Ursula Dorigo Porträt

Ursula Dorigo

August/September 1997
Bildende und angewandte Kunst


Biographie
Geboren 1942 in Salzburg, Studium der Geschichte und Germanistik, seit 1968 AHS- Lehrerin, ab 1971 in Feldkirch. Parallel zur Unterrichtstätigkeit verläuft die künstlerische Ausbildung ( Georg Eisler, K. P. Frank ) und die freischaffende Arbeit mit jährlichen Ausstellungen ab 1986.
Der Sommer 1997 brachte das Landesstipendium auf Chios, dem weitere Aufenthalte auf dieser Insel folgten.


Statement
Die Mastixlandschaft im Süden der Insel forderte mich heraus und wurde zum beherrschenden Thema. Nicht abbildhaft, sondern durch sich selbst, sollte sie dargestellt werden. So entstanden zwei minimalistische Serien in quadratischem Format. Die erste Serie, 1999, zeigt Blattcollagen in Weiß: Föhrennadeln, Hafergras, Mastix- und Olivenblätter. Durch Licht- und Schattenspiel wird die den Pflanzen innewohnende Gestik und Bewegung sichtbar. Ähnlich vom Konzept her die zweite Serie der Sandbilder. Anfangs noch mit eingeblendeten topographischen Emblemen (1999) wurde die Idee weiterentwickelt in den radikal reduzierten Modulobjekten (2000), die beliebig komponiert und fortgeführt werden können. Verschiedenfarbige Sande, gesammelt an den unterschiedlichsten Gegenden, lassen, im Ensemble, das Kolorit der Insel Chios sichtbar werden.



Aus der Serie:
Blattcollagen, 1998
Mastix-Blätter auf Baumwolle, Acryl
100 x 100cm