Landtag · Der Landtag · Weitere Informationen · Die Landtagspräsidenten seit 1945

Dr Karl Tizian
1964 - 1974
Dr. Tizian maturierte 1934 am Privatgymnasium Mehrerau. An der Universität Innsbruck und am Österreichischen Kulturinstitut in Rom studierte er Geschichte, Kunstgeschichte und Archäologie. 1938 promovierte Karl Tizian mit einer Arbeit über die Diözesanregulierung Josephs II. und über die geplante Errichtung eines autonomen Bistums Vorarlberg zum Doctor philosophicus. 1970 verlieh ihm das Wagner College (New York) den Titel eines Doctor legum. Bereits als Jugendlicher half Dr. Tizian im familieneigenen Tabakhauptverlag aus und übernahm 1957 dessen Geschäftsführung. Seit den späten 40er Jahren engagierte er sich als Kammerrat und als Bregenzer Stadtvertreter politisch für die ÖVP. 1950 wurde er zum Bürgermeister der Landeshauptstadt Bregenz gewählt. Dieses Amt übte er bis 1970 aus. Während seiner Amtsperiode als Landtagspräsident wurden insbesondere die Landtagskanzlei und die parlamentarischen Dienste des Landtags ausgebaut. Für seine zahlreichen landes- und gemeindepolitischen Verdienste, die sich u.a. auch in Funktionen wie z.B. der des Präsidenten des Landesverbandes für Fremdenverkehr, des Präsidenten des internationalen Bodensee-Verkehrsvereins, des Aufsichtsratsvorsitzenden der Pfänderbahn AG und der VOGEWOSI manifestierten, erhielt Dr. Tizian mehrere Ehrungen. Nach dem Ehrenzeichengesetz des Landes Vorarlberg von 1963 war er kraft seines Amtes als Landtagspräsident Träger des Goldenen Ehrenzeichens des Landes Vorarlberg. Diese Auszeichnung erhielten daher auch seine Nachfolger Dr. Martin Purtscher, Bertram Jäger, Dipl.-Vw. Siegfried Gasser und Manfred Dörler. 1968 erhielt er das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich. 1985 verstarb Dr. Tizian und wurde auf dem Friedhof Blumenstraße in Bregenz im Familiengrab beigesetzt.