarten“ stellen die bereisten Inseln dar. Hier geht Graf noch
konsequenter vor: er nimmt die Erde vor Ort zur späteren Gestaltung der
Inselumrisse. Wir erfahren die direkteste Nähe zum Material und zugleich die
größte Distanz aus der Vogelperspektive. Es entstehen scheinbar topografische
Geländebeschreibungen. Graf schafft es, die Welt zusammenzuziehen im Mikro- und
Makrokosmos.
Pirgi, Pirgos Dotia, 1996
Wachs/Mastix, Wachs/rote Erde
27,5 x 18,5
Agiassos, Kato Fana, 1996
Wachs/graue Erde, Wachs/grüne Erde
27,5 x 18,5