Das August-Hochwasser zog vergangenes Jahr eine Spur der Verwüstung durch Vorarlberg. Gemeinden waren teils von der Außenwelt abgeschnitten, Straßenverbindungen abgetrennt, Brücken stürzten ein, Trinkwasserleitungen waren zerstört. Menschen mussten aus Gebieten evakuiert werden und teilweise wurden Gemeinden und Parzellen über Luftbrücken versorgt.
Zahlreiche Existenzen wurden durch das Hochwasser bedroht, landauf landab gab es betroffene Betriebe, die einen völligen Neubeginn starten mussten. Ein enormer Sachschaden war zu verzeichnen und leider gab es in Silbertal und Reuthe direkt durch das Hochwasserereignis je ein Todesopfer zu beklagen.
Auch in Au kam es zu massiven Schäden. 90 Einwohner mussten evakuiert werden. Über 50 Rutschungen galt es im Gemeindegebiet zu beheben. Im Industriegebiet wurden LKW weggespült, eine Schlosserei stand komplett unter Wasser und ansässige Unternehmer standen buchstäblich vor dem Nichts.
Notsituationen schweißen zusammen. So ist die enorme Welle der Hilfsbereitschaft zu erklären, die nach der Katastrophe einsetzte. Die Nachbarn, die Dorfgemeinschaften standen zusammen. Hilfe kam auch von außen, von Gemeinden, die nicht in diesem Ausmaß betroffen waren. Es war eine herausragende Solidarität zu verspüren.
"Diese Solidarität, die gelebte Nachbarschaftshilfe und die rasche Hilfe seitens der öffentlichen Hand trugen neben dem enormen Einsatz der Betroffenen dazu bei, nach nur wenigen Monaten hier im Betriebsgebiet in Au einen Neubeginn setzen zu können", so Landtagspräsident Halder, der den Betrieben in Au ein von Herzen kommendes "Glück auf" und alles Gute für die Zukunft wünschte.