Es war in der zweiten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts. Die Bregenzer Wassersportler wünschten sich damals nichts sehnlicher als ein eigenes Clubheim. Dieses rückte, zumindest gedanklich, erstmals 1871 mit Gründung des „Vereines für gemeinnützige Zwecke“ in greifbare Nähe. Allerdings sollte es 34 Jahre dauern, bis die Gedanken in Pläne reiften. Am 17. April 1905 fiel der Beschluss, ein eigenes Vereinsheim mit Gastronomie zu errichten.
Der Verein, 1927 in „Verkehrsverein“ umbenannt, gebar auch die Idee zur Schaffung der Seeanlagen, war maßgeblich an ihrer Entstehung beteiligt. Ein Unterfangen, das in den 1880er Jahren im Zuge des Baues der Arlbergbahn und mit Hilfe der Stadt möglich wurde.
Damals waren Verordnungen über ein unverbaubares Seeufer noch in weiter Ferne. Aus heutiger Sicht ein Segen. Konnte doch so 1906 nach den Plänen des Bregenzer Baumeisters Otto Mallaun direkt am Seeufer das langersehnte Clubheim errichtet werden. Am 16. Mai 1907 wurde als „Sporthaus am See“ die Gaststätte eröffnet. Lange Zeit diente das Haus dem Bregenzer Segelklub als Vereinsheim, ehe es 1930 samt Gaststätte in den Besitz der Landeshauptstadt Bregenz überging. Heute als „Wirtshaus am See“ eine der gastronomischen Vorzeigeadressen und wohl eines der Häuser in bester Lage am „Schwäbischen Meer“.