Vorwort

Seit dem Erscheinen meines "Lustenauer Sippenbuch - Von den Anfängen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts", [SF3], sind mehr als 10 Jahre vergangen. Da das Buch schon bald nach seinem Erscheinen vergriffen war, wurde vielfach der Wunsch nach einem Nachdruck oder einer Neuauflage an mich herangetragen.

In den letzten Jahren wurde das Sippenbuch von mir auch im Internet zugänglich gemacht, erweitert um die Geburten der Jahre 1821 bis 1850 und diesbezüglicher Zusatzdaten. Der Koautor Siegfried König hat, aufbauend auf dem Sippenbuch, die Kirchenbücher der Jahre 1821 bis 1900 systematisch erfasst. So lag es nahe, die Arbeiten der beiden Autoren zu bündeln und daraus ein gemeinsames Werk zu machen, das die gesamte Zeit von den frühesten bekannten Anfängen bis zum Jahr 1900 umspannt. Diese große Zeitspanne führt dazu, dass das Werk nun auf drei Bände verteilt wurde.

Mein besonderer Dank gilt Herrn Siegfried König, mit dem die Zusammenarbeit jederzeit sehr harmonisch und effizient war. Nur dadurch konnte das Werk in sehr kurzer Zeit fertiggestellt werden. Der Aufbau dieses Familienbuchs folgt dem bewährten Aufbau und der Struktur des Vorgängerbuchs. Insbesonders wurde die Nummerierung der einzelnen Familien weitgehend beibehalten, lediglich die "Sonstigen Familien" wurden neu nummeriert. Neu ist ein Häuserverzeichnis der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Durch die Zuordnung der Familien zu den Häusern kann man so sehen, wo die eigenen Vorfahren gewohnt haben und wer ihre Nachbarn waren.

Für eigene Ergänzungen der Leser dieses Buchs ist auf zweierlei Weise Platz gelassen. Zum einen ist am Ende der Abschnitte in Kapitel 3 etwas Freiraum, der für Ergänzungen des jeweiligen Abschnitts genutzt werden kann, zum anderen kann der Leser in dem Kapitel "Eigene Notizen" in Band I seine Familiendaten für die Zeit nach 1900 selbst eintragen. Das Familienbuch wird damit zum eigenen Familienbuch.

Lustenau hatte immer viele Beziehungen zum Nachbarn Dornbirn. Da seit kurzem das Dornbirner Familienbuch im Internet online zugänglich ist, können dort Ein- und Ausheiraten der Lustenauer verfolgt werden. Im Buch sind Einträge mit DFB] markiert, wenn sich für diesen Eintrag weiterführende Daten im Dornbirner Familienbuch finden.

Das Familienbuch klärt die Verwandtschaftsverhältnisse weitgehend auf. Aufgrund der unzureichenden Quellen, insbesondere für die Zeit vor dem 19. Jahrhundert, ist es unvermeidlich, daß sich bei der Rekonstruktion der Verwandtschaftsbezüge und der Zuordnung der Tauf-, Sterbe- und Ehedaten Fehler einschleichen. ...

Die Autoren danken der Marktgemeinde Lustenau, die die Herausgabe des Buch durch einen Druckkostenzuschuss fördert.

Konstanz, im Januar 2012

Franz Stetter, Herausgeber


Aus dem Vorwort zum Vorgängerbuch [SF1]

Meine Ahnenforschung, die ich schon längere Zeit als Hobby betreibe, führt über die Linie meiner Frau nach Lustenau. Diese Ahnenreihe ... konnte ich unter Zuhilfenahme von Unterlagen meiner Lustenauer Verwandtschaft mit einiger Mühe rekonstruieren. Es zeigte sich jedoch, daß ein Vordringen in frühere Zeiten mittels der Kirchenbücher mehr oder weniger aussichtslos war. Der Grund hierfür ist, daß die Einträge in den Kirchenbüchern sehr unvollständig sind und z. B. bei den Ehe- und Sterbeeinträgen außer dem Namen in der Regel keine näheren Hinweise - wie Alter, Eltern oder Geburtstag - enthalten. So hat Welti im Lustenauer Heimatbuch, [LHB], nur für die Ammannfamilien Hagen und Hollenstein Ahnentafeln aufgestellt, da für diese durch das Jahreszeitenbuch der Hagen und die Hollensteinsche Familienchronik zusätzliche Informationen vorhanden sind. Er schreibt auch, daß aufgrund der vielen Namensgleichheiten man sich nur sehr schwer in den Kirchenbüchern zurechtfinden kann.

Vor zwei Jahren [1993] entschloß ich mich zu dem Versuch, über die Erstellung eines Ortssippenbuchs vielleicht doch die verwandtschaftlichen Zusammenhänge erschließen zu können. Durch eine systematische und vollständige Erfassung aller vorhandenen Quellen sollte es vielleicht doch gelingen, wenigstens einige Geschlechterreihen nach dem Vorbild der Stammtafeln der Hagen und Hollenstein im Lustenauer Heimatbuch aufzustellen. Da ich wegen meiner persönlichen Ahnenforschung vor allem für die Zeit vor dem 19. Jahrhundert interessiert war, wertete ich die vorhandenen Quellen für diesen Zeitraum aus - so erklärt sich auch, weshalb die neuere Zeit nicht mehr erfaßt ist ...

Hemsbach, im September 1995