„Wir müssen alles daran setzten, jungen Menschen Arbeit zu verschaffen, sie für den Arbeitsmarkt entsprechend qualifizieren, um ihnen damit Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen“, so Landtagspräsident Gebhard Halder. Die von Bund und Land Vorarlberg gesetzten Maßnahmen hätten zwar bereits gegriffen. „Anfang März dieses Jahres standen erstmals mehr offene Lehrstellen zur Verfügung, wie Lehrstellensuchende vorgemerkt waren. Trotzdem gilt es, Beschäftigungschancen aufzuzeigen und die Wege dahin zu ebenen“, so Halder.
„Der Mangel an Fachkräften verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen, reduziert den Arbeitskräftebedarf und mindert damit die Zukunftsperspektiven für unsere Jugend“, so Egon Blum, Lehrlingsbeauftragter der Bundesregierung. Im Jahr 2015 würden 18.000 15-jährige weniger die Pflichtschulen verlassen. Mit den bis dahin tausenden, die in Rente gehen würden, brauche Österreich jede nur erdenkliche Arbeitskraft. Blum: „Die Entscheidungsträger haben hier der Jugend gegenüber eine große gesellschaftliche und soziale Verpflichtung“. Die aktuelle Entwicklung der Jugendbeschäftigung skizzierte Egon Rüdisser, Vorstand der Wirtschaftsabteilung im Amt der Landesregierung.
Landeshauptmann Herbert Sausgruber sprach die Fülle von Initiativen an, die es im Bereich der Jugendförderung und –qualifizierung gibt. Jenen Einrichtungen, die sich um arbeitslose Jugendliche kümmern, müsse entsprechende Wertschätzung gegenüber gebracht werden. „Wir müssen aber auch die vorhandene Eigenverantwortung der Jugend unterstützen und die Fähigkeiten unserer Jugend nicht nur fördern sondern auch fordern“, so Sausgruber.
Aus ihrer Praxis beleuchteten AMS-Landesgeschäftsführer Anton Strini, der Geschäftsführer der „aqua mühle“ Frastanz, Thomas Vogel, die Höchster Hauptschul-Direktorin Gudrun Brunner und Johannes Ouschan, Geschäftsführer von Dorfinstallateur Götzis die Situation am Lehrlingsmarkt. Die Qualifizierung einerseits sowie die soziale Begleitung bei schwer in den Arbeitsmarkt integrierbaren Jugendlichen andererseits seien Grundvoraussetzungen, um der Jugend auch künftig Perspektiven zu vermitteln, so der übereinstimmende Tenor.