"Gesundheit, meine Damen und Herren, geht uns alle an und ist weit komplexer als das persönliche Wohlbefinden allein. Gesundheit hat ebenso mit kollektiven, gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu tun. Und hier sind neben jedem einzelnen vor allem auch die öffentlichen Einrichtungen gefordert, zeitgemäße, moderne, finanzierbare Leistungen anzubieten. Vorarlbergs Vorsorgemedizin genießt österreichweit und international hohe Anerkennung. Dabei konzentrieren sich die Bemühungen besonders auf die Jüngsten. Mit den zahlreichen Vorsorge-Programmen für Kinder und Jugendliche wurde in unserem Land schon viel erreicht. Trotzdem sind wir laufend um weitere Verbesserungen bemüht. In den letzten Jahren ist es gelungen, die Säuglingssterblich-keitsrate in Vorarlberg deutlich zu senken. Als weiterer Schritt wurde von den Primarärzten der Kinderabteilungen der Krankenhäuser Bregenz, Dornbirn und Feldkirch vor zwei Jahren ein gemeinsames Konzept für die Intensivbehandlung und -überwachung in der Kinder- und Jugendheilkunde erarbeitet.
Primar Burkhard Simma, Leiter der Kinder- und Jugendheilkunde am Landeskrankenhaus Feldkirch, fasste dies damals treffend zusammen. Ich darf ihn zitieren: „Eine Konzentration in regionalen Zentren ist sinnvoll. Gleichzeitig ist es notwendig, rasche und bestmögliche medizinische Versorgung auch dort anzubieten, wo sie im Notfall unmittelbar gebraucht wird: in der räumlichen Nähe der pädiatrischen Notfallambulanzen und der größeren geburtshilflichen Abteilungen."
Das Konzept des Landes sah deshalb vor, dass in Bregenz und in Dornbirn die Stationen für Intensivüberwachungen bestehen bleiben, während in Feldkirch die Intensivbehandlung vom Neugeborenen bis zum Jugendlichen konzentriert wurde. Dieser Schwerpunkt ist als wesentlicher Teil des „Perinatal-Zentrums" zu sehen, das am LKH Feldkirch eine ausgezeichnete medizinische Versorgung von Schwangeren mit hohem Risiko während der Schwangerschaft, der Geburt und der Zeit danach bietet. Mit den neuen Strukturen am Akademischen Lehrkrankenhaus Feldkirch kann diese Vorgabe und damit die bestmögliche medizinische Hilfe für unsere jüngsten Patienten sichergestellt werden. Das Gesundheitswesen in Vorarlberg ist aufgrund des hohen Standards international anerkannt. Zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des hohen Qualitätsstandards und der gleichzeitigen Sicherung des Zugangs für Jedermann setzen wir Schwerpunkte im Bereich der Investitionen in die Krankenhäuser, setzen weitere Impulse durch den Vorarlberger Gesundheitsfonds, entwickeln die Gesundenuntersuchungen weiter und setzen auch Schwerpunkte bei Nachsorgeeinrichtungen und Rehabilitation.
Meine Damen und Herren, lassen Sie mich Ihnen zum Schluss nur noch zwei Zahlen vor Augen führen: Unser Landesbudget weist in diesem Jahr allein an Investitionen im Bereich „Hochbau Landeskrankenanstalten“ 28,1 Mio. Euro aus. Die Landeskrankenanstalten insgesamt schlagen sich heuer mit brutto 223,1 Mio. Euro zu Buche. Viel Geld, das in den Gesundheitsbereich fließt , das aber auch eine bestmögliche medizinische Versorgung unserer Bevölkerung und bestmögliche Ausstattung unserer Krankenanstalten sicherstellt."