Wissenschaftspreisverleihung 2006
(vlnr LTVizepräsident Mennel, LTPräsident Halder, Preisträger Längle)
(vlnr LTPräsident Halder, die Preisträger Böhler, Sonntag und Längle, LH Sausgruber)
Der mit 7.500 Euro dotierte "Wissenschaftspreis des Landes Vorarlberg" wird für das Gesamtwerk oder für eine außergewöhnliche Einzelleistung einer Person oder einer Gruppe verliehen. Heuer wird der Preis an Persönlichkeiten aus den Wissenschaftsbereichen Psychologie und Philosophie vergeben.I
Im Sinne der Förderung der Wissenschaften wird darüber hinaus der "Würdigungspreis des Landes Vorarlberg für Wissenschaften" für herausragende wissenschaftliche Leistungen vergeben. Dieser Preis ist mit 4.000 Euro dotiert.
Zur Honorierung herausragender Leistungen von Nachwuchswissenschaftlern wird der "Spezialpreis des Landes Vorarlberg für Wissenschaften" vergeben (Preisgeld: 3.000 Euro). Die Zuerkennung geschieht durch Beschluss der Landesregierung über Vorschlag der für die Vergabe des Preises eingerichteten Jury.
Preisträger 2006
Alfried Längle wurde 1951 in Götzis geboren und studierte Psychologie und Medizin an verschiedenen Universitäten im In- und Ausland. Nach einer psychotherapeutischen Ausbildung bei Viktor Frankl eröffnete er 1983 seine eigene Praxis für Psychotherapie in Wien. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Logotherapie und die Existenzanalyse. Längle ist unter anderem Mitbegründer des Lehrgangs "Master of Advanced Studies – Psychosomatik und psychotherapeutische Medizin" in Schloss Hofen. Zu seinen Hauptwerken zählen "Wege zum Sinn" oder "Emotionen und Existenz".
Der Dornbirner Arno Böhler (42) studierte Philosophie an der Universität Wien, wo er heute als Universitätslektor tätig ist. 1996 gründete er die Kulturinitiative GRENZfilm e.V., in deren Rahmen zahlreiche Wissenschaftsfilme realisiert wurden. Die von ihm gestaltete Filmreihe "Philosophie im Bild" wurde bereits mehrfach im ORF und auf 3sat ausgestrahlt. Seine philosophischen Hauptthemen sind Freundschaft, Fremde und Zeit.
Bettina Sonntag (35) stammt ursprünglich ebenfalls aus Dornbirn. Sie entdeckte während der Arbeiten zu ihrer limnologischen Dissertation über die anthropogene Verschmutzung des Traunsees ein neues einzelliges Wimpertierchen, das sie nach ihrem Doktorvater Roland Psenner "Urotricha psenneri" benannte. Wimpertierchen gehören zu den wichtigsten Komponenten des mikrobiellen Lebens in einem See. Sonntag ist am Institut für Ökologie der Universität Innsbruck als Forschungsassistentin tätig.