Die Südtiroler Landtagspräsidentin Stirner-Brantsch und das Präsidium des Vorarlberger Landtages, Bregenz, 20.04.2006
Viele Südtiroler fanden zur Zeit der Option eine neue Heimat in Vorarlberg und trugen mit dazu bei, Vorarlberg nach den Kriegsjahren mit aufzubauen und so den Grundstein für die gesunde wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu legen. Weit über familiäre Bande hinaus reichen die Verbindungen zwischen Südtirol und Vorarlberg. Die Landtage beider Länder sind seit vielen Jahren durch freundschaftliche Beziehungen verbunden.
Landtagspräsident Gebhard Halder erinnerte vor allem an die Zusammenarbeit im gemeinsamen Europa. Ein gemeinsames Auftreten in Brüssel sei für ein starkes Europa der Regionen wichtig. „Wir haben als Alpenländer ähnlich gelagerte Problemstellungen, wobei Verkehr und Sicherheit aber auch die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zukunftssicherung zu den wichtigsten Themen gehören“, so Halder. Seine Südtiroler Amtskollegin Veronika Stirner-Brantsch unterstrich die strukturellen Gemeinsamkeiten beider Länder und sprach die vielen Berührungspunkte und auch den regen Austausch auf kultureller Ebene an. „Die autonomen Regionen müssen sich auf Ebene der Calre, dem europäischen Zusammenschluss der Regionen mit Gesetzgebungsbefugnis, verbünden, um gemeinsam noch stärker gegen den europäischen Zentralismus aufzutreten, so die Südtiroler Landtagspräsidentin.“ Eine verstärkte Zusammenarbeit regte Stirner-Brantsch zudem im Bereich der Familienpolitik an.
Neben der Erörterung aktueller politischer Fragen stand auch ein Treffen mit dem Verband der Südtiroler in Vorarlberg auf dem Programm, an dem unter anderen Obmann Gottfried Verdorfer und Anni Ramoser teilnahmen.