Landtag · Archiv · Übersicht 2006 · Juni 2006
Landesschulsprecherin Nathalie Bacher mit Landtagspräsident Gebhard Halder Schülerparlament 08.06.2006
Der Weg in die Wissensgesellschaft, auf dem sich Europa und die Welt befinde, sei mit einem raschen strukturellen Wandel in wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Hinsicht verbunden. Der Bildungsbereich müsse die Basis legen, damit die Menschen mit diesem Wandel, der alle Lebens- und Arbeitsbereiche erfasse, erfolgreich umgehen können. „Die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens ist längst Realität geworden und heute für jede und jeden unentbehrlich“, so Landtagspräsident Gebhard Halder. Vorarlberg investiere deshalb ganz gezielt in Bildung, Ausbildung, Forschung und Entwicklung, in die Qualität seiner Schulen und damit in die Zukunft der Jugend.
Die Optimierung des Bildungssystmes ist Hauptziel der von Bundesministerin Elisabeth Gehrer vor drei Jahren eingesetzten Zukunftsreform, mit dessen Ergebnissen sich das SchülerInnenparlament auseinandersetzte. Darüber hinaus wurden in drei Arbeitsgruppen die Themen „Unterricht und Notengebung“, Soziale Selektion und Gesamtschule“ und „Schuldemokratie“ behandelt. Insgesamt wurden 11 Anträge verabschiedet. Darunter eine klare Positionierung der LandesschülerInnenvertretung gegen strukturelle Gewalt an Schulen, die Forderung nach behindertengerechten Schulen und besserer Integration von Menschen mit Behinderung sowie die Forderung nach einer besseren Abstimmung der ÖPNV-Fahrpläne mit den Schulzeiten.
Erfreut zeigten sich sowohl Schullandesrat Siegi Stemer als auch Landtagspräsident Gebhard Halder über die Forderung, der politischen Bildung an Schulen mehr Gewicht beizumessen und in der AHS-Oberstufe eine einheitlich geregelte Mindeststundenanzahl für Politische Bildung zu reservieren.