Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens des Landes Vorarlberg an AK-Präsident a.D. Josef Fink durch LTP Gebhard Halder
Josef Fink, Jahrgang 1942, stammt aus Langen bei Bregenz. Nach der Lehre als Elektroinstallateur bei der Fa. Pircher in Bregenz absolvierte er die private Techniker- und Werkmeisterschule in Weiler im Allgäu. 1963 wurde er Monteur bei den Vorarlberger Kraftwerken in Bregenz und legte 1967 die Meisterprüfung ab. Anschließend wurde Josef Fink Lehrlingsausbildner und später Ausbildungsleiter bei den Vorarlberger Kraftwerken.
Schon früh engagierte sich Fink als Betriebsrat für die Arbeitnehmer und wurde 1979 zum Betriebsratsobmann der VKW gewählt. Diese Funktion hatte er bis 2001 inne. 1982 wurde er zum Kammerrat der Vorarlberger Arbeiterkammer gewählt, bekleidete die Funktion des Obmannes des Ausschusses für neue Technologien und Berufsbildung, wurde Mitglied im sozialpolitischen Ausschuss für neue Technologien, ehe er im August 1987 zum Präsidenten der Vorarlberger Arbeiterkammer gewählt wurde. Gleichzeitig mit der Wahl zum Präsidenten der Vorarlberger Arbeiterkammer wurde er Mitglied des Vorstandes der Bundesarbeiterkammer in Wien.
In seiner Laudatio hob Landtagspräsident Gebhard Halder vor allem den Einsatz Finks im Rahmen der beruflichen Weiterbildung, der Erweiterung der dualen Ausbildung und der Stärkung der Sozialpartnerschaft hervor. „Josef Fink machte sich besonders in diesen Bereichen stark und forcierte den Ausbau einer zukunftorientierten Bildungspolitik. In seine Ära fällt die Gründung der Vorarlberger Fachhochschule, die von der Arbeiterkammer gegenüber anderen Modellen - wie der aufgestockten HTL – vehement vorangetrieben wurde. Auch der Aufbau des AK-eigenen Bildungscenters sowie die Einführung des Vorarlberger Bildungszuschusses zeigen deutlich seine die Handschrift.“ Fink habe sich hohe Verdienste um die Sozialpartnerschaft erworben und habe Wert auf eine kompetente und verlässliche Sachpolitik gelegt. „ Gerade der Bildungszuschuss mit seiner partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftskammer, Bund, Land und Arbeiterkammer war ein Österreichweites einmaliges Signal“, so Halder. Ein großer Wurf gelang Josef Fink mit der „Abfertigung neu“, deren geistiger Vater er ist und die auch als „Fink-Modell“ in den arbeitsrechtlichen Alltag Einzug hielt. Dieses Modell bringt Arbeitsnehmerinnen und Arbeitnehmern wesentliche Verbesserungen beim Wechsel des Arbeitsplatzes.